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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Die Abo-Rechnung eines online-Verlages in H he von EUR 34,00

Beantwortete Frage:

Die Abo-Rechnung eines online-Verlages in Höhe von EUR 34,00 blieb versehentlich mehrere Wochen unbezahlt. Nach ca. 1 Monat erhielten wir die Rechnung einer inkasso-Firma aufgrund von Mahngebühren in doppelter Höhe. Die Rechnung an den Verlag in Höhe von EUR 34,00 wurden von uns beglichen. Sind die noch offenen Mahngebühren des Inkasso-Unternehmens rechtens? Das Inkasso-Unternehmen fordert diese zumindest weiter ein mit Androhung eines Mahnbescheides
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!



Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:


Wenn ich Sie richtig verstehen, macht das Inkasso Unternehmen Inkassogebühren in Höhe von 68.- €geltend. Dies ist völlig überzogen und grenzt meines Erachtens an Betrug.

Nach lange gefestigter Rechtsprechung des BGH darf ein Inkassounternehmen höchstens soviel an Gebühren abrechnen, wie ein Rechtsanwalt im Rahmen der außergerichtlichen Tätigkeit bei dem gleichen Streitwert verlangen dürfte.

Bei einem Streitwert in Höhe von 34.- € wären das genau 46,41 € (höchstens).

Zudem sind Inkassogebühren genau wie Rechtsanwaltsgebühren grundsätzlich nur dann erstattungsfähig, wenn Sie sich in Verzug befanden zu dem Zeitpunkt, in welchem das Inkassounternehmen beauftragt wurde. Das setzt grundsätzlich eine Mahnung voraus.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochmorgen!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Herr Newerla,

herzlichen Dank vorab für Ihre Stellungnahme. Die Einschaltung des Inkasso-Unternehmens erfolgte nach Kündigung des Abonnement beim Verlag. In der Kündigung habe ich explizit um Mitteilung eventuell offener Beträge gebeten, um diese begleichen zu können. Ob ein Zahlungsverzug zu dieser Zeit bestand, kann ich nicht ausschließen. Danach erfolgte das Schreiben des Inkasso-Unternehmens. Die Rechnung betrug insgesamt EUR 68,20, wobei ich die ausgewiesene Abo-Gebühr direkt an den Verlag beglichen habe, die Inkasso-Gebühren sind noch offen. Mit dem Inkasso-Unternehmen bin ich somit noch nicht in Kontakt getreten, abgesehen davon fehlt mir auch der Nachweis, dass diese überhaupt im Namen des Verlags agieren.

Sollte die Forderung der Inkasso rechtens sein, zahle ich. Wenn nicht, werde ich bis zum MB warten und Widerspruch einlegen. Wie sehen Sie den Sachverhalt?

Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind die Inkassogebühren in Höhe von 34,20 € entstanden und somit zwar sehr hoch, jedoch noch so grade im zulässigen Bereich (s.o.).
Da die Frage des Verzugs nicht zu klären ist, hiervon aber bei einer Kündigung ausgegangen werden kann, sollte aus diesem Gesichtspunkt gezahlt werden. Das Inkassounternehmen müßte in der Tat nachweisen, dass die Forderung an Sie abgetreten worden ist. Ist dies der Fall, sollten Sie leider zahlen.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774
Danjel Newerla und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.