So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Advokaturbüro.
Advokaturbüro
Advokaturbüro, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 3872
Erfahrung:  Gebiete des Schweizer Zivilrechts, v.a. allgemeines und besonderes Vertragsrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, SchKG
54307587
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Schweizer Recht hier ein
Advokaturbüro ist jetzt online.

Sind seit 18 Jahren verheiratet. Seit 8 Jahren hat meine

Kundenfrage

Sind seit 18 Jahren verheiratet. Seit 8 Jahren hat meine Frau eine Festanstellung. Vorher musste so gut wie nichts an Monatlichen Auslagen zahlen. Das wenige wo sie gab, war ihr schon zuviel. Habe ein Familienbudgeterhebung gemacht dem will sie auch nicht volgeleisten.
konnten uns zwar auf einen monatlichen Beitrag einigen, macht jetzt aber selber Abzüge.
Von ihrem Geld, dass sie auf die Seite schafft, behauptet sie habe keins. Ich selber weiss aber dass da mindestens 100 000 Fr. sein müssen. wenn man sie darauf anspricht, reagiert sie aggresiv. Hetzt sogar ihren Sohn aus 1.Ehe auf mich. Droht nicht mehr Arbeiten zu gehen oder will sich Scheiden lassen. Reden seit 1 Monat nicht mehr miteinander.?
Weiss nicht mehr weiter. Sind noch 2 Töchter von mir im gleichen Haushalt. Der einen sie so gut wie nichts kauft. Um die Kosten Standzuhalten habe ich angefangen Kredite aufzunehmen, was aber auf längere Zeit nicht klappt auf einen grünen Zweig zu gelangen.
Das kann es doch nicht sein?

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Schweizer Recht
Experte:  Advokaturbüro hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter JustAnswer-Nutzer

Aufgrund Ihrer Angaben kann ich Anfrage mit folgender Auskunft beantworten:

Offenbar fehlt es zwischen Ihnen und Ihrer Frau an einer finanziell fairen Regelung bzw. an der korrekten Umsetzung der Regelung.

Juristisch scheint mir die Drohung Ihrer Frau, nicht mehr arbeiten zu gehen, ein zahnloser Tiger. Nach der Rechtsprechung der Gerichte wird im Rahmen der Unterhaltsberechnung einem Ehegatten grundsätzlich jenes Einkommen angerechnet, dass er erzielt oder das er zu erzielen absichtlich unterlässt. Falls Ihre Frau ihre Festanstellung freiwillig aufgibt und es unterlässt, ein zumutbares Einkommen zu erzielen, so ist das zu ihrem eigenen Nachteil; jedenfalls dann, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung über Trennung-/Ehegattenunterhalt kommt.

Im Rahmen eines Trennungs-/Eheschutz- oder Scheidungsverfahrens kann gerichtlich auch die Offenlegung aller Vermögenswerte verlangt und durchgesetzt werden. Weigert sich ein Ehegatte, sein Vermögen bzw. seine Ersparnisse offenzulegen, besteht die Möglichkeit, eine gutachterliche Anlayse der Finanzströme bzw. Kontobewegungen zu erstellen. Daraus lässt sich in der Regel herauslesen, dass irgendwo noch Geld "versteckt" sein muss.

Wie Sie richtig schreiben, kann es nicht sein, dass Sie sich verschulden müssen, um für den Unterhalt der Familie aufzukommen. So sieht nämlich auch das Gesetz in Art. 163 Abs. 1 ZGB ausdrücklich vor, dass die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Familie sorgen. Das bedeutet, dass sich Ihre Frau genauso am Unterhalt für die Familie beteiligen muss, wie sie, sei dies durch Geld oder durch Naturalleistung (in Form von Erziehung, Haushaltsführung etc.). Ausserdem gilt grundsätzlich das Prinzip, dass mehrere Kinder gleich zu behandeln sind. Es kann daher nicht angehen, dass Ihre Frau ohne sachlichen Grund eine Ihrer gemeinsamen Töchter finanziell mehr unterstützt als die andere. Ebenso wenig kann es angehen, dass Ihre Frau ihren Sohn aus erster Ehe den gemeinsamen Kindern vorzieht.

Mangels eine konkreten Frage, fällt es mir hier schwer, Ihnen einen Tipp zu geben. Möglicherweise ist Ihnen zur Einleitung eines Eheschutzverfahrens zu raten, in dem die Unterhaltspflichten von Ihnen und Ihrer Frau fair und verbindlich festgelegt werden. Falls bereits eine gültige Vereinbarung besteht, ist zu prüfen, ob diese allenfalls aufgrund von veränderten Verhältnissen angepasst werden muss.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft für s Erste weitergeholfen zu haben. Für weitere, konkretere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Über die positive Bewertung meiner Antwort (Anklicken von drei bis fünf Sternen) würde ich mich sehr freuen.

Freundliche Grüsse

RA lic. iur. Reto Aschwanden, LL.M.