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Kategorie: Schweizer Recht
Zufriedene Kunden: 13
Erfahrung:  Anwalt
101021209
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Ich habe vor 10 Jahren meinen Führerschein in DE gemacht und

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe vor 10 Jahren meinen Führerschein in DE gemacht und ihn leider schon nach etwa 6 Monaten in der Probezeit wegen einem positiven THC Test der Polizei wieder abgeben müssen mit anschließender Erteilung einer MPU inkl. 1 Jahr drogenabstinenz Nachweis.

Das habe ich dann anschließend auch getan, habe aber leider die MPU wegen einem positiven THC Test nicht bestanden.
Ich weiß, dass war wirklich dumm von mir!

Jetzt wohne ich mittlerweile seit 4 Jahren in der Zentralschweiz und würde hier gerne meinen Führerausweis neu machen.

Meine Frage ist jetzt:

Wie ehrlich soll ich sein beim Ausfüllen des Antrags zur Erteilung einen Lernfahrausweises!?
Soll ich die Frage ob ich schon mal ein Lern- oder Führerausweis besessen habe mit Ja oder Nein beantworten!?

Wenn ich es mit Ja beantworte muss ich aber auch die Fragen bezüglich eines früheren Problems bzgl. Drogenkonsum usw mit Ja beantworten! Was kommt dann alles auf mich zu bis ich den Lernfahrausweis machen kann!? Und welche Kosten in etwa!?

Wenn ich allerdings alles mit Nein beantworte...in wie fern prüft das die Zulassungsstelle!? Wie ist der Informationsaustausch zwischen den Stellen in CH und DE!? Gibt es überhaupt noch Informationen nach 10 Jahren!? Erwarten mich erhebliche Strafen bzw. Nachteile zum Erwerb des Lernfahrausweises wenn es rauskommt was ich nicht ganz ehrlich war!?

Ich würde einfach gerne von Anfang an alles möglichst richtig machen ohne dabei meine alten Lasten zu verraten!

Ich wäre wirklich sehr froh über eine fachlich kompetente Antwort zu meinem Fall!

Vielen herzlichen Dank im Voraus!

Ich kann Ihnen natürlich nicht sagen, ob die schweizerischen Behörden auch wirklich alles erfahren, was in Deutschland schon an Administrativmassnahmen gelaufen ist, besonders wenn es schon so lange zurückliegt, jedoch kann ich aus Erfahrung sagen, dass im Normalfall die Schweizer Behörden über die deutschen Massnahmen bestens Bescheid wissen und diese auch in der Schweiz entsprechend umsetzen. Das würde bedeuten, dass Sie in der Schweiz wieder zur verkehrsmedizinischen Untersuchung aufgeboten werden. Wenn Sie einen neuen Lernfahrausweis beantragen, die Fragen nicht wahrheitsgetreu beantworten und es kommt heraus, riskieren Sie im schlimmsten Fall ein Strafverfahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung, im mildesten Fall eine Abweisung des Gesuchs um Ausstellung eine Lernfahrausweises.

Eine MPU in Deutschland kommt zum Schnäppchenpreis im Bereich von 1000 Euro, in der Schweiz kann man für das ganze Verfahren, einschliesslich Administrativkosten gut und gerne 10'000 Franken auslegen. Von dem her würde sich die nochmalige Absolvierung der MPU in Deutschland, falls das ohne Wohnsitz in Deutschland zulässig ist, durchaus auch noch anbieten. Den deutschen Führerschein kann man problemlos in einen Schweizer Führerschein umtauschen.

Innerhalb Europas sind die Strassenverkehrsämter untereinander bereits ziemlich gut vernetzt. Es macht deshalb wenig Sinn zu hoffen, dass ein Entzug im einen europäischen Land in einem anderen europäischen Land unbekannt bleibt. Dagegen wird ein aussereuropäischer Entzug in der Regel nicht gemeldet.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und Entschuldigung dass ich erst jetzt Antworte.Was würden Sie mir jetzt Ihrer Meinung nach empfehlen!? Sollte ich also das Gesuch auf jeden Fall lieber wahrheitsgemäß beantworten bevor ich eine Busse oder Strafe bekomme!?Da ich ja wie geschrieben in der Zentralschweiz lebe und arbeite (100% Pensum), ist die wiederholte MPU mit Drogenscreenings in Deutschland für mich leider kaum realisierbar da zudem meine Arbeitgeber darüber nichts wissen.Wie kommen Sie eigentlich auf denn für mich ziemlich hoch kalkulierten Betrag von 10.000 CHF!?
Ich habe etwas im Internet recherchiert und habe eine solche ärztlich psychologische Untersuchungen für etwa(###) ###-####CHF gefunden. Was würde denn laut ihrer Erfahrung noch alles vom Strassenverkehrsamt auf mich zu kommen das ich bei 10.000 CHF lande!?Vielen Dank für Ihr bemühen und Ihre Zeit meinen Fall zu bearbeiten.Freundliche Grüsse

- Kosten: Das ist eher die Obergrenze, wenn viele verkehrsmedizinische Untersuchungen gefordert werden. Für jede Untersuchung wird in der Regel ein Depot von CHF 1'500.00 fällig. Es sind nicht verkehrspsychologische Untersuchungen, sondern Drogenscreenings. Dabei müssen Haar- oder Urinproben abgegeben werden. Allfällige Administrativgebühren der Strassenverkehrsämter sind ebenfalls recht hoch. Was das Strassenverkehrsamt genau verfügen wird, kann ich natürlich nicht abschätzen. Bei Ihnen fallen die Administrativgebühren möglicherweise weg.

- Ich kann Ihnen aus berufsethischen Gründen keine andere Empfehlung abgeben, als die Fragen wahrheitsgemäss zu beantworten. Falls Sie etwas anderes versuchen wollen, ist dies Ihr Risiko. Ich gebe Ihnen allerdings zu bedenken, dass die Strassenverkehrsämter in der Regel wissen, was im Ausland verfügt wurde. Lediglich die lange Zeitperiode von 10 Jahren könnte zur Folge haben, dass der Fall gar nie im System erfasst worden ist.

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