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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 40903
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Eine Frage für Fachanwälte für Arbeitsrecht: Ich wollte

Diese Antwort wurde bewertet:

Eine Frage für Fachanwälte für Arbeitsrecht:
Ich wollte fragen, ob und wann ein Urlaub nur anteilig beansprucht werden kann. Wenn ein Mitarbeiter z. B. nicht das ganze Jahr also nicht die ganzen 12 Monate in einem Betrieb gearbeitet hat, weil er oder sie mitten im Jahr in den Betrieb eingetreten ist oder im Jahr kündigt und deshalb ausscheidet im Jahr.
Dann hat er z. B. ja nicht die vollen 24 Tage Urlaub, sondern muss z. B. auf 4 oder 9 Monate umgerechnet werden, stimmt's ? Ist es bei Mutterschutz auch so ? Wenn man den gesamten vollen Urlaub bekommt, aber bis zum Ausscheiden nicht komplett nehmen kann, muss er dann ausbezahlt werden? Wie ist es dann beim Urlaub beim neuen Arbeitgeber? Wenn man ja da auch noch Utlaubsansptuch hat, dann hat man ja quasi doppelten Urlaub ?
Wie ist dies zu handhaben bei Ausscheiden oder auch bei Mutterschutz ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Es ist in der Tat so, dass in einem sogenannten Rumpfjahr, also einen Jahr in dem der Arbeitnehmer in den Betrieb ein oder austritt der Urlaub nicht ganz beansprucht werden kann. Der gesetzliche Mindesturlaub entsteht allerdings vollständig nach 6 Monaten. Anders dagegen der vertragliche Zusatzurlaub. Eine entsprechende Regelung im Arbeitsvertrag vorausgesetzt, erwirbt der Mitarbeiter pro Beschäftigungsmonat 1/12 des vertraglichen Zusatzurlaubes.

Nach 9 Monaten (um Ihr Beispiel aufzugreifen) Ist der gesetzliche Mindesturlaub vollständig erworben worden, der vertragliche Zusatzurlaub jedoch nur zu 9/12.

Wenn man den Urlaub bis zum Ausscheiden aus dem Arbeitverhältnis nicht nehmen kann, dann muss er in der Tat vom Arbeitgeber abgegolten, also ausbezahlt werden. Beim Mutterschutz gilt grundsätzlich dass der Urlaub auf die Zeit nach Mutterschutz übertragen werden kann.

Wenn Sie den Arbeitgeber wechseln, dann haben Sie in diesem Jahr einen Anspruch auf Teilurlaub beim alten und einen Anspruch auf Teilurlaub beim neuen Arbeitgeber.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Das mit dem Teilurlaub habe ich nicht ganz verstanden: wenn man jetzt beim alten Arbeitgeber den vollen Utlaubsansptuch hat, hat man dann keinen Teilurlaub mehr beim neuen ? Und der Zusatzurlaub: wenn man als Schwerbehinderter 5 Tage zusätzl. hat, der wird dann anteilig gezahlt ? Beim Mutterschutz wird der Urlaub auch nur anteilig berechnet, der normale Urlaub ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie beim alten Arbeitgeber den vollen Urlaubsanspruch erworben haben, dann erhalten Sie leider beim neuen Arbeitgeber nicht nochmals Urlaub. Dies ergibt sich aus § 6 BUrlG. Der Zusatzurlaub wird, wenn Sie ihn aufgrund des Arbeitgeberwechsels nicht nehmen können, abgegolten.

Im Rahmen des Mutterschutzes erfolgt keine Kürzung des Urlaubsanspruches.

Hat die Frau ihren Urlaub vor Beginn eines Beschäftigungsverbots nicht oder nicht vollständig erhalten, kann sie nach Ablauf der Fristen den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr beanspruchen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Das heisst, man muss dann den Urlaub doch anteilig umrechnen, auch wenn man mehr als 6 Monate arbeitet, dann kann man beim neuen auch Teilurlaub nehmen ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie beim alten Arbeitgeber den vollen Urlaub genommen habenm, dann haben Sie insoweit beim aneuen Arbeitgeber keinen (nochmaligen Urlaubsanspruch mehr.

Das bedeutet, Sie können auch beim neuen Arbeitgeber Urlaub nehmen, dann dürfen Sie aber beim alten Arbeitgeber den Urlaub nicht völlig verbrauchen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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