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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 29403
Erfahrung:  Staatsexamina
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Dr. Hüttemann! Ich habe heute einen -

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Dr. Hüttemann!Ich habe heute einen - denke ich, guten Rechtshinweis bekommen, der den vielen getäuschten der gegenständlichen Firma (das 10-Fache verrechnen als versprochen) helfen könnte, aus den Verträgen mit der Firma herauszukommen: die "Irrtumsanfechtung". Die wesentliche Frage: Ist dies auch bei Unternehmergeschäften (Freiberufler, Kleinunternehmer) möglich oder nur bei Privatkunden (wie das Rücktrittsrecht bei Haustürgeschäften).
Was halten Sie ansonsten von der Strategie und wie sollten die Betroffenen vorgehen?
Vielen Dank vorab!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es kommt eine Irrtumsanfechtung auf der Grundlage der §§ 870, 871 ABGB in Betracht:

https://www.jusline.at/gesetz/abgb/paragraf/870

https://www.jusline.at/gesetz/abgb/paragraf/871

Diese Irrtumsanfechtung steht nicht nur Konsumenten zu, sondern jeder natürlichen Person, also auch Freiberuflern und Unternehmern!

Da unter den mitgeteilten Umständen die jeweils betroffenen Personen in der Tat durch Vorspiegelung falscher und wahrheitswidriger Tatsachen zu den Vertragsabschlüssen verleitet worden sind, halte ich aus anwaltlicher Sicht diese Strategie auch für zielführend und eine Irrtumsanfechtung für aussichtsreich.

Sie sollten, wie bereits heute früh vorgeschlagen, Verbindung mit den Opferanwälten aufnehmen, um ein konzertiertes Vorgehen sämtlicher von den Betrügereien Betroffener zu ermöglichen.

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Gern können wir Ihr Anliegen auch im persönlichen Gespräch telefonisch erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen herzlichen Dank. - Es freut mich den vielen Ratsuchenden (die auf meinen Blog im Internet stoßen) einen konkreten Tipp geben zu können.

Es freut mich sehr, wenn ich Ihnen behilflich sein kann!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ist dieses Vorgehen anwaltspflichtig. - D.h. sollten die Betroffenen die gerade eine Rechnung über 950,- statt der erwarteten 95,- erhalten haben in jedem Fall einen Anwalt kontaktieren? Ist dies auch noch die richtige Vorgangsweise, für die Kunden die eine Zahlung verweigerten und gegen die bereits Mahnklage erhoben wurde bzw. die den "bedingten Zahlungsbefehl" vom BGericht bereits erhalten haben?" Können diese dann selbst innerhalb der 30 tägigen Einspruchsfrist mitVerweis auf § 870 und 871 Einspruch erheben?

Nein, das Vorgehen ist nicht anwaltspflichtig. Zur maximalen Geltendmachung der Rechte der Betroffenen empfiehlt sich aber die Hinzuziehung eines RA.

Auch gegen bedingte Zahlungsbefehle kann mit der obigen Begründung noch Einspruch erhoben werden.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank! Entschuldigen Sie noch etwas wichtiges: Kann man, wenn man z.B. dem Druck des Inkassobüros bereits erlegen ist noch danach vorgehen und das bezahlte Geld zurückfordern! (Sofern natürlich die 3-Jährige Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen ist) ?

Ja, auch das ist möglich!

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Dankeschön und Guten Abend!

Danke ***** ***** wünsche ich Ihnen ebenfalls.