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Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3889
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
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suche einen Experten der sich mit der Krankenversicherung in der schweiz auskennt.

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RA lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Wenn man aus deutschlabd in die schweiz zieht und eine gesetzl krankenversicherung anmeldet, erfolgt dann eine gesundheitsprpfubg bzw akteneinsicht der alten versicherung?

Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Das Krankenversicherungssystem in der Schweiz ist etwas anders, als das in Deutschland (wo zwischen gesetzlicher und privater Versicherung unterschieden wird).

In der Schweiz wird zwischen obligatorischer Grundversicherung (Krankenkasse nach Krankenversicherungsgesetz, KVG) und freiwilliger Zusatzversicherung (Privatversicherung nach Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag, VVG) unterschieden. Ausserdem unterscheidet das Schweizer Recht zwischen Krankheit und Unfall, weshalb eine separate Unfallversicherung abzuschliessen ist.

Die obligatorische Krankenversicherung nach KVG ist grundsätzlich verpflichtend: Jede Person, die in der Schweiz Wohnsitz nimmt, muss eine Krankenkasse (KVG) abschliessen. Die Krankenkassen nach KVG sind gesetzlich verpflichtet, jede Person auszunehmen. Der Versicherte darf unter den gelisteten Krankenkassen wählen und darf die Franchise festlegen (Franchise = Kostenbeteiligung des Versicherten pro Jahr, ist wählbar zwingen 300, 500, 1'000, 1'500, 2'000 oder 2'500 Franken). Eine Gesundheitsprüfung oder Akteneinsicht bei der deutschen Krankenversicherung erfolgt nicht, der Versicherer ist zur Aufnahme verpflichtet.
Die Prämien der Grundversicherung sind je nach Krankenkasse, Wohnort, Geschlecht und Alter anders. Kein Einfluss hat der Gesundheitszustand bzw. die medizinische Vorgeschichte.

Die gesetzliche Krankenkasse deckt aber nicht alles ab (insbesondere nicht alle Art von Zahnbehandlungen oder Alternativmedizinkosten). Auch hat der Versicherte unter Umständen keine freie Krankenhauswahl (sog. Listenspitäler).

Anders ist es bei der Zusatzversicherung. Bei Zusatzversicherung besteht für den Versicherer keine Aufnahmepflicht. In der Regel erfolgt eine Gesundheitsprüfung, meist auf der Basis eines Fragebogens, zu dessen wahrheitsgemässen Beantwortung der Versicherte verpflichtet ist. Bei unvollständiger oder unrichtiger Auskunft können Leistungen der Zusatzversicherung verweigert werden. Der Zusatzversicherer kann Vorbehalte anbringen.

Beachten Sie: Mit Abschluss der obligatorischen Krankenkasse haben Sie nicht automatisch Schutz im Falle von Unfall. Falls Sie in der Schweiz arbeiten, muss Ihr Arbeitgeber Sie gegen Berufsunfälle versichern. Falls Sie mehr als 8 Stunden pro Woche in der Schweiz arbeiten, ist ihr Arbeitgeber ausserdem verpflichtet, sie auch gegen Nichtberufsunfälle zu versichern. Falls Sie weniger als 8 Stunden pro Woche arbeiten, müssen Sie sich selber gegen Nichtberufsunfälle versichern. Jede obligatorische Krankenkasse bietet eine Minimallösung zur obligatorischen Grundversicherung. Eine Gesundheitsprüfung erfolgt in der Regel nicht, da Spätfolgen von Unfällen entweder von ihrem alten Versicherer getragen werden oder als Krankheit behandelt werden.

Beachten Sie, dass für gewisse Personengruppen die Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz möglich ist, soweit eine der schweizerischen Grundversicherung mindestens gleichwertige ausländische Versicherung beibehalten wird. Dies kann unter Umständen auch dann in Betracht kommen, wenn Sie aufgrund Ihres Alters oder Ihrer medizinischen Vorgeschichte keine Chance haben, in der Schweiz noch gleichwertigen Versicherungsschutz zu erlangen.

Zusammenfassend gibt es also nur bei der freiwilligen Zusatzversicherung eine Gesundheitsprüfung, welche gegebenenfalls auch zur Akteneinsicht bei Ihrem bisherigen deutschen Versicherer führt. Übrigens ist die Akteneinsicht nur dann möglich, wenn Sie hierzu Ihr Einverständnis erteilen (oder im Extremfall auf gerichtliche Anordnung). Bei der Grundversicherung (obligatorische Krankenkasse) gibt es kein Recht auf Ablehnung durch den Versicherer und auch keine Gesundheitsprüfung.

Gerne hoffe ich, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Über die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von 3-5 Sternen würde ich mich sehr freuen).

Freundliche Grüsse
RA lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
habe nur Angst da ich vor Jahren eine psychotherapie wegen angststörung hatte die geheilt wurde. ob das auswirkungen hat dass ich in der schweiz nicht unfall oder krankenversichert werden kann. in deutschland wäre das kein problem. bleibt das gespräch und die information in ihrer schweigepflicht?

Sehr geehrte(r) JustAnswer-Nutzer(in)

Ihre Ergänzungsfrage beantworte ich gerne wie folgt:

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Ich selber unterliege natürlich dem Berufsgeheimnis, darf also keine Informationen weitergeben, die mir im Zusammenhang mit meinem Beruf zugekommen sind.

Ihre Angst ist aber unbegründet. Die obligatorische Kranken- bzw. Unfallversicherung nach KVG erhalten Sie problemlos, auch ohne Gesundheitsprüfung. Ihre Vorgeschichte und frühere Therapien in Deutschland sind völlig irrelevant.

Wie gesagt könnte es aber unter Umständen schwieriger werden, eine Zusatzversicherung abzuschliessen, da Sie bei einer Gesunheitsprüfung Angaben zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte machen müssen. Selbst das halte ich aber für unwahrscheinlich. Gegebenenfalls wird eine private Zusatzversicherung aber einen Verbehalt für Versicherungsleistungen anbringen, die im Zusammenhang mit der bereits früher diagnostizierten Erkrankung in einem Zusammenhang steht.

Gerne hoffe ich, Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu haben. Über die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von 3-5 Sternen würde ich mich sehr freuen).

Freundliche Grüsse
RA lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.

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