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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 16748
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

mein Vermieter hat sowohl Räumungsklage als auch Mahnbescheid

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgende Frage:
mein Vermieter hat sowohl Räumungsklage als auch Mahnbescheid in ein und derselben Sache beim Amtsgericht eingereicht.
Zu Beginn wurden die 2 Sachen getrennt verhandelt, später wurden sie vom Gericht zu einem Verfahren zusammengelegt.
Ich habe für jede Angelegenheit einen Anwalt beauftragt und auch für beide Verfahren PKH erhalten.
Nun hat das Gericht den einen Anwalt vergessen und dieser erhielt daraufhin keine Informationen mehr und hat sich zu den letzten beiden Schriftsätzen aufgrund dessen nicht äußern können.
Nun steht ein weiterer Gerichtstermin an – die ganze Sache zieht sich bereits über mehrere Jahre - und ich fragte, ob es korrekt ist, ob einer der Anwälte ständig ausgelassen wird.
Hieraufhin teilte das Gericht nun mit, dass es sich um ein Versehen des Gerichts handele.
Für mein Verständnis müsste nun der vergessene Anwalt, dem man die Schriftsätze inzwischen nachsandte, eine Möglichkeit zur Erwiderung auf die Schriftsätze erhalten – oder sehe ich das falsch?
Stattdessen fordert man mich nun auf, mich für einen der beiden Anwälte zu entscheiden. Ich halte das für unzulässig, denn es liegen jedem Anwalt nur jeweils die Vorgänge zur eigenen Sache vor, sodass, egal für wen ich mich ggf. entscheide, jeder erst in den Vorgang des anderen einarbeiten müsste. – Der Gerichtstermin ist in Bälde, ein Anwalt befindet sich derzeit auch in Urlaub. Zudem habe ich den Eindruck, dass auch keiner der Anwälte zusätzlich Arbeit übernehmen will.
Nun meine Frage: ist das Ganze überhaupt zulässig?
Hätte ich nicht aufmerksam gemacht, so hätte man das Ganze dann zur Verhandlung festgestellt und diese dann wohl ausfallen lassen müssen, da der eine Anwalt ja nicht geladen wurde und demzufolge gefehlt hätte…
Mich jetzt aufgrund des Gerichtsfehlers vor ein Ultimatum zu stellen empfinde ich zudem als Benachteiligung, da absehbar ist, dass sich keiner der Anwälte so schnell in den Sachverhalt des anderen einarbeiten kann (und will).
Wenn an dieser Entscheidung, die hier im Übrigen mit § 121 begründet wird, festgehalten werden soll, so müsste zumindest eine Terminverschiebung anberaumt werden - oder denke ich da auch falsch?
Anders gefragt: weshalb wird dem Kläger nicht auferlegt, sich für eine Klage zu entscheiden?
Die Räumungsklage geht ohnehin mit dem Mahnbescheid einher.
Die Klage wurde auch bereits vor über einem Jahr zusammengelegt und die Verhandlungen fanden bislang auch jeweils mit beiden Anwälten statt, sodass mir das jetzige Ultimatum, mich für einen entscheiden zu sollen, doch recht fragwürdig erscheint.
Zudem was heißt, dass ein Beihilfebeschluss aufgehoben wird?
PKH wurde ja bereits für beide bewilligt.
Bekommt dann ein Anwalt kein Geld, oder was soll ich mir daraus entnehmen?
Und kann das Gericht das Ganze einfach so zurücknehmen, wie gesagt, das Verschulden liegt ja nicht bei mir und wäre ohne meine Nachfrage noch nicht mal aufgefallen oder eben erst im Verhandlungstermin.
Ganz konkret gefragt: wie kann ich umgehen, dass ich mich für einen Anwalt entscheiden muss bzw. was passiert, wenn ich mich nicht entscheide?
Vielen Dank ***** ***** und mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Ich nehme an, der Vermieter hat auf Zahlung rückständiger Miete den Mahnbescheid erhoben und dann geklagt und auf Räumung?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

exakt - jedoch in 2 Verfahren, die dann zusammengelegt wurden.

