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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, Dr. Med.
Kategorie: Innere und Allgemeinmedizin
Zufriedene Kunden: 1738
Erfahrung:  Facharzt für Innere Medizin,Psychosomatik,Diabetologie. 22 Jahre Erfahrung in allgemeinmedizinisch-internistischer Praxis
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

vor ca. 3 Jahren ein normotoner Hydrocephalus diagnostiziert

Diese Antwort wurde bewertet:

Im Moment bin ich sehr beunruhigt und habe mich entschieden, der Unruhe hier einen Riegel zu schieben;

Vor einer Woche ist meine Mutter (90) notfallmässig hospitalisiert worden. Dabei hat mich mein Vater, er ist Mediziner, so zwischen Tür und Angel informiert, dass bei meiner Mutter vor ca. 3 Jahren ein normotoner Hydrocephalus diagnostiziert worden ist. Sie ist inkontinent, hat Gangsrörungen und leidet zunehmend an verwirrten Momenten. Ich weiss, dass diese Diagnose vor einigen Jahren ebenfalls bei ihrer Schwester gestellt wurde. Mein Vater nimmt aus gutem Grunde an, dass dies auch bei meiner Grossmutter und ihrer Schwester so war.

Mich hat dieser Bericht schockiert und betroffen gemacht, dies aus zwei Gründen: erstens bin ich erstaunt, dass man mich vor Jahren über die Diagnose bei meiner Tante, nicht aber über die Diagnose meiner Mutter informiert hat.
Zweitens aber, und das ist für mich der wichtigere Grund: bei mir wurde 2000 und 2013 ein leichtgradiger Hydrocephalus internus vor allem mit Erweiterung des supratentoriellen Ventrikelsystems festgestellt. Mein HA hat das zu Kenntnis genommen, darüber gesprochen hat er nicht.

Nun meine Frage: kann ich (61) meinen leichtgradigen Hydrocephalus einfach so stehen lassen? Könnten die Probleme, die meine Mutter hat, mir auch blühen?
Was ich schon jetzt habe sind Probeme beim Wasserlassen: ich habe von null auf hundert Harndrang und muss rasen... Blaseninfektion habe ich keine (wurde abgeklärt).

Ich wäre froh, wenn docexpert 1 meine Frage beantworten könnte.
Mit freundlichen Grüssen
B.M.

Guten Abend,

gerne antworte ich auf Ihre Frage.

Der sogenannte Normaldruckhydrocephalus weist als Kardinalsymptome Harninkontinenz, Gangunsicherheit und Demenz auf, also genau das, was sich leider bei Ihrer Mutter entwickelt hat.

Zu Ihnen selbst: die angegebene Dranginkontinenz könnte ein Teilsymptom eines Normaldruckhydrocephalus sein. Dieser ist , da diese Hydrocephalusform in Wirklichkeit mit nachts erhöhten Liquordrucken einhergeht , mit einer drucksenkenden Therapie (ventrikuloperitonealer shunt) gut behandelbar.Daher sollte diese Option bei Ihnen unbedingt in einem neurologischen Zentrum geprüft werden. Hierzu gehört unter anderem ein Liquorablassversuch.

Wenn Sie weitere Zusatzinformationen benötigen , stehe ich Ihnen jederzeit ohne Zusatzkosten zur Verfügung.
Ich möchte Sie bitten, eine positive Bewertung mit BEWERTUNGSSTERNEN (3-5 Sterne) abzugeben, damit meine Bemühungen honoriert werden.
Vielen Dank ***** ***** Gute!

Ihr Dr.Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Danke für Ihre Antwort!
Wie grosse ist das Risiko beim Einsetzen resp. Anwenden des Shunts? Hirnop? Infektionsgefahr?
Stehen die Chancen gut, dass sich gewisse Symptome (Harndrang) verbessern oder verhindern, vermindern (Demenz) lassen?
Bei der Gangstörung muss ich anmerken, dass ich eine leichte, geburtsbedingte, Spaszitität habe, die seit zwei Jahren mit Sirdalud behandelt wird.
Gruss und Dank!

Danke für Ihre Rückmeldung

Die Anlage des ventrikuloperitonealen Stunts ist durchaus nicht risikolos (auch Infektionsgefahr), wird aber wegen der gravierenden Symptome, die sich bei Nichtbehandlung eines Normaldruckhydrpcephalus entwickeln werden auf jeden Fall gemacht. Der Harndrang könnte sich bessern, wenn nicht andere Gründe dafür wie z.b. ein Prostataproblem vorliegen. An der Gangstörung wird sich nichts ändern, weil diese einen anderen Grund hat. Andererseits könnten Sie sich gerade bei der Vorerkrankung eine zusätzliche Verschlechterung durch den Hydrozephalus überhaupt nicht leisten.

Stellen Sie sich bitte in einem universitären neurologischen Zentrum vor.

Dr.Schürmann und weitere Experten für Innere und Allgemeinmedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Danke für Ihre sehr tolle Unterstützung! Mal sehen, was die Neurologen mit mir anstellen werden...

Ich wünsche Ihnen alles Gute!