So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an a.merkel.
a.merkel
a.merkel, Rechtsanwältin
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 2308
Erfahrung:  Master of Law (LL.M. Eur.)
35164805
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Österreichisches Recht hier ein
a.merkel ist jetzt online.

Im Übergabsvertrag anlässlich einer Schenkung einer Eigentumswohnung

Diese Antwort wurde bewertet:

Im Übergabsvertrag anlässlich einer Schenkung einer Eigentumswohnung zwischen Vater und Tochter wurde ein Vertragspunkt einbezogen, wonach zwischen den Vertragspartnern festgestellt wird, dass diese Übertragung der Anteile, mit welchen Wohnungseigentum genannter Wohneinheit untrennbar verbunden ist, in voller Anrechnung auf das der Übernehmerin zustehende Erb- und Pflichtteilsrecht gegenüber ihrem Vater, dem Übergeber, erfolgt.
Ich ersuche um Auskunft, welche nicht anfechtbare Auswirkung dies im Falle eines nicht testamentarisch geregelten Todesfalles des Übergebers bzw. Erblassers auf die Erbberechtigten und den Pflichtanteil der Übernehmerin am verbleibenden Erbgut hätte !
Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen H. Seebacher
Sehr geehrter Herr Seebacher,

ich beantworte Ihre Frage aufgrund Ihrer Angaben folgendermaßen:

Ich gehe davon aus, dass der Erb- und Pflichtteilsverzicht der Übernehmerin wirksam ist. (Sichworte: Notariatsakt, frei von Willenmängeln, Geschäftsfähigkeit, §§ 865 ff. ABGB)

Ich ersuche um Auskunft, welche nicht anfechtbare Auswirkung dies im Falle eines nicht testamentarisch geregelten Todesfalles des Übergebers bzw. Erblassers auf die Erbberechtigten und den Pflichtanteil der Übernehmerin am verbleibenden Erbgut hätte !

Die Übernehmerin hat infolge des wirksamen Erb- und Pflichtteilsverzicht keinen Anspruch auf Ihren Erbteil bei gesetzlicher Erbfolge.
Im Falle einer Enterbung der Übernehmerin durch eine Testament, hat diese auch keinen Anspruch auf einen Pflichtteil, aufgrund des Verzichtes.

Alle anderen pflichtteilberechtigten Erben haben einen Anspruch auf den Schenkungspflichtteil gem. § 785 ABGB. Die Schenkung wird so gehandhabt, als wäre die Liegenschaft mittels Testament übertragen worden und haben daher die übergangenen Erben Anspruch auf die Hälfte dessen, was ihnen in der Verlassenschaft zugestanden wäre. Der Schenkungspflichtteil kann durch Abfindung oder durch Pflcihtteilsverzicht der Übergangenen wirksam abgewendet werden.

Haben Sie noch Verständnsifragen?

Wenn ja, tippen Sie diese in das Antwortfeld.

Wenn nein, darf ich um Bewertung bitten.
Klicken Sie hierfür auf ein lachendes Smiley im Bewertungtool.

Vielen Dank!
a.merkel und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Sehr geehrter Herr Seebacher,

haben Sie zur gelesenen Antwort noch eine Verständnisfrage?

Wenn nicht, darf ich noch an die ausstehende abschließende Bewertung erinnern.

Klicken Sie hierfür auf ein lachendes Smiley im Bewertungtool.

Vielen Dank!

Gibt es Probleme mit der Handhabung des Bewertungstools?

Was steht einer abschließenden Bewertung entgegen?

Benötigen Sie mehr Zeit?

Sehr geehrter Herr Seebacher,

aus Gründen der Fairness wäre zumindest ein Hinweis Ihrerseits angebracht, wieso Sie die Beratung durch Bewertung nicht abgeschliessen, zumal Sie auch keine Verständnsifrage stellen. Danke.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hatte vormittags, wie von Ihnen beschrieben, eine Zusatzfrage gestellt, die Sie offensichtlich nicht erreicht hat. Schreiben Sie mir, wie ich Ihre Bezahlung aktivieren und damit Ihre ausreichende Beantwortung bestätigen kann !

Mit freundlichen Grüssen H. Seebacher

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Tatsächlich hat mich Ihre Nachfrage nicht erreicht und findet sich leider auch nicht im Chatverlauf. Wenn Sie möchten, dann geben Sie Ihre Nachfrage nocheinmal ein.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Da Ihre Fragenbeantwortung nach erstem Lesen für unser juristisch laienhaftes Verständnis mehr Verwirrung als Aufklärung bewirkte, hatte ich Sie spontan gebeten, Ihre Stellungnahme bzgl. Auswirkungen auf Erbpflichtteile im Falle eines zukünftigen ungeregelten Ablebens des Erblassers in "volkstümlichem" Deutsch zu ergänzen. Ihr Vorwurf bzgl. Fairness hat zu Unrecht getroffen, daher mein Versuch, darauf zu verzichten und Ihre Bezahlung nicht zu blockieren, was jedoch an der etwas überspitzt vorgeschriebenen EDV-Vorgangsweise scheiterte !

In Erwartung Ihrer Stellungnahme werde ich gerne Ihre positiv erfolgte Beantwortung mit hoffentlich technischem Erfolg bestätigen !

Mit freundlichen Grüssen H.Seebacher

Sehr geehrter Herr Seebacher,

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Es tut mir leid, wenn sich Ihnen die Antwort nicht verständlich genug präsentiert hat. Ich hatte allerdings beim Lesen des von Ihnen formulierten Anliegens nicht den -im positiven Sinne- Eindruck sehr "vokstümlich" antworten zu müssen.

Auswirkungen auf Erbpflichtteile im Falle eines zukünftigen ungeregelten Ablebens des Erblassers in "volkstümlichem" Deutsch zu ergänzen:

Im Falle eines ungeregelten Ablebens, d.h. es gibt kein Testament, bekommen den nachlass diejenigen Personen, welche vom Gesetz dafür vorgesehen sind, sogenannte gesetzliche Erbfolge. Neben den Ehegatten richtet sich Erbfolge nach der Blutverwandtschaft, d.h. Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern etc., wobei auch geregelt nach welcher Reihenfolge (Paranteln) vererbt wird. Zunächst werden die direkten Nachkommen, d.h. Kinder oder Enkel beerbt.

Da Sie angegeben haben , dass die geschenkte Wohnung auf den Erbteil voll angerechnet wird, schmälert sich im Erbfall Ihr gesetzlicher Erbteil gegenüber den anderen gesetzlichen Erben, um den Wert der geschenkten Immobilie. Damit soll erreicht werden, dass die gesetzlichen Erben einen gleichen Anteil am Vermögen/nachlass erhalten.

Der Pflichtteil spielt hier gar keine Rolle, da dies voraussetzen würde, dass Ihre Tochter enterbt ist. Dies geht allerdings NUR mittels Testament. Da Sie aber vom unregelten Ableben sprechen, also keine Testament errichten wollen, können Sie die Beschenkte auch nicht enterben und ein Anspruch auf den Pflichtteil entsteht hier gar nicht.

Ich hoffe nunmehr ist es klarer.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Bedanke ***** *****ür Ihren erklärenden Nachsatz und hoffe, dass der Bezahlung, wie in einer Einschaltung festgestellt wurde, nichts mehr im Wege steht.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen

H. Seebacher

Sehr gern.

Mein Honoraranteil wurde vom Portalbetreiber gestern nach Ihrer Bewertung"Frage beantwortet" auf meinem Konto gutgeschrieben.

Beste Grüße