So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an rakrueger.
rakrueger
rakrueger,
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 6057
Erfahrung:  dasdasd
36252690
Geben Sie Ihre Frage hier ein…
rakrueger ist jetzt online.

Hallo, wegen Baupfusch lief bei uns ein Beweisverfahren von

Kundenfrage

Hallo, wegen Baupfusch lief bei uns ein Beweisverfahren von 2007 - 2017. Im Jahre 2018 wurde Klage mit einem Streitwert von 57000 Euro eingereicht als Schadensersatz.
Durch das Urteil des BGH VII ZR 278/17 ändert sich ja nun der Schadenersatz. Das Urteil betrifft uns deshalb, da wir damals ein Bauingenieurbüro beauftragten mit Planung, Bauüberwachung etc. Der Inhaber der Bau.ing. ist war selbst nie vor Ort, er übergab die ganzen Aufgaben seiner Mitarbeiterin, seiner Mutter die sich bei uns als Bauingenieur vorstellte. Beim Beweisverfahren stellte sich dann heraus, daß diese Dame kein Bauingenieur ist, sondern nur eine Schreibkraft , aufgrund auch die Baumängel. Unsere Fragen diesbezüglich: 1. Darf das zuständige LG das o.g. Urteil auch heranziehen, obwohl die Dame keinerlei Ausbildung hatte. 2. Darf das LG das Urteil des BGH nutzen, obwohl Klage bereits seit 2018 läuft und das Beweisverfahren bereits seit 2007 ? 3. Da das Beweisverfahren abgeschlossen ist, benötigt man nun wieder einen Sachverständigen aufgrund des BGH-Urteils, und wer muss diesen zahlen ? 4. Der SV im Beweisverfahren benötigte für jedes Gutachten zw. 2-3 Jahre. Kann man hier das LG verantwortlich machen, für die lange Verfahrensdauer trotz Beschwerde unsererseits, da uns aufgrunddessen ja nun dieses neue BGH-Urteil im Nacken hockt.
Gepostet: vor 4 Tagen.
Kategorie: Allgemein
Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 4 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Die wesentliche Neuerung in dem Urteil ist, dass laut BGH ein Zahlungsanspruch in Höhe der fiktiven Mängelbeseitigungskosten betreffend eines Bauwerkes ausscheidet. Es können demnach nur die Kosten für tatsächlich durchgeführte Mängelbeseitigungsarbeiten erstattet verlangt werden, sofern das Bauigenieurbüro die Mängel im Rahmen der Planung oder Überwachung zu vertreten hat.

Das Landgericht hat dieses Urteil bei seiner eigenen Entscheidung heranzuziehen. Denn maßgeblich für die Rechtsanwendung ist der Zeitpunkt, in dem das Landgericht sein Urteil spricht. Und das ist zeitlich nach dem BGH-Urteil.

Das Urteil wird also auch heranzuziehen sein, wenn eine Schreibkraft die Bauaufsicht geführt hat. Denn das betrifft die Haftung dem Grunde nach, nicht aber die Frage, ob Mängelbeseitigungskosten fiktiv abgerechnet werden können.

Ich sehe keine Notwendigkeit, einen neuen Sachverständigen heranzuziehen. Die Mängel sind schon festgestellt. Sie müssen laut dem BGH-Urteil nur auch tatsächlich behoben worden sein, um diese als Schaden beim beim Ingenieurbüro geltend zu machen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 4 Tagen.

Gerne stehe ich für etwaige Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, über das Bewertungssystem eine positive Bewertung (=Klick auf 3-5 Sterne, ganz oben rechts) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag für meine Vergütung freizugeben. Weitere Kosten für Sie werden dadurch nicht ausgelöst. Und Sie können selbstverständlich auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Hallo, vielen Dank für die Antwort, mich würde noch folgendes interessieren: Der Planungsschaden, hier Höherlegung Garagenboden und Verkürzung der Doppelgarage ist irreparabel, da müsste die komplette Garage abgerissen werden und neu gebaut werden, das sind Kosten von mindestens 50000 Euro, die ich kaum von dieser Person wiederbekommen werde und die ich selber auch nicht mehr zur Verfügung habe.Steht mir trotzdem Schadenersatz zu, ich kann doch nicht die ganze Garage abreißen ?
Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 3 Tagen.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Gemäß diesem BGH-Urteil können Sie Schadenersatz vom Ingenieurbüro nur erhalten, wenn Sie die Mängel tatsächlich beseitigen. Sie können also den Schaden nicht fiktiv gemäß Gutachten abrechnen.

Im Urteil heißt es hierzu:

"Der Senat hat nach Erlass des angefochtenen Urteils unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden, dass im Verhältnis zum Architekten hinsichtlich der von ihm zu vertretenden Planungs- oder Überwachungsfehler, die sich im Bauwerk bereits verwirklicht haben, ein Zahlungsanspruch in Höhe der fiktiven Mängelbeseitigungskosten betreffend das Bauwerk ausscheidet (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2018 - VII ZR 46/17 Rn. 60-67, BGHZ 218, 1; Urteil vom 8. November 2018 - VII ZR 100/16 Rn. 15, BauR 2019, 536 = NZBau 2019, 100). "

Mir ist zwar unklar, warum der BGH so entschieden hat. Aber die Entscheidung ist da. Und in der Regel halten sich Landgerichte an die Rechtsprechung des BGH.

Ich bedauere außerordentlich, Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft geben zu können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 1 Tag.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in, ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne, ganz oben rechts) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.

Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.