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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 169
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Die Situation ist etwas verzwickt aber ich würde gerne

Diese Antwort wurde bewertet:

Die Situation ist etwas verzwickt aber ich würde gerne wissen ob ich da überhaupt etwas machen kann.Anfangssituation: Eine Freundin von mir hat eine Wohnung in der sie verschiedene Mädchen für sich anschaffen lässt. Ich habe mich dazu überreden lassen, einen Arbeitsvertrag unterschrieben und insgesamt mit 21 Freiern geschlafen. Wir haben eigentlich abgemacht, dass dies unter uns bleibt und das war auch lange der Fall (ab August).Sonntag vor einer Woche ist ein gemeinsamer Freund von uns zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass er nun alles weiss.
Meine Freundin/ Arbeitgeberin hat meinen Arbeitsvertrag ohne meine Einwilligung weitergezeigt und auch noch weiteren gemeinsamen Freunden somit eine tiefen Einblick in meine Privatsphäre/ Intimsphäre gegeben. Auch die Abrechnung, Terminkalender usw. wurden offen gelegt. Dabei blieb es aber nicht. Zu allem dazu hielt sie sich nicht an die Fakten und erfand noch Sachen dazu und schädigte meinen Ruf nun noch mehr mit diesen unwahren Aussagen.
Sie verzehnfachte zum Beispiel die Anzahl der Freier, beschimpfte mich und stellte mich allgemein einfach in eine unangenehme Rolle.Ich bekam nun mehrere Droh- und Beleidigungsnachrichten von diesen gemeinsamen Freunden, meine Beziehung ist ruiniert und das alles plagt mich mental. Das Niveau dieser Beleidigungen ist wirklich tief: als Beispiele "sogar wenn recht hetsch änderets nix dra dass du e ehrelosi nutte bisch oder ?" "Du dreckigi schlampe verpiss di ganz wit weg vo do. I wett di nieme ide stadt gseh verstande ?? Suech dir en neue ort zum ume ficke du billigi witzfigur"Als ich allen die Wahrheit mitteilte und bei ihr nach Rechtfertigung fragte wurde ich nur als psychopathische Lügnerin beschimpft, die sich professionelle Hilfe suchen sollte. Sie sagte mir auch, dass mir nie wieder jemand etwas glauben werde, dafür habe sie gesorgt.
Am meisten beschäftigt es mich, dass die ganze Geschichte immer weiter und weiter erzählt wird und sich mehr und mehr Unwahrheiten häufen.

Sehr geehrte Fragestellerin

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Folgende drei Straftatbestände müssten in Ihrem Fall u.a. näher geprüft werden.

Niemand muss sich beschimpfen lassen: Art. 177 StGB (https://bit.ly/3aY48Mo): Wer jemanden in anderer Weise durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angreift, wird, auf Antrag, mit Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen bestraft.

Die Arbeitgeberin darf weder die Personalien noch die der Kunden unbefugt an Dritte weitergeben. Art. 35 DSG (https://bit.ly/33ctOAG): Wer vorsätzlich geheime, besonders schützenswerte Personendaten oder Persön­lichkeitsprofile unbefugt bekannt gibt, von denen er bei der Ausübung seines Beru­fes, der die Kenntnis solcher Daten erfordert, erfahren hat, wird auf Antrag mit Busse bestraft.

Art. 195 StGB (https://bit.ly/3tdvJiV): Mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer: die Handlungsfreiheit einer Person, die Prostitution betreibt, dadurch beeinträchtigt, dass er sie bei dieser Tätigkeit überwacht oder Ort, Zeit, Ausmass oder andere Umstände der Prostitution bestimmt.

Dabei geht es einerseits um die Überwachung oder Kontrolle und andererseits um das Bestimmen von Ort, Zeit, Ausmass oder andern Umständen der Prostitution. Diese Strafbestimmung kann auch nicht mit einem mittlerweilen anerkannten und legalen Arbeitsvertrag übersteuert werden.

Daneben besteht die Möglichkeit, Ehr- und Persönlichkeitsverletzungen in einem zivilrechtlichen Verfahren durchzusetzen. Diese Verfahren sind jedoch kostenpflichtig.

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von drei bis fünf Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich oder buchen Sie eine telefonische Besprechung (Premium Service) mit mir.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

https://www.justanswer.de/anwalt/expert-samuel-bohtz

Samuel Bohtz und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Muss ich beweise liefern können? ich habe nur diverse whatsapp o.ä. nachrichten da das meiste mündlich ablief...

Sehr geehrte Fragestellerin

Bei einem Strafverfahren sind Sie grundsätzlich nicht für die Beweise bzw. Beweiserhebung zuständig. Selbstredend ist die Angabe von Beweisen sehr nützlich und sehr zu empfehlen. Die beiden Antragsdelikte (177 StGB und 35 DSG) können längstens bis 3 Monate ab Kenntnis des Täters bei der Polizei gestellt werden. Für die Anzeige von Art. 195 - sofern eine unzulässige Überwachung und Bestimmung durch die Arbeitgeberin vorliegen sollte - besteht keine solche Frist.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

https://www.justanswer.de/anwalt/expert-samuel-bohtz