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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 450
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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RHGAnwalt ist jetzt online.

Gegen mich liegt seitens des Finanzamts der Versuch vor,

Kundenfrage

gegen mich liegt seitens des Finanzamts der Versuch vor, mein Einkommen beim Arbeitgeber zu pfänden.
Dieses liegt netto bei 1059,-€ also unter der Pfändungsgrenze.

Nun erhielt mein AG vom Finanzamt ein Schreiben, dass er gemäß § 850e ZPO weiteres Einkommen i.H.v. 830,-€ netto einberechnen muss.

Ich erhalte kein weiteres Einkommen und habe nur diesen Vertrag. Ich bin noch freiberuflich gemeldet allerdings ohne Ertrag da die Arbeit ruht.

Wie gehe ich nun damit um, dass sich mein AG nicht strafbar macht , mir aber nichts gepfändet wird da ich de facto nur die 1059,-€ habe.

Vielen Dank ***** ***** ***

Gepostet: vor 28 Tagen.
Kategorie: Zivilrecht
Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Nachricht von JustAnswer auf Kundenwunsch) Sehr geehrter Experte, Ihr Kunde möchte ein Angebot von Ihnen über den zusätzlichen Service: Telefon-Anruf.
Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Bitte teilen Sie ihm mit, ob Sie noch weitere Informationen benötigen oder senden Sie ihm ein Angebot, damit Ihr Kunde weiter betreut werden kann.
Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Der Wunsch nach einem Telefonat war keine Absicht. Ich bitte um Verzeihung.
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 28 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragestellung:

Hier handelt es sich zunächst um eine zulässige Zusammenrechnung. Ich gehe hier davon aus, dass diese Daten dem Finanzamt aufgrund Ihrer Steuererklärung oder einer von Ihnen abgegebenen Vermögensauskunft bekannt geworden sind und daher erst einmal den Anschein der Richtigkeit in sich tragen.

Um hier voranzukommen, müssten Sie gegen die Zusammenrechnungsverfügung, die ja auch gegen Sie ergangen ist, Einspruch einlegen (Weil das Finanzamt über die Abgabenordnung gar nicht den Weg über das Amtsgericht gehen muss)

Desweiteren wäre dann anzuraten, die selbständige Tätigkeit tatsächlich abzumelden und zu beenden.

Der Arbeitgeber kann nichts machen, er muss die Verfügung beachten, wenn er dies nicht tut, wird das Finanzamt gleichwohl das Geld von ihm einfordern können....

Letztlich wäre zu überlegen, ob nicht ein Insolvenzverfahren angezeigt wäre

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Sehr geehrter Herr Hoheisel-Gruler,vielen Dank für die Antwort.
Ich habe diese Daten niemals dem Finanzamt mitgeteilt , da diese Daten nicht richtig sind. Ich habe als freiberufler in meinem besten Jahr 2014 3101€ verdient...
Die 830€ sind völlig aus der Luft gegriffen, ich kann das alles mit Kontoauszügen etc nachweisen und weiß nicht wie das Finanzamt auf diese Idee kommt.Deshalb ist mir nicht klar wie es nun weitergeht, wenn das Finanzamt mir nun unberechtigt auch noch mein Einkommen wegnimmt kann ich die Wohnung nicht mehr bezahlen etc.
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 28 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

deswegen müssen Sie sich beim Finanzamt gegen die Zusammenrechnungsverfügung mit einem Einspruch zur Wehr setzen. Sowohl dem Grunde nach (es gibt kein weiteres Einkommen) als auch der Höhe nach (selbst wenn es eines gäbe, nicht in dieser Höhe)

Ihr Arbeitgeber selbst kann nichts machen, ihm wird nämlich verboten, an Sie Geld auszubezahlen. Wenn er es trotzdem tut, zahlt er doppelt....

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.

Ok, aber solang der AG das Formular nicht ausgefüllt zurücksendet passiert ja erstmal nichts. Das Formular ging heute ein, das heißt wir haben definitiv gut 3-4 Werktage Zeit zu reagieren und in der Zeit kann ich den Einspruch schreiben. Den muss ich per Brief an das Finanzamt zustellen lassen (Einschreiben nötig?) oder gilt rechtlich auch eine Email an die Poststelle? Viele Grüße ***

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 28 Tagen.

rechtlich gilt nur der schriftliche Einspruch, Wenn schon keine Übergabe direkt erfolgt, empfiehlt sich das Einschreiben (Einwurfeinschreiben)

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Ok das heißt: Montag direkt den Einspruch absenden, AG wartet mit ausfüllen einige Tage und dann schauen wir was das Finanzamt antwortet?Wer haftet eigentlich für Schreiben, die das Finanzamt mir an eine "alte" Adresse zustellt , die der Briefträger dort aus Gewohnheit einwirft und die dann von den neuen Mietern einfach entsorgt werden, mir wurde gesagt, dass da wohl Briefe angekommen wären aber die haben die entsorgt?
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 28 Tagen.

Für den Zugang, beziehungsweise den Nachweis wäre das Finanzamt zuständig. Die haften auch - was aber letztendlich nur dazu führt, dass Ihnen etwaige Fristen gerettet werden und Sie nicht wegen Fristablauf ausgeschlossen wären.

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 25 Tagen.

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