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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 95
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Reicht das für eine fristlose Kündigung (in der Schweiz)?

Diese Antwort wurde bewertet:

Reicht das für eine fristlose Kündigung (in der Schweiz)?
Ein Mitarbeiter in gekündigtem Arbeitsverhältnis schaltet auf anderen Mitarbeitenden zugänglichen Bildschirmen (Prüfgeräte in der Produktion) als Hintergrundbild ein Bild welches einen Galgen mit Strick sowie einen in schwarz gekleideten Vollstrecker samt Kapuze zeigt.
Danke für Ihre Antwort und freundliche Grüsse aus Landquart/GR
R. Maron

Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Mein Name Samuel Bohtz und ich arbeite seit mehr als 17 Jahren als Rechtsanwalt. Gerne werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Art. 337 OR (https://bit.ly/2YdKjuk) bestimmt: Aus wichtigen Gründen kann der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer jederzeit das Arbeitsverhältnis fristlos auflösen; er muss die fristlose Vertragsauflösung schriftlich begründen, wenn die andere Partei dies verlangt. Als wichtiger Grund gilt namentlich jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zugemutet werden darf.

Damit eine fristlose Kündigung gerechtfertigt ist, muss also ein Grund vorliegen, wodurch die weitere Zusammenarbeit nicht mehr zugemutet werden kann. Die geschilderte Handlung des Mitarbeiters ist mehr als nicht korrekt, rechtfertigt aber noch keine fristlose Kündigung. Korrekterweise müsste der Arbeitnehmer umgehend schriftlich abgemahnt werden mit Androhung, dass im Wiederholungsfalle eine fristlose Kündigung ausgesprochen wird.

Auch eine fristlose Kündigung gilt, jedoch kann der Arbeitnehmer gerichtlich eine Entschädigung einklagen. Wieweit der Arbeitnehmer „klagefreundlich“ ist, können nur Sie beurteilen. Angesichts der Tatsache, dass das Arbeitsverhältnis bereits gekündigt ist, empfehle ich Ihnen, eine Freistellungsvereinbarung mit Kompensation/Verrechnung allfälliger Überstunden- und Ferienguthaben mit dem entsprechenden Mitarbeiter zu prüfen. Die Freistellungsvereinbarung verhindert jedoch nicht die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses bei allfälliger krankheits- oder unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers. Diese Verlängerung könnte nur mit einer Aufhebungsvereinbarung ausgeschlossen werden, jedoch müsste dieser Kündigungsschutzverzicht auf Seiten des Arbeitnehmers mit etwa 1 zusätzlichen Monatslohn abgegolten werden.

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von drei bis fünf Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich oder buchen Sie eine telefonische Besprechung (Premium Service) mit mir.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Samuel Bohtz und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.