Die Miete wurde wegen Nichtabstellung von Mängeln gekürzt.

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Das Zusammenlegen der Verfahren ist aus prozessökonomischen Gründen zulässig.

Sie können auch weiterhin beide Anwälte behalten.

Allerdings wird nur ein Anwalt über die Prozesskostenhilfe abgedeckt.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Danke für die Antwort, nur leider beantwortet sie meine Frage nicht.

Wie gesagt, die Verfahren wurden bereits vor 1 Jahr zusammengelegt und es gab daraufhin jeweils weiterhin

Verhandlungen mit beiden Anwälten.

Die Aufforderung, mich nur noch für einen zu entscheiden resultiert nun ausschließlich daraus, dass das Gericht einen der beiden vergessen hat und diesem in letzter Zeit weder Unterlagen noch Ladung zugingen.

Wenn ich mich nun nur noch für einen entscheiden soll, so würde ich mich selbst ins Hintertreffen bringen, da beide Anwälte jeweils nur in die eigene Sache Einblick haben. Wie soll mich also der eine für den anderen vertreten, ohne jegliches Wissen?

Die „Einarbeitung“ beliefe sich auf wenige Tage – ich halte eine solche in so kurzer Zeit für ausgeschlossen.

Für mein Verständnis muss auch dem Anwalt, dem die letzten Stellungnahmen der Gegenseite nicht zugesandt wurden (das Gericht hatte ihn versehentlich aus dem System gelöscht) eine Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt werden.

Ich hatte auch bereits dem einen Anwalt eine Sache entzogen und daraufhin einen zweiten engagiert. Insofern gehe ich auch davon aus, dass eine einmal entzogene Sache nicht wieder aufgenommen werden kann – oder ist die Annahme falsch?

Was ich auch nicht verstehe: es wurde für beide Verfahren, die nun zusammengelegt wurden PKH gewährt.

Ich gehe davon aus, dass es sich hier um ein Gesamtpaket handelt? – Also das Honorar des Anwalts sich nach dem Streitwert und nicht der Häufigkeit der Verhandlungen richtet?

Es wird zu dem ganzen Vorgang vermutlich nur noch eine Verhandlung und dann ein abschließendes Urteil geben – also auch welchen Gründen soll nun so kurz vor dem Ziel die PKH für einen der beiden aufgehoben werden?

Ich sehe das als ganz klare Benachteiligung an.

Des Weiteren ist von Interesse, ob die Rücknahme der PKH für einen Anwalt bedeutet, dass dieser nun gar kein Honorar, also auch nicht für bereite geleistete Tätigkeit erhält?

Für mein Verständnis hätte das Gericht dies dann sofort mit der Zusammenlegung beider Verfahren verlangen müssen, nicht jedoch erst jetzt.

Ich bitte hier um entsprechende Erklärung.

Vielen Dank ***** ***** und mit freundlichen Grüßen

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich hatte auch bereits dem einen Anwalt eine Sache entzogen und daraufhin einen zweiten engagiert. Insofern gehe ich auch davon aus, dass eine einmal entzogene Sache nicht wieder aufgenommen werden kann – oder ist die Annahme falsch?

- Das ist nicht korrekt. Hier kann man dies durchaus auch wieder aufnehmen.

Ich gehe davon aus, dass es sich hier um ein Gesamtpaket handelt? – Also das Honorar des Anwalts sich nach dem Streitwert und nicht der Häufigkeit der Verhandlungen richtet?

- Nur nach dem Streitwert. Die Anzahl der Verhandlungen spielt keine Rolle.

Des Weiteren ist von Interesse, ob die Rücknahme der PKH für einen Anwalt bedeutet, dass dieser nun gar kein Honorar, also auch nicht für bereite geleistete Tätigkeit erhält?

- Doch, aber er kann nur zeitlich begrenzt abrechnen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr RA Schwerin,

könnten Sie freundlicherweise bitte alle Fragen und nicht immer nur einen Teil beantworten.

