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Kategorie: Österreichisches Recht
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Guten Tag! Bitte um Auskunft zu folgender Angelegenheit:

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag! Bitte um Auskunft zu folgender Angelegenheit:
Vorgeschichte:
Wir sind eine Eigentümergemeinschaft in Unterach/Attersee. Das gemeinsame Eigentum umfasst 30 Wohneinheiten sowie einen ca. 1km entfernten Badeplatz.
Auf Letzterem wurde im Zuge eines schweren Gewitters am 13.8. des Vorjahres ein sehr großer, alter Baum teilentwurzelt. Er wurde vom zwei anderen Bäumen aufgehalten, sonst wäre er auf den benachbarten Campingplatz gestürzt und hätte dort großen Schaden angerichtet. Das Schadensereignis wurde von uns unverzüglich der Hauverwaltung gemeldet.
Sachverhalt:
Diese ließ uns in einem Schreiben von Ende September wissen, dass "Gefahr in Verzug, bzw. Gefahr von Leib und Leben" bestanden hatte und man deshalb am 20./21. (!) September die Sanierungsarbeiten zur Abtragung und Entfernung des Baums vornehmen habe lassen. Diese beliefen sich auf über 13.000 Euro, ein Gegenoffert gab es nicht.
Der Betrag ist nicht vom Reservefonds gedeckt, wurde uns also in Rechnung gestellt. Der baumreiche Badeplatz war von der HV nicht versichert worden, wie es sich herausstellte.
Frage:
Warum sprach die HV im ersten Brief von „Gefahr für Leib und Leben“ und präsentierte gleichzeitig eine Rechnung über Sanierungsarbeiten, die knapp fünf (!) Wochen nach dem Schadensereignis eingetreten sind?
Stimmt Ersteres, wäre ein Feuerwehreinsatz vom Land der vom Wasser aus mit einem Boot der Wasserrettung od. Ähnlichem ein Gebot der Stunde gewesen. Dagegen habe sich angeblich die Nachbarin, die den Campingplatz betreibt, gewehrt. Darf sie das überhaupt, wenn Gefahr droht?
Stimmt Letzteres: Wo sind die Gegenofferte, wo die Prüfung auf Verhältnismäßigkeit des Mitteleinsatzes zur Sanierung?
Davon abgesehen ist es meines Erachtens Aufgabe einer seriösen und professionellen HV, das Gesamtobjekt (also auch den Badeplatz) inkl. Haftpflicht zu versichern. Warum hat man das unterlassen? Was, wenn der Baum umgestürzt und Menschen am Campingplatz zu Schaden gekommen wären? Wer hätte dann die Haftung übernommen?
Müssen wir also als Eigentümergemeinschaft für den Schaden aufkommen oder haftet auch die Hausverwaltung?
Freue mich auf Ihre Meinung! Vielen Dank ***** *****
Beste Grüße, Mag. Karin Hönig

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Die Hausverwaltung spricht deshalb von "Gefahr für Leib und Leben", weil dies ein Tätigwerden ohne vorherige Genehmigung der ETV ermöglicht. Weiter muss in diesen Fall kein weiteres Angebot für die Beseitigung des Schadens und der Gefahr beigebracht werden.

Allerdings kann vorliegend die HV durchaus haften. Denn diese hat für einen hinreichenden Versicherungsschutz Sorge zu tragen. Wäre dieser vorhanden gewesen, wären mögliche Schäden ggf. über die Versicherung gedeckt.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

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