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Kristian Hüttemann
Kristian Hüttemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 30370
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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Kristian Hüttemann ist jetzt online.

1. Verstorbener hat keine Erben 1. Ordnung. Es gibt kein

Diese Antwort wurde bewertet:

1.
Verstorbener hat keine Erben 1. Ordnung. Es gibt kein Testament.
Erben 2. Ordnung sind die Ehefrau, die Mutter und 3 Brüder. Die Ehefrau soll alles bekommen. Ein Bruder schlägt aber die Erbschaft nicht aus. Wie verteilt sich das Erbe dann anteilig auf Ehefrau und Schwager?2.
Wie wird ein langfristiger Baukredit des Verstorbenen und seiner hinterbliebenen Ehefrau bei der Bewertung der Erbmasse behandelt. Kreditnehmer waren die Eheleute.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

1. Da kein Testament existiert, greift die gesetzliche Erbfolge.

 

Nach dieser gesetzlichen Erbfolge fällt der Ehefrau gemäß § 1931 Absatz 1 und 3 BGB 3/4 des Nachlasses zu.

 

Der nicht ausschlagende Bruder des Verstorbenen kann als gesetzlicher Erbe zweiter Ordnung (§ 1925 BGB) das restliche 1/4 des Erbes beanspruchen.

 

2. Die bestehende Kreditverbindlichkeit ist von dem Wert des Nachlasses in Abzug zu bringen.

 

Hierbei ist von einer hälftigen Haftung für den Baukredit auszugehen, wenn beide Eheleute den Kredit aufgenommen haben.

 

Das bedeutet, dass die Hälfte des noch offen stehenden Kreditbetrages (=also der Anteil, der auf den verstorbenen Erblasser entfällt) von dem Nachlasswert in Abzug zu bringen ist.

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Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Das heißt also, dass der verzichtete Erbanteil der Mutter und 2 Brüder ganz dem einen nicht auschlagenden Bruder zukommt

 

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Ja, das ist richtig: Mit erfolgter Ausschlagung gilt bezüglich der Mutter und der beiden Brüder der Erbfall als nicht eingetreten - das 1/4 fällt somit allein dem Bruder zu!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Vielen Dank für das Telefonat.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ist es tatsächlich so, dass 1/4 dem nicht ausschlagenden Bruder zufallen. Geht die Ehefrau damit wirklich leer aus und bekommt keine Anteile von den Ausschlagenden zugeteilt.

Nein, wenn die anderen ausschlagen, nur der eine Bruder nicht, dann erbt dieser 1/4. Die Ehefrau erhält keine Anteile der anderen Ausschlagenden.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ich bedanke mich herzlich für Ihre Antworten.

Sehe gern geschehen!

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Guten Morgen
Ich habe im Internet eine Berechnung gesehen, wonach die Mutter ½ vom Erbe bekam.
Der Anteil der Ehefrau des Verstorbenen war schon mit 75 % berücksichtigt.
Da der Ehemann der Mutter, also der Vater des Erblassers, schon verstorben war (ist in unserem Falle auch so), wurde dessen Hälfte den 3 Söhnen zugeordnet, so dass jeder Bruder des Erblasers 1/6 bekam.
Alle zusammen 25 %.
Kann ich dies meinen internen Berechnungen zugrunde legen?

Guten Morgen,

 

nein, denn das aufgezeigte Ergebnis folgt aus der gesetzlichen Regelung in § 1931 BGB:

 

§ 1931 Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten

(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.

(2) Sind weder Verwandte der ersten oder der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.

(3) Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt.

(4) Bestand beim Erbfall Gütertrennung und sind als gesetzliche Erben neben dem überlebenden Ehegatten ein oder zwei Kinder des Erblassers berufen, so erben der überlebende Ehegatte und jedes Kind zu gleichen Teilen; § 1924 Abs. 3 gilt auch in diesem Falle.

 

Die Frau erhält demnach 1/2 aus Absatz 1 und 1/4 aus Absatz 3 (pauschalierter Zugewinnausgleich im Todesfall), insgesamt als 3/4 des Erbes.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ja. Soweit waren wir ja schon. Es geht um Erben 2. Ordnung weil Erben erster Ordnung nicht vorhanden sind.
Es erben die Mutter und 3 Brüder, der Vater ist verstorben. Nur darum geht es mir bei der anteiligen Zuordnung der Erbanteile in der nun entstandenen Erbengemeinschaft.

Jetzt verstehe ich, was Sie meinen. Ja, das ist korrekt: Von dem restlichen 1/4 entfallen

- auf die Mutter die Hälfte

- auf die drei Brüder je 1/6, denn die Brüder treten erbrechtlich an die Stelle des vorverstorbenen Vaters mit der Folge, dass die andere Hälfte des restlichen 1/4 unter diesen aufgeteilt wird.

 

Ihr Berechnungsanstz ist daher richtig.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

 

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Vielen Dank

Gern.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Guten Tag Herr Hüttemann
Ich möchte Sie noch einmal konsultieren. Die Erben 2. Ordnung haben nun vor dem Nachlassgericht erklärt, dass sie das Erbe nicht antreten werden. Auf dem Gericht sagte man, jetzt würden deren Kinder angeschrieben. Heißt dass, dass diese jetzt an Stelle der Brüder des Verstorbenen treten. Und müssten jetzt diese Kinder auch verzichten, wenn das Erbe der überlebenden Ehefrau zukommen soll.

Guten Tag,

 

ja, das ist korrekt: Haben die ausschlagenden Erben 2.Ordnung ihrerseits Kinder, so rücken diese an die Stelle der Erben.

 

Geregelt ist dies in § 1953 Absatz 2 BGB:

 

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1953.html

 

Auch diese Kinder müssten sodann ausdrücklich das Erbe ausschlagen, damit es nur der Ehefrau zugute kommt.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Und nach deren Kinder kommen dann die nächsten Kinder? Auch wenn sie noch nicht volljährig sind?

Richtig.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Danke und ein schönes Wochenende.

Danke, das wünsche ich Ihnen ebenfallls.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Ich konnte ihre Erklärungen alle nachvollziehen. Aber das eingangs genannte Ziel, dass die Ehefrau alles bekommen soll, haben sie nicht beantwortet, denn wenn nach den Erben, die ausschlagen, dann deren nachfolgende Kinder erben werden, und deren KInder usw. dann ist das Ziel, dass die Ehefrau des Verstorbenen alles bekommen soll, nicht zu erreichen. Dann geht das ja in den "Familienzweigen" immer weiter.

Ja, aber Hellsehen kann ich auch nicht. Ich wusste ja nicht, dass es noch Enkel und Urenkel gibt.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Das scheint mir sehr weltfremd zu sein. Denn wenn noch drei Brüder da sind, kann man doch vermuten, dass irgendeiner doch auch Nachfahren haben könnte.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Es gab auch keinen Hinweis darauf, dass bei einer Ausschlagung dann die Erben 3. Ordnung automatisch nachfolgen. Jetzt ist alles noch komplizierter geworden als vorher.

Mit Verlaub, aber Sie können von mir doch nicht erwarten, dass ich Ihre Familenverhältnisse kenne.