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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich bin Kundin bei 2 Banken. Bei der Volksbank habe ich seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin Kundin bei 2 Banken. Bei der Volksbank habe ich seit einigen MONATEN KAUM NOCH UMSÄTZE GEMACHT, WEIL SIE EINEN KREDIT VERWEIGERT HABEN. MIT DEM KREDIT WOLLT IH DEN DISPO AUSLÖSEN (10 000,--) Sie schreiben jetzt, dass in Anbetracht der kummulierten Umsätze die Höhe der Kontokorrentlinie nicht mehr angemessen sei. und möchten meinen Jahresabschluss 2008 samt betriebswirtschaftlicher Auswertung inkl. Summen und Saldenliste per 31.10.2009.

Können Sie verlangen, dass ich sofort zahle? Das kann ich nicht.
Was können sie rechtlich machen wenn ich Ratenzahlung anbiete?
Soll ich meine Honorare wieder auf die 2 Banken verteilen?
Dürfen sie wissen dass ich das meiste in letzter Zeit über eine andere Bank abgewickelt habe?
Waas soll ich ihnen anbieten?

Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:


Zu 1.) Können sie verlangen, dass ich sofort zahle?

Wenn ich Ihre Anfrage richtig verstanden habe, hat die Bank Ihnen den Kredit sofort fällig gestellt. Da also aus Sicht der Bank zu wenig Umsätze vorhanden sind und schon sehr viele Schulden angehäuft wurden, macht diese den noch offenen Gesamtbetrag nun geltend.

Hierzu ist die Bank nach dem Gesetz leider grundsätzlich berechtigt, was ich Ihnen nachfolgend gerne erläutern möchte. Bei den Schulden gegenüber der Bank handelt es sich im weitesten Sinne um Verbindlichkeiten aus Darlehensverträgen.

Der Gesetzgeber gibt dem Darlehensgeber (hier also der Bank) unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht zur außerordentlichen Kündigung des Darlehensvertrages. Rechtsfolge einer solchen Kündigung ist leider die sofortige Fälligstellung. Es muss also mit anderen Worten der offene Gesamtbetrag vom Darlehensnehmer (also von Ihnen) beglichen werden.

Diese Kündigungsrecht ergibt sich aus § 490 Abs. 1 BGB.

§ 490 BGB


Außerordentliches Kündigungsrecht

(1) Wenn in den Vermögensverhältnissen des Darlehensnehmers oder in der Werthaltigkeit einer für das Darlehen gestellten Sicherheit eine wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, durch die die Rückerstattung des Darlehens, auch unter Verwertung der Sicherheit, gefährdet wird, kann der Darlehensgeber den Darlehensvertrag vor Auszahlung des Darlehens im Zweifel stets, nach Auszahlung nur in der Regel fristlos kündigen.

(2) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag, bei dem für einen bestimmten Zeitraum ein fester Zinssatz vereinbart und das Darlehen durch ein Grund- oder Schiffspfandrecht gesichert ist, unter Einhaltung der Fristen des § 489 Abs. 1 Nr. 2 vorzeitig kündigen, wenn seine berechtigten Interessen dies gebieten. Ein solches Interesse liegt insbesondere vor, wenn der Darlehensnehmer ein Bedürfnis nach einer anderweitigen Verwertung der zur Sicherung des Darlehens beliehenen Sache hat. Der Darlehensnehmer hat dem Darlehensgeber denjenigen Schaden zu ersetzen, der diesem aus der vorzeitigen Kündigung entsteht (Vorfälligkeitsentschädigung).

(3) Die Vorschriften der §§ 313 und 314 bleiben unberührt.

Die Bank geht also aufgrund der Umsatzrückgänge davon aus, dass es erhebliche Verschlechterungen Ihrer Vermögenslage bedeutet, so dass unter diesem Gesichtspunkt eine Kündigung gestützt auf § 490 BGB nicht rechtswidrig wäre.

Bei Ihnen liegt aber der Sonderfall vor, dass Ihre Umsätze auch deshalb zurückgegangen sind (aus Sicht der Bank), das die andere Hälfte auf ein anderes Konto geht. Sie könnte n gegenüber der Bank den Sachverhalt klären und veranlassen, dass wie früher alle Umsätze auf das betreffende Konto gehen mit der Maßgabe, dass die Kündigung als Gegenstandslos betrachtet wird.

Zu 2.) Das kann ich nicht. Was können sie rechtlich machen wenn ich Ratenzahlung anbiete?

Hierauf kann sich die Bank einlassen, muss es aber nicht. Sie sollten auf jeden Fall das Gespräch suchen und sowohl eine Ratenzahlung anbieten, als auch wie unter 1. bereits dargestellt, den Sachverhalt gegebenenfalls aufklären.

Zu 3.) Soll ich meine Honorare wieder auf die 2 Banken verteilen?

Das ist im Endeffekt Geschmackssache. Das sollten Sie nur dann machen, wenn Sie von der Bank eine verbindliche (schriftliche) Zusage erhalten, dass die Kündigung als Gegenstandslos betrachtet wird und nicht ein paar Wochen später eine nächste Kündigung ergeht. In diesem Zusammenhang sollte ein Kreditrahmen festgelegt werden und eine Ratenzahlung, bei deren Beibehaltung Ihrerseits es nicht zur Kündigung kommt.

Zu 4.) Dürfen sie wissen, dass ich das meiste in letzter Zeit über eine andere Bank abgewickelt habe? Was soll ich ihnen anbieten?

Das ist auch wieder Geschmackssache. Wenn Sie es nicht sagen, können Sie auch die Umsatzrückgänge nicht plausibel erklären, weshalb die Kündigung dann voraussichtlich aufrechterhalten wird.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774

Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Die Bank hat mir noch nicht gekündigt und ich stelle diese Fragen an Sie, um dies zu vermeiden. Es geht nicht um einen Kredit, sondern um das Dispositionskonto, das ich um 10 000,-- € in Anspruch genommen habe. Dazu wurden keine Raten etc vereinbart. Ändert es die Sachlage? Von einem 10 000,-- Euro-Kredet sind nur noch 2000,-- zu zahlen in Raten. Ich habe noch nie mit einer Rate ausgesetzt.
Soll ich bei Bank 1 einen Kredit um diese 10 000,-- beantragen mit der Begründung, dass ich damit den Dispo von Bank 2 bezahle? Was passiert wenn ich andere Gründe angebe, z.B. Investitionen? Mache ich mich des Betrugs schuldig oder der Unterschlagung von Informationen?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Die Bank hat mir noch nicht gekündigt und ich stelle diese Fragen an Sie, um dies zu vermeiden. Es geht nicht um einen Kredit, sondern um das Dispositionskonto, das ich um 10 000,-- € in Anspruch genommen habe. Dazu wurden keine Raten etc vereinbart. Ändert es die Sachlage? Von einem 10 000,-- Euro-Kredet sind nur noch 2000,-- zu zahlen in Raten. Ich habe noch nie mit einer Rate ausgesetzt.
Soll ich bei Bank 1 einen Kredit um diese 10 000,-- beantragen mit der Begründung, dass ich damit den Dispo von Bank 2 bezahle? Was passiert wenn ich andere Gründe angebe, z.B. Investitionen? Mache ich mich des Betrugs schuldig oder der Unterschlagung von Informationen?
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Ich warte noch immer auf eine Antwort