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Kategorie: Österreichisches Recht
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Sehr geehrte Damen und Herren, vor einiger Zeit haben mein

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,vor einiger Zeit haben mein Mann und ich durch Zufall auf der Website eines Immobilienmakler ein für uns interessantes Objekt zum Kauf gefunden.Da wir uns vorab, ohne den Makler zu kontaktieren, ein Bild von dem Objekt machen wollten sind wir direkt dort hin gefahren und haben von einem Nachbarn auch sogleich die Telefonnummer der Verkäuferin erhalten.Daraufhin sind wir mit der Dame in Kontakt getreten und haben uns bei ihr getroffen um uns das Haus anzusehen.Die Verkäuferin hat uns sofort darauf hingewiesen das sie einen Vertrag mit dem Makler hat und somit keinen Privatverkauf tätigen darf. Das haben wir auch eingesehen und in späterer Folge direkt über die Website des Maklers Kontakt zu ihm aufgenommen.Nun hat aber die Verkäuferin dem Makler erzählt das wir sie bereits vorher kontaktiert und getroffen haben.Der Makler, den mein Mann persönlich kennt, hat meinen Mann daraufhin, unter einem Vorwand, zu sich geladen und ihm mit einem Anwalt gedroht. Er sprach von einem Umgehungsgeschäft in Anbahnung.Des Weiteren drohte er meinem Mann mit Rufschädigung und sagte er "würde ihm das Leben schwer machen".Obwohl wir an dem Objekt interessiert waren, sind wir nun entsetzt über die Reaktion des Maklers da wir keinen Vertragsbruch begangen haben und seine Vorwürfe nicht nachvollziehen können.Ist dies aus Ihrer Sicht ein Umgehungsgeschäft in Anbahnung gewesen und wenn ja, wie sollen wir weiter vorgehen? Sollen wir ein Anwaltschreiben abwarten oder uns jetzt schon einen Anwalt suchen.Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Zunächst einmal ist es so, dass der Makler Ihnen nicht nachweisen kann, dass Sie über dessen Internetinserat auf die Immobilie gekommen sind.

Denn wenn Sie die Adresse anhand des Bildes herausgefunden haben, ist dies eben das Problem des Maklers. Er kann diesbezüglich nichts tun.

Im Übrigen ist die Aussage der Verkäuferin korrekt. Somit liegt kein Umgehungsgeschäft vor.

Denn Sie haben ohne Kontaktvermittlung des Maklers den Kontakt zur Verkäuferin hergestellt.

Nur wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, könnte der Makler mit seiner Behauptung durchdringen.

Auch entstand der Kontakt zum Makler überhaupt erst, da die Verkäuferin darauf verwies, sich mit diesem in Verbindung zu setzen (also nach dem bereits geführten Gespräch mit der Verkäuferin).

Sowohl Sie als auch Ihr Mann sollten sich von dem Makler nicht unter Druck setzen lassen.

Auch steht es diesem frei, einen Anwalt zu beauftragen, der ein Schreiben aufsetzt.

Hierfür muss jedoch etwas mehr vorgetragen werden, als die im Raum stehenden bloßen Behauptungen.

Sie sind daher in einer relativ komfortablen Rechtsposition und können einfach abwarten, was der Makler tut (und ob er überhaupt einen Anwalt einschalten will).
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Herr Dr. Taub,
vielen Dank für die rasche Rückmeldung!Da das Objekt nur auf der Website des Maklers und auf keinen anderen Plattformen eingestellt ist, ist es offensichtlich das wir durch den Website-Eintrag darauf aufmerksam wurden. Für mich stellt sich die Frage ob das bereits ein Umgehungsgeschäft in Anbahnung war? Schließlich wussten wir dass der Makler beauftragt wurde, was wir nicht wussten ist welcher Vertrag zwischen Makler und Verkäuferin besteht und dass nur er alleine das Objekt vermitteln darf.Aus unserer aktuellen Sicht hätte die Verkäuferin damals bereits telefonisch sagen können dass sie keine Besichtigung mit uns machen darf. Dann wäre es nie zu einem Treffen gekommen und wir hätten direkt über den Makler Kontakt aufgenommen.Was mich noch beunruhigt ist die Drohung der Rufschädigung die der Makler ausgesprochen hat. Mein Mann und der Makler sind in der gleichen Unternehmensvereinigung bei uns im Ort und es wäre schrecklich wenn der Makler schlecht über meinen Mann und seinen Betrieb reden würde. Kann man gegen diese Drohungen vorgehen? Muss es dafür einen Zeugen gegeben haben?Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),vielen Dank.Gegen eine Rufschädigung können Sie vorgehen. Dies kann sogar zur Anzeige gebracht werden.Hier sollte der Makler vorsichtig sein.Die Frage Ihres Falles steht und fällt mit der Tatsache, ob der Makler nachweisen kann dass Sie auf das Objekt durch sein zutun aufmerksam geworden sind.Hierfür genügt theoretisch schon das Einstellen des Objekts.Ein Umgehungsgeschäft liegt dann vor, dass wenn trotz dem Zutun des Maklers Sie mit der Verkäuferin den Makler umgehen (und zwar mit der Behauptung, dass Sie das Objekt selbst gefunden haben).Diese Streitfrage ist vor Gericht zu klären, wenn es zum Streit kommen würde.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-