So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 28417
Erfahrung:  Rechtsanwalt
32916861
Geben Sie Ihre Frage hier ein…
RASchiessl ist jetzt online.

Mein Freund hat am 9.12.17 einen Auftrag für eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Freund hat am 9.12.17 einen Auftrag für eine Photovoltaikanlage unterschrieben.
wir würden gern vom Vertrag zurücktreten, obwohl die gewöhnlichen 14 Tage für Widerruf rum sind.
Der Vertreter war zweimal bei uns im Haus, der Auftrag wurde dann bei uns zu Hause von meinem Freund unterschrieben. Zwischenzeitlich war mein Freund mit dem Angebot bei dem Vertreter in seinem Büro und hat mit ihm telefoniert.
In dem Auftrag, welcher mein Freund unterschrieben hat ist kein Hinweis auf ein Widerspruchsrecht. In dem Auftrag ist ein Verweis auf die AGBs. In diesen finde ich auch keinen Hinweis zum Widerspruchsrecht http://energie-kraft.de/sued/agb/
Haben wir dadurch evt. eine längere Widerspruchsfrist? Wenn ja, reicht dann ein schriftlicher Einspruch Einschreiben mit Rückschein? Haben wir andere Möglichkeiten aus dem Vertrag rauszukommen? Herzlichen Dank! KW

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Wo hat denn Ihr Freund den Vetrag unterzeichnet? Bei sich zuhause?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
ja, bei uns zu Hause. Ich habe noch die Auftragsbestätigung angehängt. Hier ist ein Verweis auf AGB.
Es wurde kein besonderer Hinweis auf Fernabsatz oder Widerspruchsfrist mündlich gegeben soweit ich das mitbekommen habe (war dabei) und auch soweit ich mich erinnern kann nicht unterschrieben. Der Vertreter hat die Unterlagen mitgenommen und einige Tage später den Scan des unterzeichneten Auftrages per email geschickt (In Anlage angefügt). Danke!

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank.

Meine Frage hat folgenden Hintergrund:

Ein gesetzliches Widerrufsrecht steht Ihnen in zwei Fällen zu. Einmal wenn Sie den Vertrag über Fernkommunikationsmittel (Internet, Telefon, Fax,...) abschließen oder aber wenn (wie in Ihrem Falle) der Vertrag außerhalt der Geschäftsräume des Unternehmers abgeschlossen wird (Beispiel: Beim Kunden zuhause, am Arbeitsplatz, auf einem öffentlichen Platz,...).

In diesen beiden Fällen steht Ihnen das Widerrufsrecht zu. Grundsätzlich beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage. Diese Frist setzt aber voraus dass Sie eine Widerrufsbelehrung erhalten haben.

Haben Sie keine Widerufsbelehrung erhalten, dann können Sie den Vertrag binnen Jahresfrist widerrufen.

Sie können also noch widerrufen. Wenn Sie widerrufen, dann achten Sie bitte darauf, dass Sie den Zugang des Widerrufs auch nachweisen können. Versenden Sie daher den Widerruf am Besten per Einwurfeinschreiben.

Der Widerruf hat nach § 355 BGB zur Folge dass der Vertrag rückwirkend unwirksam wird und keinerlei Zahlungsverpflichtungen mehr entstehen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schiessl,vielen Danke für die schnelle Auskunft.Ich habe nochmal eine Frage zu "Widerrufsbelehrung erhalten": In der angefügten Auftragsbestätigung ist so wie ich das sehe keine Widerrufsbelehrung enthalten, welche von meinem Freund unterschrieben wurde. Wenn wir davon ausgehen, dass uns der vollständige Scan der unterschriebenen Unterlagen vorliegt habe ich somit den Nachweis, dass wir keine Widerrufsbelehrung erhalten haben. Sehe ich das richtig?Oder würde evt, ein mündlicher Satz vom Vertreter, der viell. doch im Rahmen des Gespräches irgendwann gefallen sein könnte ausreichen, damit die Widerspruchsfrist bei den 14 Tagen beibt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, das sehen Sie schon richtig! Ein mündlicher Satz des Vertreters reicht keinesfalls aus. Die Widerrufsbelehrung muss Ihrem Freund in Textform zugegangen sein.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 52 weitere Experten für Allgemein sind bereit, Ihnen zu helfen.