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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 31193
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Sehr geehrte Dame oder geehrter Herr, lieber Rechtbeistand. Ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Dame oder geehrter Herr, lieber Rechtbeistand.

Ich lebe in einer Kleinstadt in Nordwest Deutschland. Übrigens meine Familie seit mehreren Generationen. Bislang war ich immer (meiner Wahrnehmung nach) gut integriert geachtet und anerkannt. Ich bin „glücklich“ seit 20 Jahren verheiratet habe eine Tochter von 19 und einen Sohn von 16 Jahren.

Meine Tochter kam vor ca. 1,5 Jahren mit der nachstehenden Geschichte aus der Schule:
„Eine Mitschülerin habe erzählt in meinem Ort würde man sich erzählen, dass ich einen unehelichen Sohn habe der im Knast einsitzen würde. Meine Tochter reagiert gut und fragte prompt - wie er denn hisse. Darauf keine Antwort. Ich habe das als belanglose Kinderei abgetan.

In der jüngeren Zeit wenden sich Nachbarn ab. Menschen in meiner näheren Umgebung sind amüsiert, wenn sie mich sehen. Durch viele Andeutungen und Randbemerkungen habe ich herausgefunden das noch eine weitere Geschichte um meine Person existiert. Und zwar habe man mich beim onanieren gesehen. Abgesehen davon, dass es keine Grundlage hat - ist es für mich in hohem Maße rufschädigend. Ich bin schon völlig fertig. Leider bekennt sich keiner offen zu dieser Geschichte alle mauern, weil es anscheinend zwar peinlich ist – aber nicht peinlich genug um mit andern rüber zu reden.
Mich möchte etwas kluges dagegen unternehmen. Wie gesagt ich kann keinen offen angehen - weil ich keinen Namen habe. Kann ich etwas tun? Was ist meiner Situation sinnvoll (?) – ich will auch keinen Kollateralschaden in meinem Sozialen Umgebung anrichten. Kann man in solchen Fällen eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Äußerungen, die Sie mir schildern stellen eine üble Nachrede im Sinne des § 186 StGB dar. Wenn Sie nun eine Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, dann wird die Polizei zwar versuchen, den Täter, also den Urheber dieser Behauptungen zu ermitteln, jedoch benötigt auch die Polizei Anhaltspunkte. Sie müssen also der Polizei jemanden benennen können, der den Urheber dieser Behauptungen kennt oder jemanden der diese Behauptungen verbreitet. Diesen wird die Polizei dann als Zeugen vernehmen.

Soweit die Polizei diese Person ausfindig gemacht hat, können Sie neben der Strafanzeige auch zivilrechtlich gegen diese Person vorgehen. Sie können nach § 1004 BGB analog diese Person, notfalls auch gerichtlich, zur Unterlassung und zum Widerruf dieser Behauptungen auffordern. Wenn sich diese Person weigert, so kann sie durch das Gericht durch Zwangsgeld und Zwangshaft dazu gezwungen werden.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
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