So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 40462
Erfahrung:  Rechtsanwalt
32916861
Geben Sie Ihre Frage hier ein…
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Schiessl, ich hätte noch eine weitere Frage: von

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Schiessl,
ich hätte noch eine weitere Frage:
von meiner Mutter habe ich Geschäftsanteile einer VR Bank geerbt.
Laut Satzung der Bank ist nach Feststellung des Jahresabschlusses ein Abfindungsgutaben auszuzahlen. Die Bank hat eine Bilanzsumme von 855 Mio. € bei ca. 70.000 ausgegebenen Geschäftsanteilen, wobei die Inhaber m.E. als Genossen stille Teilhaber sind.
Die Bank will nur den nominellen Wert des Geschäftsguthabens zuzüglich einer Dividende auszahlen. Die Frage ist, ob nicht eine übliche Bewertung des Abfindungsguthabens auf der Basis des aktuellen Firmenwerts erfolgen müsste.
Mit freundlichem Gruß
P. Alsfasser
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie fragen.
Das ist denn in den AGB der VR Bank hierzu geregelt?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich habe die Satzung der Bank vorliegen.

Dort wird das Ausscheiden durch Tod in §7 geregelt und die Auseinandersetzung in §10.
Dies habe ich der Bank schriftlich mitgeteilt und es wurde nicht widersprochen.

Explizite AGB kann ich unter www.volksbank-mitte.de nicht finden.

Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank.
Wenn es keine gesonderte Regelung gibt, dann gilt § 73 GenG.
Danach haben Sie einen Anspruch auf das Geschäftsguthaben.
Geschäftsguthaben ist der auf alle Geschäftsanteile des ausgeschiedenen Mitglieds gezahlte Gesamtbetrag, vermehrt um zugeschriebene Gewinnanteile und ggf. Verzinsungen nach § 21a GenG und vermindert um abgeschriebene Verlustanteile.
Diese Zu- und Abschreibungen müssen sich aus der Bilanz der VB ergeben.
Sie nehmen daher leider nicht am allgemeinen Firmenwert teil, sondern Ihr Auszahlungsbetrag richtet sich nach dem Eingezahlten Betrag+Gewinn+ Zinsen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Dies steht in der Satzung:

§7 Ausscheiden durch Tod

Mit dem Tod scheidet ein Mitglied aus; seine Mitgliedschaft geht auf den Erben über. Die Mitgliedschaft des Erben endet mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem der Erbfall eingetreten ist (§ 77 Bas. 1 des Genossenschaftsgesetzes).

§ 10 Auseinandersetzung

(1) Für die Auseinandersetzung zwischen dem ausgeschiedenen Mitglied und der Genossenschaft ist der festgestellte Jahresabschluss maßgebend; Verlustvorträge sind nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile zu berückksichtigen. Im Fall der Übertragung des Geschäftsguthabens (§6) findet eine Auseinandersetzung nicht statt.

(2) Das ausgeschiedene Mitglied hat Anspruch auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens; für die Auszahlung ist die Zustimmung von Vorstand und Aufsichtsrat erforderlich. Darüber hinaus hat es keine Ansprüche auf das Vermögen der Genossenschaft. Die Genossenschaft ist berechtigt, bei der Auseinandersetzung die ihr gegen das ausgeschiedene Mitglied zustehenden fälligen Forderungen gegen das Auseinandersetzungsguthaben aufzurechnen.

Der Genossenschaft haftet das Auseinandersetzungsguthaben des Mitglieds als Pfand für etwaigen Ausfall, insbesondere Insolvenzverfahren des Mitglieds.

(3) Reicht das Vermögen der Genossenschaft einschließlich der Rücklagen und aller Geschäftsguthaben zur Deckung der Schulden nicht aus, so ist das ausgeschiedene Mitglied verpflichtet, von dem Fehlbetrag einen nach dem Verhältnis der Haftsummen aller Mitglieder zu berechnenden Anteil, höchstens jedoch die Haftsumme, an die Genossenschaft zu zahlen

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend für die Auseinandersetzung nach Kündigung einzelner Geschäftsanteile.

Sehr geehrter Ratsuchender,
die Regelung steht nun nicht im Widerspruch zu § 73 GenG
Das Auseinandersetzungsguthaben wird daher bestimmt nach Eingezahlten Betrag+Gewinn+ Zinsen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 33 weitere Experten für Allgemein sind bereit, Ihnen zu helfen.