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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 136
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
106016683
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Ist dieser Service kostenlos? Schweiz, Es geht um einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ist dieser Service kostenlos?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Schweiz
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Es geht um einen Verdacht von Erbschleicherei. Meine Mutter lebt aktuell bei ihrem Lebenspartner, mir ist aufgefallen, dass er sie von uns Kindern abschottet, sie wirkt verstört und verängstigt. Jetzt hat sie geerbt und er hat uns angerufen, er will sie in ein "Heim" abschieben und hat für sich Vollmacht über ihr Geld erwirkt. Müssen wir besorgt sein? Was sollen wir tun?
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Mein Name Samuel Bohtz und ich arbeite seit mehr als 17 Jahren als Rechtsanwalt. Gerne werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

https://www.justanswer.de/anwalt/expert-samuel-bohtz

Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Bis zum Erbfall:

Eine strafrechtliche Anzeige wegen Erbschleicherei ist nicht möglich, da kein entsprechender Strafartikel in der Schweiz existiert. Auch wenn die Erbschleicherei selbst keinen Straftatbestand erfüllt, so können doch im Einzelfall andere relevante Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Das Strafgesetzbuch hält zahlreiche andere Delikte bereit, aufgrund deren ein Erbschleicher im Einzelfall angezeigt werden könnte. In Betracht kämen etwa: Betrug, Nötigung, Veruntreuung, Urkundenfälschung u.v.a.

Demgegenüber kann jeder bei der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) eine sogenannte Gefährdungsmeldung erstatten, wenn eine Person hilfsbedürftig erscheint. Die zuständige KESB muss dann die Anordnung einer erwachsenenschutzrechtlichen Massnahme prüfen. Sie können die Gefährdungsmeldung der zuständigen KESB schriftlich oder mündlich einreichen. Zu den zuständigen KESB: Kokes :: Organisation Kantone

Dabei ist zu beachten, dass auch unter Beistandschaft stehende urteilsfähige Personen ein Testament verfassen können. Eine Zustimmung des Beistandes ist nicht erforderlich. Bei einem Erbvertrag ist dagegen die Zustimmung des Beistandes notwendig, soweit der Erbvertrag überhaupt von der Beistandschaft erfasst wird (Art. 468 Abs. 2 ZGB).

Hinsichtlich der Thematik der Erbschleicherei wurde in der Schweiz ein Verein gegründet: https://erbschleicherei.org

Nach dem Erbfall:

Die erbrechtlichen Klagen sind – der Gesetzeslogik entsprechend – erst nach dem Todesfall des Erblassers möglich. Hier insbesondere die Ungültigkeitsklage nach Art. 519 ZGB (https://bit.ly/392c3pU) und 540 ZGB (https://bit.ly/3b4H935): Das Bundesgericht hält in BGE 132 III 305 fest: Wer auf unredliche oder unmoralische Weise zu einer Erbschaft zu gelangen versucht, wird gemeinhin als "Erbschleicher" bezeichnet. Das Gesetz erfasst "Erbschleicherei" weder als eigenen Ungültigkeitsgrund im Sinne von Art. 519 ZGB noch ausdrücklich als Erbunwürdigkeitsgrund gemäss Art. 540 ZGB. Unwürdig, Erbe zu sein oder aus einer Verfügung von Todes wegen irgendetwas zu erwerben, ist gemäss Art. 540 Abs. 1 ZGB, wer vorsätzlich und rechtswidrig den Tod des Erblassers herbeigeführt oder herbeizuführen versucht hat (Ziff. 1), wer den Erblasser vorsätzlich und rechtswidrig in einen Zustand bleibender Verfügungsunfähigkeit gebracht hat (Ziff. 2), wer den Erblasser durch Arglist, Zwang oder Drohung dazu gebracht oder daran verhindert hat, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder zu widerrufen (Ziff. 3), oder wer eine Verfügung von Todes wegen vorsätzlich und rechtswidrig unter Umständen, die dem Erblasser deren Erneuerung nicht mehr ermöglichten, beseitigt oder ungültig gemacht hat (Ziff. 4). Gemäss Art. 540 Abs. 2 ZGB wird die Erbunwürdigkeit durch Verzeihung des Erblassers aufgehoben.

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Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von drei bis fünf Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich oder buchen Sie eine telefonische Besprechung (Premium Service) mit mir.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

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Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 136
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