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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 118
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Mein Sohn 4.5 Jahre hat eine Besuchsrechtsbeiständin, da die

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Sohn 4.5 Jahre hat eine Besuchsrechtsbeiständin, da die Situatio zwischen dem Kindsvater und mir extrem strittig ist. Die Beiständin weiss ganz allgemein, dass ich nicht möchte, dass der Kindsvater meine Telefonnummer kennt und dass er so wenig wie möglich über mich und mein Leben wissen soll.

Ende November habe ich aufgrund der extrem schwierigen Situation entschieden, den Sohn nicht mehr zu mir zu nehmen.

Nun bin ich im Spital und die Beiständin vom Sohn hat dem Kindsvater mitgeteilt, in welchem Spital ich bin. Dies obwohl es keinerlei Grund dafür gab, v.a. da ich den Sohn nicht mehr sehe und die Bekanntgabe meines Aufenthaltortes für alfällige Besuche daher nicht nötig gewesen ist.

Darf sie meinen Aufenthaltsort ohne meine Einwilligung und ohne berufliche Notwendigkeit einfach weiter geben? Falls nicht, habe ich eine Möglichkeit dagegen vorzugehen?

Das Sorgerecht liegt in schulischen und medizinischen Belangen ausschliesslich beim Vater, den Rest des Sorgerechts haben wir gemeinsam.

Sehr geehrte Fragestellerin

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Vorerst wünsche ich Ihnen gute Genesung.

Gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Das Zivilgesetzbuch (ZGB) enthält keine Bestimmung, die explizit den von Ihnen erwähnten Sachverhalt regelt. Daher muss Ihre Frage anhand der Auslegung von bestehenden Regelungen sowie der Rechtsgüterabwägung beantwortet werden.

Gemäss dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt bestand für die Besuchsrechtsbeiständin keine Notwendigkeit, weder Ihren aktuellen Aufenthaltsort noch Ihren Gesundheitszustand mitzuteilen. Eine Einwilligung Ihrerseits bestand ebenfalls und selbstredend nicht. Die Weitergabe dieser Informationen erscheint daher als illegal, mindestens aber als unangemessen.

Vorerst empfehle ich Ihnen, diesen Sachverhalt direkt mit der Beiständin oder mit dem Verantwortlichen des Vereines im Rahmen der begleiteten Besuchstage, zu besprechen und ihr klar mitzuteilen, dass Sie dieses Vorgehen nicht akzeptieren und in Zukunft nicht mehr wünschen.

Falls das zu keiner Lösung führt, können Sie eine Meldung an die zuständige KESB (diejenige, welche die Besuchsrechtsbeiständin verfügt hat), machen. In Ihrer Meldung an die KESB können Sie verlangen, dass diese einen Entscheid (schriftlich und mit Begründung) fällt – sofern es sich dabei um eine wichtige Frage geht. Dieser Entscheid kann dann mit einer Beschwerde gerichtlich angefochten werden. Sofern Sie mit der Besuchsrechtsbeiständin nicht weiterkommen oder es sich bereits um wiederholte Fehlentscheidungen ihrerseits handelt, können Sie alternativ prüfen, ob Sie den Fall der KESCHA https://kescha.ch/de/ anmelden wollen.

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von drei bis fünf Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich oder buchen Sie eine telefonische Besprechung (Premium Service) mit mir.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Wie meinen Sie das mit dem Entscheid der KESB? Also dass die KESB nachträglich einen Entscheid formulieren müsste, warum die Auskunft der Beiständin an den Kindsvater über meinen Spitalaufenthalt nötig war?
Und was könnte die KESCHA in diesem Fall tun, wenn ich mich an sie wende?

Sehr geehrte Fragestellerin

Besten Dank für Ihre beiden Nachfragen, die ich wie folgt beantworte:

  • Sie können den Vorfall der zuständigen KESB mitteilen und dort verlangen, dass Ihre Meldung von dieser schriftlich beantwortet wird.
  • Die KESCHA ist eine der wenigen professionellen Anlaufstelle, die Sie insbesondere für den aussergerichtlichen Bereich umfassend beraten kann: https://kescha.ch/de/wie-kann-mir-die-kescha-helfen/.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Samuel Bohtz und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.