So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Österreichisches Recht
Zufriedene Kunden: 25250
Erfahrung:  Staatsexamina
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Österreichisches Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Habe vor 3 Monaten ein Pferd vom Züchter gekauft, mit der Voraussetzung

Diese Antwort wurde bewertet:

Habe vor 3 Monaten ein Pferd vom Züchter gekauft, mit der Voraussetzung dass es im Sport einsetzbar ist. Nachdem ich zu Hause angekommen bin, merkte ich dass er vorne ein wenig getaktet hat. Bei meiner Anfrage an den Verkäufer, teilte mir dieser mit ich sollte die Gamaschen wechseln. Das Pferd hat dann immer wieder ein bischen getaktet, habe das aber nicht ernst genommen, weil sich dies immer wieder gebessert hat. Ich habe das Pferd dann vor einer Woche genauestens untersuchen lassen und es wurde ein Fesselträgerschaden festgestellt. Voraussichtlich ist das Pferd für den Sport unbrauchbar!
Kann ich eine Rückabwicklung des Kaufes verlangen, oder muss ich beweisen, dass das Pferd den Schaden schon hatte?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den geschilderten Umständen sind Sie berechtigt, den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung auf der Grundlage des § 871 ABGB anzufechten:

http://www.jusline.at/871_ABGB.html

Die Folge der Anfechtung ist, dass Ihnen der Kaufpreis Zug-um-Zug gegen Rückgabe des Pferdes zurückzuerstatten ist.

Der Verkäufer hätte Sie vorliegend - auch ungefragt - über die Erkrankung des Tieres aufklären müssen, denn hierbei handelte es sich ganz ersichtlich um einen vertragswesentlichen Umstand: Hätten Sie nämlich gewusst, dass das Pferd schwer erkrankt ist - und sich somit nicht für den Vertragszweck (Sport) eignet -, so hätten Sie von dem Kaufvertrag Abstand genommen. Dieses bewusst Verschweigen der Erkrankung des Tieres durch den Verkäufer begründet vorliegend den Vorwurf der arglistigen Täuschung.

Erklären Sie daher schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) und unter Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage die Anfechtung des Vertrages nach § § 871 ABGB, und fordern Sie den Verkäufer Zug-um-Zug gegen Rückgabe des Pferdes zur Rückzahlung des Kaufpreises auf.


Geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Haben Sie eine Nachfrage, die ich möglicherweise nicht erhalten habe (es gibt derzeit technische Probleme auf der Seite)? Nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten" für etwaige Nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich habe ihnen gestern noch geantwortet, vielleicht haben sie diese Nachricht nicht bekommmen.

Ich gehe nicht davon aus, dass ich arglistig getäuscht wurde, aber reicht meine erste Nachfrage beim Verkäufer wegen des unreinen Ganges aus, wo ich dann die Antwort mit dem" wechseln der Gamaschen" bekam, um anzunehmen dass der Schaden schon da war?
Oder kann auch sein, dass der Verkäufer diesen Umstand zuwenig Bedeutung geschenkt hat.

Kann ich unter diesen Umständen das Pferd zurückgeben, oder hätte ich gleich einen Arzt zu Rate ziehen müssen?
Vielen Dank für Ihre Rückmneldung.

Es tut mir sehr Leid, aber ich habe Ihre Nachfrage in der Tat erst jetzt erhalten - es gibt derzeit technische Probleme auf der Seite, für die ich um Ihre Nachsicht bitte.

Zu Ihren Ergänzungen:

Über eine derart schwer wiegende Erkrankung muss der Voreigentümer im Bilde gewesen sein, denn die Art und Natur der Erkrankung legen zwingend nahe, dass das Pferd auch damals schon eindeutige Beschwerden und Symptome gezeigt hat - daher auch zweifellos der Rat des Wechselns der Gamaschen. Eine solche Knochenschädigung muss und wird dem Voreigentümer bekannt gewesen sein, es muss auch während der damaligen Besitzzeit zu entsprechenden Beschwerden gekommen sein.

Sofern aber der Voreigentümer tatsächlich keinerlei Kenntnis gehabt haben sollte - was hier mehr als fern liegend ist -, so könnten Sie aber immer noch eine Minderung des Kaufpreises aufgrund der Gewährleistungshaftung von der Verkäuferin verlangen (denn die Erkrankung und damit die mangelnde Verwendbarkeit des Tieres ist ein Sachmangel) - es sei denn, Sie hätten die Gewährleistungshaftung vertraglich ausgeschlossen.


Geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Österreichisches Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.