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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 6
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Meine Frage zum Erbrecht:

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Frage zum Erbrecht:

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Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Damit ich Ihnen weiterhelfen kann, benötige ich Ihre Frage.

Wie lautet Ihre Frage?

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Frage lautet : " Gibt es eine Gesetzesgrundlage bzw. einen aktuellen Gerichtsentscheid für die Praxis, dass ein
nach ZGB verjährtes Darlehen im Erbgang trotzdem Ausgleichspflichtig ist ? "
" Sind auch die nichtbezahlten Zinsen ausgleichspflichtig? "

Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Die Nachkommen sind nach Art. 626 Abs. 2 ZGB verpflichtet, was sie als Erbvorbezug oder sonstige Zuwendungen aus dem Vermögen des Verstorbenen ­erhalten haben, gegenüber ihren Geschwistern aus­zugleichen. Übliche Gelegenheitsgeschenke und Unterstützung für die Ausbildung sind nicht auszugleichen, sofern sie das übliche Mass nicht übersteigen.

Bei den übrigen gesetzlichen Erben wird die Ausgleichungspflicht nicht vermutet. Das gilt auch für den hinterbliebenen Ehegatten.

Der Erblasser kann die Nachkommen von der Ausgleichungspflicht befreien. Das muss er aber ausdrücklich tun. Z.B. im Testament verfügen, was nicht ausgleichspflichtig ist. Oder er kann in ­einem Schenkungsvertrag anordnen, dass die Zuwendung nicht ausgleichspflichtig ist.

Der Erblasser darf seine Nachkommen ungleich behandeln. Solange die Pflichtteile gewahrt bleiben, können die anderen Erben sich gegen solche Anordnungen nicht wehren. Wenn aber ihr Pflichtteil verletzt wird, können sie mit der Herabsetzungsklage wenigstens diesen Betrag herausverlangen. Die Herabsetzungsklage muss innert eines Jahres seit Kenntnis der Erben von der Verletzung ihrer Rechte und spätestens zehn Jahre seit der Testamentseröffnung (bei Zuwendungen zu Lebzeiten seit dem Tode) erhoben werden.

Massgebender Ausgleichungswert ist der Vermögenswert am Todestag des Erblassers.

Der Anspruch auf Ausgleichung ist grundsätzlich unverjährbar. Nach der Erbteilung kann aber die Ausgleichung nicht mehr verlangt werden.

Eine Ausgleichungspflicht besteht auch, wenn der Erblasser auf etwas verzichtet hat, was ihm gegenüber dem Erben zugestanden hätte. Hat bspw. der Vater dem Sohn ein Darlehen gewährt und verzichtet er danach auf die Rückzahlung, hat der Sohn das Darlehen im Erbfall grundsätzlich auszugleichen. Ist das Darlehen zinslos, sind die (hypothetischen) Zinsen aber keine auszugleichende Zuwendung, da der Vater nur dann Anspruch auf Zinsen hätte, wenn diese vereinbart worden wären. Haben Vater und Sohn aber Zinsen vereinbart und der Vater fordert diese später nicht ein, verzichtet der Vater auf Geld, auf das er ein Recht hätte. In diesem Fall sind die Zinsen im Erbfall auszugleichen.

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von 3-5 Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 6
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