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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Zufriedene Kunden: 30539
Erfahrung:  Innere- und Allgemeinmedizin, Schmerztherapie,Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich habe eine frage bzgl. einer Lebererkrankung. Anamnese:

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe eine frage bzgl. einer Lebererkrankung.

Anamnese:
aktuell: 40 Jahre, 69 kg, 170 cm groß; Körperfett 20,5%, Viszeralfett 7 (normal)

Verdacht auf Fettleber, deswegen Anfang des Jahres 2019 ärztlich verordnet bekommen abzunehmen und Sport zu machen -> Körpergewicht zu diesem Zeitpunkt: 76 kg
Körperfett lt. Waage 25%, Viszeralfett 10 (erhöht)

Generell seit ca. 10 Jahren erhöhte Leberwerte (GammaGT zwischen 115 und max. war 245), deswegen wurden alle möglichen Tests gemacht die eine Lebererkrankung ausschließen können (Hepatitis Erkrankung, Eisenspeicher usw. -> alles negativ).

Ohne Leberbiopsie dann der Verdacht auf NASH.
Es wurde ein Fibrascan gemacht der eine leichte beginnende Fibrose entdeckt hat.

Weitere festgestellte Erkrankung / unabhängig von den Leberwerten:
Kugelzellenanämie wurde durch Gentest bestätigt evtl.
auch Verdacht auf Pyruvatkinasemangel -> aber keine körperliche Beeinträchtigung.

Im Laufe der letzten Monate (01/2019-10/2019) hat sich mein GammaGT leider nicht verbessert aufgrund der Gewichtsabnahme und Körperfett Verlust sowie sportlichen Betätigung von allen 2 Tagen ca. 30min.
GammaGT ist immer so zwischen 90 und 115 geschwankt. Mtl. Blutkontrolle wurde durchgeführt.

Die letzten 4 Wochen habe ich testweise wieder "übernormal" gegessen
(Kebab, Pommes, Lebkuchen usw., zuvor viel Salat und eine Mediterrane Diät gehalten) um zu schauen inwieweit die Leberwerte beeinflußt werden und ob aber eine andere Erkrankung die Leberwerte erhöht da die Diät keine unmittelbare Verbesserung der GammaGT Werte gebracht hat.

Meine aktuellen Werte nach dem übernormalen Essen:
November:
AP 69,0 U/I (Referenz 40,1-129)
Bilirubin 0,9 mg/dl (Referenz 0,1-1,2)
GOT 51,0 * U/I (Referenz 0,0-40,0)
GPT 91,3 * U/I (Referenz 0,0-45,0)
yGT 116,0 * U/I (Referenz 0,0-55,0)
GLDH 49,2 * U/I (Referenz0,0-6,4)
Lipase 25,6 U/I (Referenz 0,0-60,0)

Die Monate zuvor:
April--Mai--Juni--August
AP 68--68--71--65 U/I (Referenz 40,1-129)
Bilirubin 1,2--1,2--1,3--1 mg/dl (Referenz 0,1-1,2)
GOT 30--36,3--28,4--25,5 U/I (Referenz 0,0-40,0)
GPT 35,6--59,7--47,2--41,3 U/I (Referenz 0,0-45,0)
yGT 85--114--105--99 U/I (Referenz 0,0-55,0)
GLDH 15--19,9--10,3--13,9 U/I (Referenz0,0-6,4)
Lipase 38,9--34,4--28,5--34,2 U/I (Referenz 0,0-60,0)

Was kann man tun um die Werte zu verbessern wenn es nicht durch Gewichtsabnahme und Diät funktioniert?

MfG
Alexander

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit 33 Jahren ärztlicher Erfahrung. Gerne berate ich Sie heute.

Wenn die Leber fettig degeneriert und auch etwas fibrotisch umbaut, gehen Leberzellen zu Grunde, und der Rest muss "mehr arbeiten". Darum ist es zunächst wichtig, dass die noch heilen Zellen nicht durch Alkohol, unnötige Medikamente oder eben auch zu fettes Essen überlastet werden. Der Gamma- GT ist mehr ein Marker des chronischen Leberschadens und konnte sich darum nicht wirklich ändern. bedenklich sind aber die "Akutwerte" GOT und GPT, die sich unter der fetteren Kost sogar verdoppelt haben. Darum ist es unbedingt wichtig, die mediterrane Kost weiter durchzuhalten!

Es ist schade, dass man nicht herausfinden konnte, was die Leber nun wirklich angreift. Wurde nach Bilharziose (falls Sie in entsprechenden Ländern waren), Echinokokken und Kupferspeicherkrankheit geforscht? Wenn man keine Ursache finden kann, wird man sich auf ein gesundes Leben beschränken müssen, aber nicht auf eine deutliche Besserung des Gamma- GT hoffen können. Wenn der aber nicht weiter fortschreitet, ist schon viel gewonnen.

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Sehr geehrte Frau Gehring,
danke für ihre rasche Antwort. Es wurden sämtliche Krankheiten getestet, darunter auch die Kupferspeicherkrankheit, diese war auch negativ.
Echinokokken wurden nicht getestet.
Wäre jedenfalls aber eine sehr interessante Information die ich meinem behandelnden Arzt mitteilen muss. Denn 2 Tatsachen sind gegeben: Vor ca. 10 Jahren haben die Probleme mit meiner Leber angefangen, zu diesem Zeitpunkt bin ich mit meiner Lebensgefährtin zusammengezogen, die einen Hund hat. Tatsache 2, bei einer MRCP Untersuchung wurde bei mir eine Zyste auf der Leber festgestellt, aber nicht weiter beachtet. Wäre für mich jetzt zumindest ein Grund hier etwas genauer nachzufragen bzw. macht es Sinn ein erneutes MRCP durchzuführen? Das Letzte wurde 2017 durchgeführt.
Deuten die Leberwerte dann trotzdem aber mehr auf eine NASH hin? Würden Sie eine Leberbiopsie, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, empfehlen, bzw. hätte ich, wenn eine Biopsie Notwendig wäre, lieber eine Bauchspiegelung, damit die Proben der Leber nach Sicht durchgeführt werden können, bzw. könnte man auch "nebenbei" evtl. auch die Leberzyste entfernen. Dadurch das man von der Krankheit bzw. dem Schaden an der Leber nichts mitbekommt ist es etwas nicht greifbares und ist eine Motivation oft sehr schwer zu erreichen, diese kommt erst dann wieder, gemeinsam mit Panik, wenn man die Blutwerte beachtet.

ich würde keine MRCP machen, sondern einfach nur die Echinokokken- Antikörper bestimmen, das reiht zur Diagnose.

Man erkennt an den Leberwerten nicht, was es ist, aber eine NASH ist durchaus denkbar. Ich würde natürlich die Biopsie vorziehen, die schnell und komplikationslos geht. Eine Zyste muss und soll man nicht entfernen, da ist eine Laparoskopie nicht angezeigt. "Sicht" braucht man nicht, die NASH wird man an einer ganz normalen Probe erkennen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

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