So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an SchiesslClaudia.
SchiesslClaudia
SchiesslClaudia, Rechtsanwältin
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 18040
Erfahrung:  zwei Fachanwaltstitel
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Österreichisches Recht hier ein
SchiesslClaudia ist jetzt online.

Unterhaltszahlung nach 6 Monaten Vollzeit Arbeit? Sehr

Diese Antwort wurde bewertet:

Unterhaltszahlung nach 6 Monaten Vollzeit Arbeit?
Sehr geehrte Damen und Herren,
Mein Sohn ist jetzt 21. Im Juni 2016 hat er maturiert.
Seit 2014 bis Ende Juli 2016 war er bei verschiedenen Firmen geringfügig beschäftigt.
Zwischen 01.08.2016 und 01.2017 war er Vollzeit beschäftigt - somit selbsterhaltungsfähig.
Jetzt ist er seit dem 01.01.2017 bis 30.09.2017 beim Zivildienst und wird ab Oktober 2017 studieren (Registrierungsbestätigung von WU Wien liegt mir vor).
Laut Gericht ist der Beschluss gefasst (Beschluss vom August 2017), dass Ihm der Unterhalt im Zeitraum August 2016 - September 2017 nicht zusteht. Aus einem Irrglauben seinerseits hat er diesen jedoch voll bezogen in diesem Zeitraum.
Nun meine Frage. Da er jetzt schon einmal für 6 Monate fest angestellt war und ein normales Gehalt bezogen hat und somit selbsterhaltungsfähig war, stellt sich mir nun die Frage, ob er ein Anrecht auf Unterhaltszahlungen hat, weil er jetzt nach dem Zivildienst anfängt zu studieren, welches gut 6 Semester dauern kann, wenn nicht sogar länger.
Besten Dank für eine Antwort
hochachtungsvoll
Werner Abel

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage und bitte etwas Geduld, bis ich Ihre Antwort geschrieben habe

Nach östereichischem Recht ist die Dauer der Unterhaltspflicht an kein bestimmtes Alter des Kindes gebunden, sondern an die Selbsterhaltungsfähigkeit.

Diese ist dann gegeben, wenn das Kind bei selbständiger Haushaltsführung die für eine Deckung des angemessenen Lebensbedarfs erforderliche Mittel aufbringen kann.

Herfür sind die Lebensverhältnosse von Kind und Eltern zugrunde zu legen.

Die geringfügige Beschäftigung Ihres Sohnes begründet keine Selbsterhaltungsafähigkeit, wohl aber die Vollzeitanstellung, wenn diese geeignet war einen angemessenen Lebensunterhalt sicherzustellen.

Der hängt von den familiären Lebensverhältnissen ab.

Bei einachen Verhältnissen beträgt der Satz ungefähr 1000 Euro netto monatlich, sind die famili#ren Verhältnisse gehoben wird man mehr ansetzen müssen.

wenn der Sohn also einigermaßen verdient hat in seiner Vollzeitstellung dann war er bereits selbsterhaltungsfähig und Unterhalt ist nicht mehr greschuldet.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen

Bitte fragen Sie gerne nach

wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung

danke

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo Frau Schiessl,Sorry wenn ich nochmal nachfrage.
Im Zeitraum seiner Vollbeschäftigung sowie der Zeitraum jetzt beim Zivildienst ist mir klar und auch bereits durch einen Beschluss (Bezirksgericht Wr. Neustadt - August 2017) festgehalten.
Für diesen Zeitraum ist die Unterhaltszahlung erloschen.
Für mich ist es wichtig zu wissen, ob er ein Anrecht darauf hat, ab Oktober 2017 die Unterhaltszahlungen erneut einzufordern, für den Zeitraum seines Studiums.Besten Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

das hat er dann nicht,wenn er mit seiner Volllbeschäftigung ein angemessenes Gehalt erzielen konnte.

Wenn Sie also zB Chefarzt sind und er hatte ein Hilfsarbeitergehalt dann ist er nicht selbsterhaltungsfähig, denn das Gehalt muss den familiären Verhältnissen entsprechen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Alles klar. Das heißt, für den Fall, dass er ab Oktober 2017 den Unterhalt neu einfordert - was ja auch nur dann ginge soweit ich weiß, wenn er Kinderbeihilfe beziehen würde - müsste ich einen Einspruch erheben und er müsste sein Gehalt welches er im Zeitraum 01.08.2016 bis 01.01.2017 bekommen hat offen legen, damit das Anrecht geklärt werden kann.
Da im Beschluss jedoch drinnen steht, dass er selbsterhaltungsfähig war, gehe ich davon aus, dass Ihm ein neuerlicher Anspruch nicht zusteht - So wie Sie es ja auch gerade eben erwähnten.
Dann hätt ich endlich eine Sorge mal weniger...

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für den Nachtrag.

Genauso ist es und Sie können sich auf den Beschluss beziehen, indem das Gericht die Selbsterhaltsfähigkeit ja bereits festgestellt hat

Sie müssen also nichts mehr bezahlen.

Das Studium nach so langer zeit ist sein Privatvergnügen

wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung

danke

SchiesslClaudia und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen herzlichen Dank!