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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 50
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Ich habe vor zwei Jahren bei meiner Schweizer Bank

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe vor zwei Jahren bei meiner Schweizer Bank betrügerische Aktienabwicklungen und gegen das schweizer Bankengeheimnis verstossende Feststellungen gemeldet. Da die Bank, die Feststellungen welche mir durch Finanzexperten und auch durch den Banken Ombudsmann bestätigt wurden, abstritt hatte ich eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft platziert. Dieses Verfahren habe ich dann wegen der hohen Kostenfolgen abbrechen müssen.Aktuell bin ich daran, wegen neuen Zeugenaussagen den Fall wieder aufzurollen. Die Bank will nun, um Beweise möglichst unter die Decke zu wischen, meine Konto löschen. Das Schreiben habe ich vor zwei Wochen erhalten.
Mit welcher Argumentation kann ich die Löschung des Kontos rechtlich durchsetzen?

Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

 

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

 

Die Bank, wie auch der Kunde, darf den Kontovertrag unter Einhaltung der vereinbarten Frist saldieren. Mir ist leider so kein Rechtsanspruch bekannt, wonach sich der Bankkunde gegen die Kontosaldierung wehren kann. Ich bedaure, Ihnen keinen besseren Bescheid geben zu können.

 

Unabhängig der Auflösung der Bankverbindung, gilt auch in Ihrem Fall:

 

Aufbewahrungsfrist: Wie alle buchführungspflichtigen Unternehmen müssen auch Banken Geschäftsakten, mithin Buchungsbelege und Geschäftskorrespondenz aufbewahren. Diese Aufbewahrungspflicht gilt nicht unbeschränkt, sondern ist nach Art. 958f OR auf die Dauer von zehn Jahren beschränkt (https://bit.ly/2xkbZD3).

 

Umfassendes Auskunftsrecht: Nach Art. 8 DSG und BGE 138 III 425 (https://bit.ly/2UeLNm5) steht Bankkunden ein umfassendes Auskunftsrecht gestützt auf Art. 8 des Datenschutzgesetz (https://bit.ly/2vKdKsJ) zu. Demnach sind die Banken verpflichtet, alle Dokumente offenzulegen, welche Personendaten enthalten. Ausgenommen von dieser Offenlegungspflicht sind lediglich die internen Notizen der Kundenberater, die diesen nur zum persönlichen Gebrauch und als Gedächtnisstützen dienen. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht der Anspruch auf das umfassende Auskunftsrecht des Bankkunden bis zur Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens, in aller Regel somit bis zur Einleitung des Verfahrens vor der/dem Schlichtungsbehörde/Friedensrichter.

 

Verwenden Sie zur Geltendmachung des umfassenden Auskunftsrechts die Musterschreiben des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten: https://bit.ly/2wvOOp2. Zu beachten ist, dass das Bankinstitut nach Art. 2 VDSG eine maximale Kostenbeteiligung von CHF 300 erheben darf (https://bit.ly/2xjp4MU).

 

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ich Ihnen zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von drei bis fünf Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich oder buchen Sie eine telefonische Besprechung (Premium Service) mit mir.

 

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

 

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