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RATraub
RATraub, Magister
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 21123
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Guten Abend, Ich habe Frage zum Uniqa Versicherung. Eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
Ich habe Frage zum Uniqa Versicherung. Eine ältere Dame (Ludomira Gandl, derzeit 88 Jahre alte Frau) hatte seit 45 Jahren laufende Versicherung bei UNIQA Polizze: 788/0293799-1, welche aufgrund von Prämien Zahlungsverzug gekündigt ist. Für diesen Rückstand sind beide Seiten verantwortlich: Die Versicherte und die UNIQA Versicherung. Die Versicherte musste zwangsweise und ungeplant in Polen aufgrund von Corona Pandemie und krankheitsbedingt über 18 Monate bleiben, und hatte keine Möglichkeit die laufenden Prämien aus dem Ausland zu begleichen da abgesehen von schwieriger finanzielle Situation nicht mal die Bankverbindung, Referenznummer und Kontostand bei UNIQA wusste, und jegliche Versuche dies zu Erfahren wegen schlechter Kommunikation mit Kundenservice waren erfolgslos.
Die Versicherung UNIQA selbst, war in den Zeiten Lock-Down und Home-Office Telefonisch sehr schwierig erreichbar, die Mitarbeiter haben lediglich Rückrufe zugesagt, da ein Zugriff auf Kundendaten voraussichtlich nicht möglich war. Leider so aufgestellte Kundenservice hatte die zugesagten Ebenso wurde kein Betreuer von UNIQA diese Frau zugeteilt, um in Notfall zu helfen oder beraten. Aufgrund von wegen DSVGO Bestimmungen konnte keine andere Person vor Ort aus Wien helfen. UNIQA sendete lediglich unermüdlich alle Briefe und Mahnungen postalisch die aber niemand abholen oder begleichen konnte.
Die grundsätzliche Frage lautet: kann UNIQA in diesen Fall ohne weiteres nach 45 Jahren Laufzeit, und unter so schwierigen Umständen die Versicherung einseitig kündigen? Bestehen kein Schutz oder Rechtfertigung in so einer Situation? Es sind so viele Komponenten die für den Worst-Case-Szenario Szenario mitgewirkt haben.
1. Krankenstand und Unfall in Ausland
2. Außergewöhnliche Situation wegen Corona, die nicht erlaubte, bzw. die Rückkehr nach Österreich während 18-Monaten unmöglich machte.
3. das hohe Alter (70 Jahre alt) der Versicherter und seine Hilflosigkeit bei der Kontaktaufnahme aus Polen, mit dem richtigen Ansprechpartner bei UNIQA
4. Sprachbarrieren zwischen beiden Seiten,
5. Keine Information betr. Versicherungsnummer, Polizze Nummer, Zahlungsreferenz unterwegs vorhanden.
6. Schwierige finanzielle Situation, da die Pension an Österreichische Bankkonto immer überwiesen wurde.
7. Wochen lange, bis Monaten lange unprofessionelle telefonische Auskünfte seitens UNIQA Kundenzentrum, und unübliche Wartezeiten für Telefonische Beratung, Nichteinhaltung von Rückrufen, da in Home-Office haben die Berater Probleme mit Kundendaten Zugriff.
8. Trotz 45-Jähriger Versicherungslaufzeit, Kein zugeordneter Betreuer (Vergessene Kundin)
Bitte um den Ratschlag, ob in solcher Situation für diese Frau doch eine Möglichkeit besteht, die gekündigte Versicherungspolizze zu reaktivieren?
Bisherige versuche hatte die Ombudstelle Frau Sonja Fritch / Ombudsfrau bei UNIQA abgelehnt. Unter anderem mit der Begründung , für mich „Auch möchten wir festhalten, dass nach dem 3.1.2020 (zu diesem Zeitpunkt war Corona in Europa noch gar kein Thema!) „
Ja doch am 3.1.2020 gab es noch kein Grund für die Kündigung.
Mit freundlichen Grüßen
/für Frau Gandl/
Mariusz Kabacinski***@******.***
T.***********Fachassistent(in): Haben Sie einen gültigen Arbeitsvertrag?
Fragesteller(in): nein die Person bezieht Altespension
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): eigentlich nichts mehr. Ich habe noch die Korrespondenz mit Versicherung als PDF Datei.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Prinzipiell gilt einmal, dass gemäß den Vertragsbedingungen eine Kündigung durch die Versicherung möglich ist, wenn die Versicherungsnehmerin mit der Zahlung von Versicherungspolicen im Rückstand ist.

Auf das Verschulden des Rückstandes wird in der Regel in den Versicherungsverträgen und/oder AGBs nicht abgestellt.

D. h. eine Kündigung erfolgt rechtmäßig, wenn Zahlungen nicht geleistet wurden. Warum dies so ist, ist nur maßgeblich, wenn ein Verschulden per Vertrag zu berücksichtigen ist.

Sehr verständlich steht es Ihnen frei gerichtlich feststellen zu lassen, dass der Versicherungsvertrag nicht wirksam gekündigt wurde.

Aufgrund ihrer Schilderung ist eine gerichtliche Feststellung die letzte Möglichkeit, da sowohl die Schlichtungsstelle als auch die Versicherung nicht zu ihren Gunsten entscheiden.

Auf Grundlage ihrer Schilderung erachte ich die Rechtsposition der Versicherung klar für besser.

Ich bedaure Ihnen keine positivere Einschätzung übermitteln zu können.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

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