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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 7318
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich habe eine Frage zu dem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,Ich habe eine Frage zu dem Arbeitsvertrag, der gerade mir von einem Schweizer Arbeitgeber angeboten wird. Folgende Zusatzregelung bzgl. der Überstunden ist im Vertrag formuliert:
"Aufgrund einer geplanten, aber zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung noch
nicht terminierten Überarbeitung des Personalreglements (mit Bezug auf die
Neugestaltung der Arbeitszeitmodelle) wird festgehalten, dass auf Jahresbasis
eine Mehrleistung von 150 Arbeitsstunden erwartet wird, sofern diese
betriebsnotwendig ist. Darüberhinausgehende Leistungen (im Arbeitszeitkonto
auf Überzeit «ÜZ» registriert) können zeitgleich kompensiert oder zur Auszahlung
gebracht werden"1. Verständnisfrage: bedeutet das, dass 150 Arbeitsstunden weder als Gleitzeit abgebaut noch als Entgelt ausbezahlt werden? Bzw. 150 Stunden sind mit dem Jahresgehalt abgegolten und werden nicht als Gleitzeit registriert/ abgebaut?2. Wie ist die rechtliche Bewertung solcher Klausel? Zulässig und üblich in der Schweiz? Oder lohnt es sich nochmal mit dem Arbeitgeber zu verhandeln?Im Voraus vielen Dank für Ihre Unterstützung
Mit freundlichen Grüßen
Tatjana

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Der Wortlaut deutet tatsächlich darauf hin, dass von Ihnen erwartet wird, 150 Stunden ohne Gegenleistung zu arbeiten. Erst wenn die Mehrarbeit über 150 Stunden liegt, erhalten Sie einen Ausgleich. So verstehe ich diese Vertragsklausel.

Ob das in der Schweiz üblich ist, kann ich nicht beurteilen. Mir erscheint es aber als eine überzogene Erwartung des Arbeitgebers. Warum sollten Sie unentgeltlich für ihn arbeiten. Diese Frage würde ich an Ihrer Stelle dem Arbeitgeber stellen und darauf drängen, dass diese Vertragsklausel entweder entfernt wird oder andernfalls Sie den Vertrag nicht unterschreiben. Überstunden an sich sind schon ein Entgegenkommen des Arbeitnehmers. Aber wenn die dann noch nicht mal vergütet werden, ist das ein Grund, nicht für diesen Arbeitgeber zu arbeiten.

Gehen Sie vorsichtig an die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber ran, indem Sie ihn einfach direkt fragen, was diese Klausel zu bedeutet hat, ob Sie es richtig verstanden haben, dass Sie 150 Stunden ohne Bezahlung für ihn arbeiten sollen und warum das so sein soll.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Ich hatte mich gefragt, ob diese Klausel eventuell zur Abschreckung dienen soll, damit die Arbeitnehmer keine Überstunden aufbauen, denn als ernsthafte Forderung erscheint sie mir auch völlig überzogen

Es steht aber so im Vertrag. Und der Arbeitgeber kann sich darauf berufen, wenn Mehrarbeit anfällt.

Da es Ihnen und auch mir zumindest merkwürdug vorkommt, halte ich es für durchaus legitim, dass Sie den Arbeitgeber fragen, was das zu bedeuten hat. Über Vertagsinhalte kann verhandelt werden. Deswegen wird ein Vertrag vor Vertragsunterzeichnung zur Prüfung überlassen. Und Ihre Prüfung hat eben diese Ungereimtheit aufgeworfen, die Sie gerne vom Arbeitgeber geklärt hätten.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Alles klar! Vielen herzlichen Dank! Viele Grüße

Sehr gerne! Es freute mich, wenn ich helfen konnte.

Alles Gute!

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