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Kristian Hüttemann
Kristian Hüttemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 30642
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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Kristian Hüttemann ist jetzt online.

Ich würde gerne wissen, ob mein Sohn aus einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich würde gerne wissen, ob mein Sohn aus einem 1-Jahres-Mietvertrag herauskommt, den er einen Monat (30.07.2019) vor seinem 18. Geburtstag in meiner Abwesenheit unterschrieben hat. Das Mietverhältnis begann am 1.9.2019, am Tag nach seinem 18. Geburtstag. Das Zimmer ist in einem einsam gelegenen Studentenwohnheim auf dem Expo-Gelände in Hannover, er macht ein Freiwilliges wissenschaftliches Jahr in der MHH dort und bekommt 400€ Taschengeld. Er ist so unglücklich dort, dass er es nicht mehr aushält. Zuzüglich zu der mir vorher bekannten Miete standen im Mietvertrag plötzlich noch 100€ für Möbel und Internet, was er einfach noch mit unterschrieben hat (257,90€ +100€= 357,90€.). Im Urlaub in Österreich (mein Sohn war zuhause bei Hamburg) bekam ich eine mail von vegis- Immobilien, in der eine Miete von 273,75€ genannt wurde. Dies stimmt also nicht überein und ich wusste dann von dem anderen Betrag nichts.Können Sie uns helfen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

habe ich Sie richtig verstanden, dass Ihr Sohn den Mietvertrag geschlossen hat, als er noch minderjährig war?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja

Vielen Dank.

Ich werde Ihnen hier in einigen Minuten eine Antwort einstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Dann warte ich erstmal auf ihre Antwort, dann können wir evtl noch telefonieren?

Ja, das können wir anschließend gerne.

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Zwar ist gemäß § 108 Absatz 3 BGB die Genehmigung Ihres Sohnes hinsichtlich des zunächst schwebend unwirksamen Vertrages (=dieser hätte Ihrer Einwilligung bedurft, als er noch minderjährig war) mit Eintritt der Volljährigkeit getreten.

Gleichwohl unterliegt der Vertrag der Anfechtung gemäß § 123 BGB, da Ihrem Sohn die tatsächlichen Mietkosten verwschwiegen worden sind.

Insofern handelte es sich nämlich um einen vertragswesentlichen Umstand, über welchen der Vermieter wahrheitsgemäß und ungefragt hätte aufklären müssen!

Die Unterlassung dieser rechtlich gebotenen Aufklärung begründet den Tatbestand eines arglistigen Verschweigens.

Da die Frist, innerhalb derer die Anfechtung zu erfolgen hat, ein Jahr beträgt, kann Ihr Sohn auch jetzt noch die Anfechtung des Vertrages erklären (=Einschreiben).

Mit erfolgter Anfechtung gilt der Vertrag als von Anfang nichtig (§ 142 BGB).

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Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Im per Post zugesandten und dann von ihm alleine unterschrieben Mietvertrag standen die tatsächlichen Kosten korrekt drin, aber vorher wussten wir es nicht und könnten dann durch meine Abwesenheit nicht darüber sprechen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Konnten

Entscheidend sind rechtlich die vorausgegangenen mündlichen Vertragsverhandlungen, denn ein Mietvertrag bedarf zu seiner Wirkamkeit nicht der Schriftform - auch der mündlich geschlossene Mietvertrag (wie hier) entfaltet volle Rechtswirksamkeit.

 

Ist daher im Zuge der mündlichen Vertragsverhandlungen dieser Umstand nicht explizit benannt und erwähnt worden, so gilt die oben dargestellte Rechtslage mit der Folge, dass die Anfechtung erklärt werden kann!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sind denn noch Fragen offen geblieben? Gibt es (technische) Probleme bei der Abgabe der Bewertung?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Eine Frage kommt noch :-)

Gern.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Dann war die email die "mündliche Vertragsverhandlung"? Und aufgrund der nicht korrekt genannten Miete können wir den ganzen Vertrag anfechten ( nicht, dass sie nur die Miete runtersetzen)? Wir würden dann also ein Schreiben aufsetzen mit den von Ihnen genannten Fachbegriffen und Paragrafen und per Einschreiben hinschicken? Könnten sie uns evtl. bei der Formulierung des wichtigsten Satzes behilflich sein?

Ja, richtig.

 

Sie können den gesamten Vertrag anfechten.

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

 

hiermit erkläre ich gemäß § 123 BGB die Anfechtung des Mietvertrag wegen arglistiger Täuschung. Anlässlich des für den Vertragsschluss maßgeblichen Austausches unserer E-Mail-Korrespondenz haben Sie mir bewusst den tatsächlichen Mietpreis verschwiegen. Da es sich hierbei um einen vertragswesentlichen Umstand gehandelt hat - zu dessen Offenbarung Sie acuh ungefragt verpflichtet waren -, berechtigt mich dies zur Anfechtung des Vertrages gemäß § 123 BGB".

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Besten Dank, Sie haben uns sehr geholfen, so versuchen wir es dann! Meinen Sie, dass das direkt durch geht oder müssen wir uns auf Schwierigkeiten einstellen? Was machen wir dann?

Nein, ich sehe hier keine Schwierigkeiten.

 

Gern können Sie sich aber nach jetziger Bewertung hier bei mir zurückmelden, sollten entgegen aller Wahrscheinlichkeit Probleme auftreten.

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Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
1000 Dank!

Sehr gern!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt