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RA Lackner
RA Lackner, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 60
Erfahrung:  Expert
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RA Lackner ist jetzt online.

Guten Morgen! Fachassistent(in): Guten Morgen. Wie kann ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen!
Fachassistent(in): Guten Morgen. Wie kann ich Ihnen helfen?
Fragesteller(in): Mein Frage wäre:
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Unser Vater ist am 16.10.2021 verstorben und hat ein Testament hinterlassen. Erbberechtigt lt. diesem sind seine leibliche Tochter, ich - als Stieftochter sowie meine Tochter. Sein Sohn, hat lt. Testament nur Anspruch auf den halben Pflichtanteil. Meine Frage wäre jetzt vor allem, hat seine leibliche Tochter, zusätzlich zum Erbanteil (1/3) lt. Testament auch Anspruch auf zusätzlich den Pflichtanteil und wie hoch wäre dieser. Herzlichen Dank! (wir Kinder leben alle in Niederösterreich bzw. der Sohn in Wien, das zuständige Gericht ist aber Schladming, da meine Eltern bis zuletzt dort gelebt haben. DANKE
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Vielleicht noch wichtig, seine Gattin/meine Mama ist am 31.05.21 verstorben - und lt. Testament ergeht ihr Erbe, bis auf die Pflichtanteile an Ihre Kinder, zur Gänze in die Verlassenschaft von Papa.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank ***** ***** Anfrage über JustAnswer.

Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft. Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Wenn zwei leibliche Kinder und sonst keine Pflichtteilsberechtigten vorhanden sind beträgt der jeweilige Pflichtteil 1/4. Ein über den Erbteil  hinausgehender Pflichtteils(ergänzungs)anspruch besteht nur, wenn der Pflichtteil nicht durch den Erbteil bereits gedeckt ist. In Ihrem Fall ist der Pflichtteil für die leibliche Tochter 1/4. Dieser Pflichtteil ist durch 1/3 des Erbes bereits gedeckt.

Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 4 oder 5 Bewertungssternen). Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Danke! Nur nochmal, damit ich hier nichts falsch verstehe ... dh. hier hat das Testament Vorrang. Vom Erbe nach Berücksichtigung aller Aktiva und Passiva erhält mein Stiefbruder lt. Testament den 1/2 Pflichtanteil = 1/8, der Rest wird zu gleichen Teilen zwischen meiner Stiefschwester, mir und meiner Tochter aufgeteilt. Meine Stiefschwester erhält nicht noch zusätzlich den Pflichtanteil? Sorry, aber es geht hier leider um einen sechsstelligen Eurobetrag und leider, je höher die Summen, umso kritischer ist es und vom Notar, der die Verlassenschaften meiner beiden Eltern abgewickelt hat, ist und war die Unterstützung mehr als Mangehaft (vll auch auf die Distanz zurückzuführen - ich weiß es nicht) DANKE für Ihre Hilfe und die rasche Antwort! lg

Sofern keine Bedenken gegen die Richtigkeit und Aktualität des Testaments bestehen, ist das Testament vorrangig anzuwenden.

Ob der Pflichtteil des Sohnes berechtigterweise gekürzt wurde, kann ich nicht beurteilen. Grundsätzlich steht auch dem Sohn 1/4 an Pflichtteil zu. Die von Ihnen beschriebene Rechnung stimmt aber dem Grunde nach. Rechnerisch erhalten Sie, ihe Tochter und die Tochter des Erblassers 1/3 von von dem, was nach Abzug des Pflichtteiles des Sohnes übrig bleibt.

Beim Drittel der Tochter des Erblassers wird dann überprüft ob damit der Pflichtteil gedeckt wurde. Wenn das der Fall ist, erhält sie nichts mehr. Nach meiner Rechnung müsste das auch der Fall sein, wenn der Sohn sein ganzes 1/4 an Pflichtteil erhält. Wenn der Sohn nämlich 1/4 erhielte. Würden 3/4 übrig bleiben, die auf drei Erben verteilt werden können. Dh die Tochter des Erblassers erhielte 1/4 als Erbteil, was genau ihrem Pflichtteil entspricht.

Diese Angelegenheiten sind rechnerisch und inhaltlich oft nicht ganz einfach. Sollten Sie noch Beratung oder Vertretung wünschen, melden Sie sich bitte gerne auch telefonisch bei mir unter 01/5033703.

Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 4 oder 5 Bewertungssternen). Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen

-Rechtsanwalt-

RA Lackner und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Herzlichen Dank! Ich weiß, dass unser Sachverhalt nicht einfach ist. Vor allem erschwerdend kommt noch dazu, dass die Verlassenschaft meiner Mutter nicht abgeschlossen wurde, weil mein Vater währenddessen verstorben ist. Mein Bruder erhält lt. Testament nur die Hälfte des Pflichtanteils, weil seit rd. 20 Jahren kein Kontakt war und er hat sich beim Eröffnen damit einverstanden erklärt. Nochmals Danke für die Unterstützung! lg. M.Pfister

Gerne