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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 25001
Erfahrung:  Staatsexamina
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte RechtsanwälteInnen, ich hätte eine Frage zum

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte RechtsanwälteInnen, ich hätte eine Frage zum Thema Rechte und Pflichten eines Hausinhabers. In meinem Wohnhaus wurden vom Hauseigentümer einige Wohnungen verkauft und diese (wie beispielsweise in meinem Fall) weiter vermietet. Somit gehört die Mietwohnung, in der ich derzeit wohne, nicht dem Hauseigentümer, sondern Personen außerhalb des Hauses. Die Mehrzahl des Hauses wird vom Hauseigentümer allerdings als Appartements für Touristen zur gewerblichen und temporären Vermietung genutzt. Vor einigem Tagen sind meiner Nachbarin und mir aufgefallen, dass Touristen vor der Haustüre öffentlich Drogen konsumiert haben. Es wurde der Hauseigentümer telefonisch kontaktiert, dieser allerdings gedenkt in diesem Fall nichts zu unternehmen und zu agieren. Welche Möglichkeiten hat man als Mieter einer Mietwohnung, um gegen Touristen, welche gegen das Suchtmittelgesetz verstoßen zu agieren? Welche Pflichten hat der Hauseigentümer in Punkto vermieteter Appartments gegenüber Touristen? Dankeschön im Voraus für die Rückmeldung. Mit freundlichen Grüßen ***** *****

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, die strafrechtlich erheblichen Verstöße gegen das Suchtmittelgesetz zur Anzeige zu bringen, um ein strafrechtliches Ermittlungsverfahern einleiten und die Gesetzesverstöße ahnden zu lassen.

Anwaltlich ist angesichts der massiven Gefahren und Risiken, die von einem öffentlichen Drogenkonsum ausgehen, daher in jedem Fall die Erstattung einer Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft.

Gegenüber dem Vermieter sind Sie berechtigt, eine Mietminderung geltend zu machen, sofern Sie den Vermieter auffordern, den Drogenkonsum dauerhaft zu unterbinden, und sofern der Vermieter untätig bleibt oder aber dessen Bemühungen fruchtlos verlaufen.

Den Vermieter trifft nämlich auf der Grundlage des mit Ihnen bestehenden Mietvertrages eine Schutz- und Fürsorgepflicht. Diese gebietet es dem Vermieter, auf die schutzwürdigen und berechtigten Belange und Interessen des Mieters in angemessener Weise Rücksicht zu nehmen.

Der Vermieter hat daher unter den hier gegebenen Umständen alles ihm Zumutbare zu unternehmen, um den Drogenkonsum künftig zu verhindern.

Fordern Sie den Vermieter daher hierzu auf (Einschreiben), und stellen Sie in Aussicht, dass Sie ansonsten die Miete mindern werden.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Hr. Huettemann, ich bedanke ***** *****ür Ihre Antwort, bin allerdings noch etwas unsicher in dem Punkt, dass mein Vermieter der Wohnung, nicht der Vermieter der Appartements im Haus ist. Mein Vermieter lebt nicht in unmittelbarer Nähe, der Hauseigentümer und vermieter der Appartements für Touristen wohnt allerdings im Haus. Macht dies einen Unterschied hinsichtlich der Schutz-und Fürsorgepflicht? Dankeschön im Voraus. Mfg Fr. Lassel

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, die ergänzend vorgetragenen Umständen führen zu keiner abweichenden Beurteilung der Rechtslage, denn auch wenn Ihr Vermieter nicht zugleich der Vermieter der Appartments ist, so ist er gleichwohl kraft der erwähnten Schutz- und Fürsorgepflicht Ihnen gegenüber als seiner Mieterin in der Rechtspflicht, tätig zu werden.

Er hat daher den Haueigentümer/Vermieter aufzufordern, seinerseits umgehend tätig zu werden, um den Drogenkonsum zu unterbinden.

Klicken Sie dann bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.