So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Kristian Hüttem...
Kristian Hüttemann
Kristian Hüttemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 29458
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage hier ein…
Kristian Hüttemann ist jetzt online.

Ich habe noch eine Frage. Mein Freund wurde von seiner Frau

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe noch eine Frage. Mein Freund wurde von seiner Frau verlassen, da diese einen anderen Mann kennengelernt hat. Es befinden sich noch viele Gegenstände von meinem Freund in ihrem Keller. Nachdem er sehr schnell ausgezogen ist, wurde zwischen beiden vereinbart, dass er seine Gegenstände aus dem Keller holen kann sobald er eine Wohnung hat. Leider verweigert seine Noch-Ehefrau bis heute ihm den Zutritt in den Keller. Nachdem seine Ehefrau von der Anwältin meines Freundes die Aufforderung bekommen hat meinem Freund den Zutritt in den Keller zu gewähren teilte diese meinem Freund mit dass die von ihm gewünschten Gegenstände entsorgt wurden. Mein Freund ist sehr sicher, dass diese Gegenstände noch da sind. Seine Kinder haben dies zum Teil bestätigt. Was kann mein Freund tun??

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihr Freund hat einen Anspruch auf umgehende Herausgabe seines Eigentums gegen die Noch-Ehefrau aus § 985 BGB.

Seinen diesbezüglichen Herausgabeanspruch kann er erforderlichenfalls auch auf dem Rechtsweg durchsetzen.

Gehen Sie wie folgt vor: Fordern Sie die Noch-Ehefrau unter ausdrücklicher Berufung auf die einleitend dargestellte Rechtslage schriftlich (=Einschreiben) zu unverzüglicher Herausgabe auf, und bieten Sie zugleich drei alternative Übergabetermine an.

Setzen Sie ihr hierzu eine Frist von maximal 7-10 Tagen ab Briefdatum, und kündigen Sie ihr an, dass Sie nach Ablauf dieser Frist ohne weiteres einen RA einschalten werden, dessen Kosten die Noch-Ehefrau sodann als Verzugsschaden zu tragen haben wird.

Läuft die gesetzte Frist ergebnislos ab, so befindet sie sich in Verzug, und Sie können dann auf Kosten der Noch-Ehefrau einen RA beauftragen!

Dieser wird sie zunächst schriftsätzlich und außergerichtlich auf Herausgabe in Anspruch nehmen.

Erfolgt dann noch immer keine Reaktion, so wird der RA Klage erheben - auch die hiermit verbundenen weiteren Kosten Ihrer Rechtsverfolgung hätte die Noch-Ehefrau zu tragen!

Klicken Sie bitte oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), um Ihre positive Bewertung abzugeben, wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt der Portalbetreiber die Vergütung an mich aus.

Nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kristian Hüttemann und 59 weitere Experten für Allgemein sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Danke für Ihre ausführliche Antwort. Ich befürchte aber, dass seine Ehefrau die Dinge verschwinden lassen wird. Durch die Fristen die man ihr setzt hätte sie Zeit genug dafür. Dann würde wohl mein Freund auf den RA-Kosten sitzen bleiben oder könnte man dann den Zeitwert der Dinge entsprechend geltend machen???

Ja, dann hätte sie den Zeitwert zu erstatten, also Schadensersatz zu leisten.

Darüber hinaus kann sie wegen einer nach § 246 StGB strafbaren Unterschlagung angezeigt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Es existieren keine Belege mehr über die Gegenstände. Er hat dies ja alles gekauft in der Ehegemeinschaft. Muss seine Ehefrau dann trotzdem die Dinge entweder herausgeben oder Schadenersatz leisten?? Ich frage deshalb so detailliert, weil mein Freund bei seiner jetzigen Anwältin schlecht beraten wurde und 500 Euro für eigentlich nichts bezahlen muss. Darum habe ich mich ja an Sie gewandt. Er kann sich eigentlich keinen Anwalt leisten. Und für diese Sache einen Anwalt zu beauftragen - was ich leider befürchte - hat er eigentlich kein Geld. Wie stehen seine Chancen in dieser Sache??

Dann wäre ihm von einem rechtlichen Vorgehen eher abzuraten, denn er ist für seine Eigentümerstellung im Falle eines Rechtsstreites beweispflichtig. Existieren keine Belege, so kann der Beweis allerdings auch durch Zeugenaussagen geführt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Seine Mutter wäre ein Zeugin. Sie war ja oft genug in der ehelichen Wohnung. Nur - gilt das vor Gericht?? Immerhin ist ja mit ihm verwandt.

Ja, dann kann er einen entsprechenden Zeugenbeweis führen. Die Aussage hat nicht weniger Gewicht, wenn sie von der Mutter kommt.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Vielen Dank für Ihre ausführlichen Erklärungen. Sie haben uns in ein paar Stunden mehr geholfen als seine Anwältin in den letzten Monten. Ich werde dies mit meinem Freund besprechen. Danke erstmal!

Sehr gern geschehen!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt