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ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 25833
Erfahrung:  Staatsexamina
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Sohn hat sich von seiner Lebensgefährtin getrennt. Die

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Sohn hat sich von seiner Lebensgefährtin getrennt. Die Lebensgefährtin ist estnische Staatsbuergerin. Die beiden haben gemeinsam einen fast sechsjährigen Sohn und geteilte Obsorge. Nun 1. hängt seit sechs Jahren das Damoklesschwert über meinem Sohn, dass sie das Kind nimmt und nach Estland zurück geht. 2. Mischt sie sich permanent in das Privatleben meines Sohnes ein. Er hat eine neue Freundin, die auch die frühere Lebensgefährtin gut kennt. Mein Sohn hat bei einer Mediatoren unterschreiben müssen, dass er mit der neuen Freundin keine Wohngemeinschaft aufbaut, ansonsten darf er sein Kind nicht mehr sehen oder sie geht in ihre Heimat zurück.
Und noch Vieles mehr. Hat ein lediger Vater nur Pflichten und keine Rechte? Das kann doch nicht sein. Bitte, geben Sie mir einen Rat. Letztendlich ist immer das Kind der Leid tragende. Besten Dank Monika T.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihr Sohn hätte sich auf die bei der Mediatorin getroffene Vereinbarung rechtlich nicht einlassen müssen, denn diese Vereinbarung greift erkennbar in dessen Persönlichkeitsrechte ein und erweist sich aus diesem Grunde als sittenwidrig.

Die ehemalige Freundin hat nämlich das Umgangsrecht des Kindsvaters in unzulässiger Weise davon abhängig gemacht, dass Ihr Sohn seine private Lebensgestaltung nach den persönlichen Vorstellungen und Wünschen der ehemaligen Freundin ausrichtet, und sie hat ihm zudem konkret angedroht, ihm das Kind durch Wegzug gänzlich zu entziehen, wenn er ihren Forderungen nicht nachkommt.

Diese hier als Druckmittel eingesetzten Androhungen sind sittenwidrig und diesen allein der Interessendurchsetzung der ehemaligen Freundin. Sie sind zudem rechtlich haltlos, denn Ihrem Sohn steht ein gesetzlich verbrieftes Umgangsrecht zu, das nicht in das Belieben der Kindsmutter gestellt ist und das daher insbesondere nicht davon abhängt, ob der Kindsvater so lebt, wie die Kindsmutter ihm dies diktieren will.

Darüber hinaus besteht geteilte Obsorge: Das bedeutet, dass die Kindsmutter ohne Zustimmung Ihres Sohnes rechtlich gar nicht befugt wäre, das Kind außer Landes zu bringen und mit diesem nach Estland zu gehen.

Anwaltlich ist Ihrem Sohn daher anzuraten, dass er die Mediationsvereinbarung umgehend wieder aufkündigt und gegenüber der Kindsmutter seine ihm zustehenden gesetzlichen Rechte als Vater einfordert!

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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