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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 118
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Guten Tag Mein Verlobter (Deutscher) und ich (Schweizerin)

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten TagMein Verlobter (Deutscher) und ich (Schweizerin) werden nächstes Jahr heiraten. Wir wohnen beide in der Schweiz, er hat jedoch drei Kinder aus erster Ehe, welche in Deutschland bei der Ex-Frau wohnen.Nun wollten wir uns bereits jetzt einmal damit auseinandersetzen, ob es Sinn macht, einen Ehe- und Erbvertrag aufzusetzen.Folgende Szenarien gehen uns durch den Kopf:1. Angenommen mein zukünftiger Mann wird arbeitslos, muss ich dann für den Unterhalt seiner Kinder aufkommen, bzw. ihm Unterhalt zahlen, aus welchem er dann den Unterhalt seiner Kinder zahlt? Lässt sich dies vertraglich überhaupt ausschliessen, also dass er auf Unterhalt verzichten würde, egal aus welchem Grund?2. Mein Einkommen ist für die Unterhaltsberechnung seiner Kinder nicht relevant, oder? Keiner hat das Recht, meine Gehaltsabrechnungen etc. einzusehen?3. Wenn wir dann steuerlich gemeinsam veranlagt sind und für die Unterhaltsberechnung seiner Kinder wird die Steuererklärung benötigt, kann ich dann meine Angaben schwärzen? Die sind ja wahrscheinlich nicht relevant und vor allem geht es seine Ex-Frau nichts an.4. Liesse sich bei einer gemeinsamen Steuererklärung überhaupt berechnen, wer wieviel Steuern bezahlen muss?5. Angenommen, mein zukünftiger Mann und ich haben später noch ein gemeinsames Kind und kaufen eine gemeinsame Immobilie, was müsste man hier für Vorkehrungen treffen, damit ich und unser gemeinsames Kind abgesichert wäre, falls meinem zukünftigen Mann was zustossen würde? Kann man hier eine Regelung treffen, dass seine Kinder ihren Erbanteil nicht durchsetzen können, bzw. dass ich und mein Kind im Haus bleiben können und ich sie nicht auszahlen müsste? Wäre es sinnvoll, das Haus auf mich alleine zu kaufen, bzw. im Grundbuch eintragen zu lassen?Besten Dank für Ihre Hilfe

Sehr geehrte Fragestellerin

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne beantworte ich Ihre Anfragen wie folgt:

Fragen 1-4

Art. 278 Abs. 2 ZGB bestimmt: „Jeder Ehegatte hat dem andern in der Erfüllung der Unterhaltspflicht gegenüber vorehelichen Kindern in angemessener Weise beizustehen.“ Daraus folgt, dass die Stiefkinder ihren Unterhalt nicht (auch) bei Ihnen, sondern nur gegenüber ihrem Vater einklagen können. Indirekt sind Sie aber gemäss vorgenannter Bestimmung eben auch betroffen. Ihre Unterstützungspflicht gilt aber nur soweit, als nach Bezahlung Ihres eigenen Unterhalts und desjenigen allfälliger eigener Kinder noch Mittel vorhanden sind. Eine ehevertraglich vereinbarte Gütertrennung würde daran nichts ändern. Bei einer gerichtlichen Durchsetzung der Kinderalimente gegenüber Ihrem künftigen Ehemann wird er nicht umhin kommen, die relevanten Unterlagen zu edieren bzw. Auskunft darüber zu geben.

Frage 5

Kinder aus früherer Ehe oder aus einer anderen Partnerschaft haben kein gesetzliches Erbrecht gegenüber der Stiefmutter. Demgegenüber sind die Pflichtteile der Stiefkinder gegenüber ihrem leiblichen Vater zu berücksichtigen. Es bestehen mehrere Varianten für die von Ihnen angesprochene Situation. Sofern Sie die Liegenschaft via einem Kredit erwerben, empfehle ich Ihnen, die bankinterne Erbschaftsberatung zu verlangen.

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von drei bis fünf Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich oder buchen Sie eine telefonische Besprechung (Premium Service) mit mir.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

https://www.justanswer.de/anwalt/expert-samuel-bohtz

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr BohtzVielen Dank für Ihre Auskunft.Wie wird denn berechnet, ob nach Bezahlung des eigenen Unterhalts und jenem eigener Kinder noch was übrig bleibt?Solange mein zukünftiger Mann aber den Unterhalt bezahlen kann, gehen meine Einkünfte niemanden etwas an, oder?Sie sagen, er wird nicht umhin kommen, die relevanten Unterlagen zu edieren. Meinen Teil der Steuererklärung braucht es dafür aber nicht, sprich diesen Teil kann man doch schwärzen, oder? Es geht seine Ex doch nichts an, was ich verdiene. Und mit seinem Teil der Steuererklärung hat sie die Angaben, die sie braucht.Bezüglich einem Hauskauf werden wir in diesem Falle auf die Bank zugehen.Empfehlen Sie in einer solchen Konstellation generell Gütertrennung?Freundliche Grüsse

Sehr geehrte Fragestellerin

Besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte: So ist es. Zu den Kindern Ihres zukünftigen Ehemanns stehen Sie in keinem Rechtsverhältnis. Somit besteht keine Rechenschaftspflicht oder ähnliches Ihrerseits gegenüber diesen oder der Kindsmutter – auch in einem allfälligen Gerichtsverfahren betreffend Kinderalimente.

Ohne Kenntnis aller Umstände und der konkreten Anliegen ist eine Ehevertrags- und erbrechtliche Beratung wenig seriös. Betreffend den ehelichen Güterständen gilt zumindest folgende Grundregel: Vom Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung profitiert der finanziell schwächere Ehepartner, vom Güterstand der Gütertrennung hingegen der finanziell Stärkere.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

https://www.justanswer.de/anwalt/expert-samuel-bohtz

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr BohtzVielen Dank für diesen ersten Überblick.Wir werden uns definitiv noch beraten lassen.Ein schönes Wochenende und freundliche Grüsse

Wünsche ich Ihnen auch und danke für die Bewertung. Freundliche Grüsse

Samuel Bohtz und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.