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Kristian Hüttemann
Kristian Hüttemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 26485
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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Kristian Hüttemann ist jetzt online.

Guten Tag, meine ehemalige Lebensgefährtin und ich, haben

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, meine ehemalige Lebensgefährtin und ich, haben eine gemeinsame Tochter von 4 Jahren.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Wir haben beide zu gelichen Teilen das Sorgerecht. Leben tut unsere gemeinsame Tochter aber bei ihrer Mutter. Nun ist die Situation eingetreten, dass sie das Umgangsrecht mir mir beschneidet, in dem sie entscheidet, wann ich meine Tochter bekomme.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Haben Sie denn bisher eine bestimmte Umgangsregelung praktiziert, und falls ja, wie genau gestaltete sich dieser Umgang? Wie begründet die Kindsmutter denn die Einschränkung Ihres Umgangsrechts?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Bis Dezember 2017 haben wir eine Regelung gehabt, die beinhaltet:
-alle 14 Tage, von Freitag- Sonntag Abend
-allen Ferien die Hälfte der Zeit bei mir
Das hat auch immer gut geklappt.
Seit sie jetzt aber verheiratet ist, wird mir das Umgangsrecht ganz arg beschnitten.
Wochenenden werden nicht so eingehalten wie abgesprochen.
Ferien werden jetzt als Ferien vom Kindergarten ausgelegt und nicht wie gehabt, die Schulferien.
Ich darf meine Tochter nicht mit in den Urlaub nehmen.
Selbst mehrfache Gespräche beim Jugendamt haben - mit ihr- keine Einigung gebracht.
Ich würde gerne um das Umgangsrecht kämpfen. Leider fehlen mir die finanziellen Mittel, um bei Gericht mein Umgangsrecht einzuklagen.
Leider weiß ich nun nicht mehr weiter.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Die von Ihnen geschilderte 14-tägige Umgangsregelung entspricht der Üblichkeit, und diese ist von der Kindsmutter auch einzuhalten, wenn Sie diese bisher einvernehmlich so gehandhabt haben.

Sie haben als Vater nämlich ein gesetzlich verbrieftes Umgangsrecht mit Ihrem Kind, das Sie erforderlichenfalls auch gerichtlich durchsetzen können - § 1684 Absatz 1 BGB:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1684.html

Da gemeinsames Sorgerecht besteht, haben Sie zudem einen Anspruch darauf, dass Sie über sämtliche Entwicklungen das Kind betreffend umfassend informiert werden und dass Sie bei wesentlichen Entscheidungen, die die Belange und Interessen des Kindes betreffen, frühzeitig eingebunden und beteiligt werden.

Sofern nun eine einvernehmliche und gütliche Handhabung der bestehenden Umgangsvereinbarung von Ihrer Ex-Frau sabotiert wird, und sofern diese nicht ihren Verpflichtungen nachkommt, Ihnen wie bisher den Umgang einzuräumen, so sollten Sie nun zunächst das Jugendamt zwecks Vermittlung einschalten.

Das Jugendamt wird Sie als Eltern zu einem Gespräch laden, und es wird die Mutter zur Einhaltung der Umgangsvereinbarung auffordern.

Sollte sodann eine Schlichtung über die Einschaltung des Jugendamtes nichts bewirken, so ist das Familiengericht in der Pflicht, eine verbindliche Regelung zu treffen, an die sich Ihre Ex-Freundin sodann auch zu halten hat. Sie könnten dann also das Familiengericht einschalten, das eine Umgangsregelung rechtsverbindlich beschließen würde.

Sollte Ihre Ex-Freundin sich über eine solche gerichtliche Anordnung auf Einhaltung der abgesprochenen Umgangstermine hinwegsetzen, so kann das Gericht in jedem einzelnen Fall der Zuwiderhandlung ein Zwangsgeld gegen diese feststzen, um diese zu gesetzestreuem Verhalten zu zwingen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Ich habe so eine kompetente Auskunft ehrlich gesagt nicht erwartet und möchte mich sehr bei Ihnen bedanken.
Jetzt kann ich der Zukunft doch ein bisschen positiver entgegen gehen.

Es freut mich, dass ich Ihnen behilflich sein konnte.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kristian Hüttemann und 36 weitere Experten für Allgemein sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Guten Tag,
welche Kosten kommen denn für mich vom Fam. Gericht auf mich zu? ich benötige doch bestimmt einen RA.
Als SGB2 Empfänger habe ich da wenig Spielraum.
Sicher ist, dass meine ehemalige Lebensgefährtin sich auf keine Einigung einlassen wird.
Viele Gespräche beim Jugendamt haben bisher nichts`ergeben.
Vom Jugendamt erwarte ich mir keine große Unterstützung, was die Vergangenheit gezeigt hat.
Desweiteren auch nicht von der Familienhilfe, die seit Jahren in die Familie kommt.
Nicht wegen meiner leiblichen Tochter, aber wegen einem sehr lieb gewordenen Kind, für das ich 7 Jahre Papa war.
MfG

Guten Tag,

Sie benötigen für einen Antrag auf gerichtliche Festsetzung des Umgangs keinen RA.

Zudem können Sie Verfahrenskostenbeihilfe beantragen, wenn Sie im SGB II-Bezug stehen. Hier Näheres:

http://www.familienrecht-kosten.de/umgangsrecht/verfahrenskostenhilfe_prozesskostenhilfe.php

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt