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Samuel Bohtz
Samuel Bohtz,
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 6
Erfahrung:  Rechtsanwalt at Einfachrecht
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Samuel Bohtz ist jetzt online.

Darf ein Vater Anspruch auf eine Woche Urlaub mit den

Diese Antwort wurde bewertet:

Darf ein Vater Anspruch auf eine Woche Urlaub mit den Kindern haben wenn diese gerade 5Monate jung sind und von der Mutter gestillt werden? Zudem leidet der Vater unter Depressionen, hat ein Agressionsproblem und trinkt dann in solchen Situationen.

Sehr geehrte Fragestellerin

Sehr geehrter Fragesteller

Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Während der Mutterschaftsurlaub für erwerbstätige Mütter gesetzlich verankert ist, ist der Anspruch auf einen Vaterschaftsurlaub bekanntlicherweise (noch) nicht gesetzlich geregelt. Vermehrt bieten Arbeitgeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor werdenden Vätern jedoch die Möglichkeit an, nach der Geburt ihres Kindes einen Vaterschaftsurlaub zu beziehen. Die Regelungen sind von Arbeitsvertrag zu Arbeitsvertrag unterschiedlich geregelt und können deshalb hier nicht weiter dargestellt werden. Üblicherweise sind 1-2 Tage Vaterschaftsurlaub. Konsultieren Sie für die genauen Regelungen Ihren Arbeitsvertrag oder wenden Sie sich an Ihre Personalabteilung, wenn Sie wissen möchten, welche Möglichkeiten bestehen bzw. welche Möglichkeiten Ihnen Ihr Unternehmen bieten kann – z.B. eine Vereinbarung mit unbezahlten Ferientagen.

Dessen ungeachtet besteht natürlich immer die Möglichkeit, die regulären Ferien zu beziehen.

Ebenfalls kann sich der Arbeitnehmer aus medizinischen oder psychiatrischen Gründen (bspw. Depression) von der Arbeit dispensieren lassen. Die Arbeitsunfähigkeit bestimmt der Arzt bzw. Psychiater. Üblicherweise verlangen die Arbeitgeber spätestens nach dem dritten Tag Arbeitsunfähigkeit ein Arztzeugnis. Im Zweifelsfalle kann der Arbeitgeber bzw. die Krankentaggeldversicherung einen Vertrauensarzt aufbieten, wobei der Arbeitgeber keine über die Bestätigung/Ablehnung des ursprünglichen Arztzeugnisses hinausgehenden Informationsrechte hat, insbesondere nicht betreffend der Diagnose.

Den Arbeitgeber trifft ebenfalls eine Fürsorgepflicht nach Art. 328 OR. So hat „der Arbeitgeber im Arbeitsverhältnis die Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu achten und zu schützen, auf dessen Gesundheit gebührend Rücksicht zu nehmen und für die Wahrung der Sittlichkeit zu sorgen.“ Bei Verletzung dieser Fürsorgepflichten kann der Arbeitgeber auch haftpflichtig werden. Diese Fürsorgepflicht trifft den Arbeitgeber bezüglich seinen Arbeitnehmern im Arbeitsverhältnis. Der Arbeitgeber trifft mitunter keine Fürsorgepflicht betreffend Konstellationen ausserhalb des Arbeitsverhältnisses. Insbesondere nicht betreffend bestehenden oder drohenden Erkrankungen oder Aggressionsproblemen des Arbeitnehmers/Vaters, welche nicht in kausalem Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis stehen. Aus rechtlicher Sicht vermag ich daher keine rechtliche Anspruchsgrundlage ersehen, mit der bestehenden oder drohenden Aggression des Arbeitnehmers und Vaters einen Vaterschaftsurlaub zu verhandeln oder zu verlangen.

Selbstverständlich müssen Sie sich vom Kindsvater in keinerlei Art und Weise bedrohen lassen oder gar häusliche Gewalt dulden – unabhängig einer potentiellen Erkrankung des Vaters. Sofern eine solche oder ähnliche Bedrohungskonstellation vorliegen sollte, rate ich Ihnen dringend, sich umgehend mit der nächsten Opferberatungsstelle in Verbindung zu setzen.

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von 3-5 Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Abend, meine Frage hatte nichts mit dem Vaterschaftsurlaub oder solches zu tun. Er würde mir die Zwillinge am liebsten weg nehmen, jedoch kein Grund besteht. Nun möchte er obwohl noch keine offizielle Trennung besteht und auch nich nichts geregelt wurde, die Kinder im September eine Woche mit in den Urlaub nehmen. Er kümmert sich jedoch schon jetzt nicht um die Kleinen und da ich noch stille finde ich es erst recht keine gute Idee. Schon garnicht wenn er sich gesundheitlich nicht im Griff hat.

Sehr geehrte Fragestellerin

Herzlichen Dank für Ihre Nachfragen, die ich gerne beantworte:

So wie ich Ihre Nachfragen verstehe, geht es um eine Klärung mit dem Kindsvater über das Besuchsrecht mit den Kindern im Herbst. Selbstverständlich darf der Kindsvater die Kinder nicht gegen Ihren oder deren Willen in die Ferien nehmen. Aus kinderschutzrechtlicher Sicht ist es zudem fraglich, ob Ihr Partner aufgrund des geschilderten Gemüts- und Gesundheitszustandes überhaupt in der Lage ist, die Kinder angemessen betreuen zu können.

Um Ihre Anliegen abschliessend zu klären, bedarf es vorerst einer gründlichen Abklärung aller Umstände sowie gegebenenfalls der Durchführung des Trennungsverfahrens, in dem u.a. dann auch das Besuchsrecht und vieles mehr geregelt werden.

Sofern Sie sich derzeit mit dem Kindsvater nicht einigen können, empfehle ich Ihnen folgendes Vorgehen: Wenden Sie sich baldmöglichst direkt an die Person beim Sozialdienst Ihrer Wohnsitzgemeinde, welche für die Kinder- und Erwachsenenschutzbelange zuständig ist. Bei kleineren Gemeinden an den Sozialdienst. Die dortigen Sozialarbeiter/innen werden mit Ihnen die weiteren Massnahmen aufgleisen – insbesondere auch in Absprache mit der zuständigen KESB (Regelung Besuchsrecht, begleitetes Besuchsrecht, etc.).

Konnte ich Ihnen mit meiner Auskunft weiterhelfen? Dann danke ***** ***** zum Voraus für die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von 3-5 Sternen), damit die Vergütung ausgelöst werden kann. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Samuel Bohtz

Sehr geehrte Fragestellerin

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RA lic. iur. Samuel Bohtz

Samuel Bohtz und weitere Experten für Schweizer Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja vielen Dank.