Vielen Dank ***** ***** Grüße.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Oh, Entschuldigung bitte.

Welche Fragen sind noch unbeantwortet geblieben?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

1. Für mein Verständnis muss auch dem Anwalt, dem die letzten Stellungnahmen der Gegenseite nicht zugesandt wurden (das Gericht hatte ihn versehentlich aus dem System gelöscht) eine Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt werden, bevor es überhaupt weiter / zur Verhandlung geht?

2. Für mein Verständnis hätte das Gericht dies dann sofort mit der Zusammenlegung beider Verfahren verlangen müssen, nicht jedoch erst jetzt?

3. Die Aufforderung, mich nur noch für einen zu entscheiden resultiert nun ausschließlich daraus, dass das Gericht einen der beiden vergessen hat und diesem in letzter Zeit weder Unterlagen noch Ladung zugingen.

Ist das Verlangen des Gerichts, mich nun bzw. daraufhin nur noch für einen zu entscheiden zulässig?

4. Was passiert, wenn ich mich nicht entscheide?

5. Falls es bei der Entscheidung für einen bleibt, muss das Gericht da nicht aufgrund dessen, dass beide keinen Einblick in den Fall des anderen haben, erst mal die Unterlagen zur Verfügung stellen und ebenso eine Einarbeitungszeit gewähren? Bzw. kann der Anwalt, auf den dann die Wahl fällt, den anberaumten Verhandlungstermin aufgrunddessen selbst verschieben?

6. Können die Anwälte zudem die Übernahme nicht auch selbst ablehnen, oder müssen sie sich das vom Gericht aufzwingen lassen?

Offensichtlich muss ja dann der eine die Arbeit des anderen für den Null-Tarif übernehmen, oder wie sehe ich das?

Meine Bedenken sind, dass bei der in Kürze anberaumten Verhandlung keiner der Anwälte ausreichend genug informiert ist, um mich ordentlich vertreten zu können. Insofern soll es bei beiden bleiben, andernfalls kann ich mir das nur mit einer Terminsverschiebung vorstellen.

Auch noch die Frage, muss man als Zeuge unbedingt aus anderer Stadt anreisen, um nochmal mündlich zu wiederholen, was man bereits schriftlich bezeugte? Oder kann man als Zeuge auch auf einer schriftlichen Aussage bestehen? - Es geht um Zivilrecht / Amtsgericht.

Vielen Dank ***** ***** und mit freundlichen Grüßen

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.

1. Für mein Verständnis muss auch dem Anwalt, dem die letzten Stellungnahmen der Gegenseite nicht zugesandt wurden (das Gericht hatte ihn versehentlich aus dem System gelöscht) eine Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt werden, bevor es überhaupt weiter / zur Verhandlung geht?


Ja, das ist richtig. Es bleiben weiterhin beide Anwälte beauftragt und somit müssen auch Beiden die Schriftsätze zugestellt werden.


2. Für mein Verständnis hätte das Gericht dies dann sofort mit der Zusammenlegung beider Verfahren verlangen müssen, nicht jedoch erst jetzt?


Ja, in der Regel wird dies sofort gemacht. Aber es gibt dafür keine konkreten Fristen im Prozessrecht.


3. Die Aufforderung, mich nur noch für einen zu entscheiden resultiert nun ausschließlich daraus, dass das Gericht einen der beiden vergessen hat und diesem in letzter Zeit weder Unterlagen noch Ladung zugingen.


Ist das Verlangen des Gerichts, mich nun bzw. daraufhin nur noch für einen zu entscheiden zulässig?


Nein, das war nicht rechtens.


4. Was passiert, wenn ich mich nicht entscheide?


Es bleiben beide Anwälte im Verfahren beteiligt. Aber nur für einen Anwalt wird PKH bezahlt.


5. Falls es bei der Entscheidung für einen bleibt, muss das Gericht da nicht aufgrund dessen, dass beide keinen Einblick in den Fall des anderen haben, erst mal die Unterlagen zur Verfügung stellen und ebenso eine Einarbeitungszeit gewähren? Bzw. kann der Anwalt, auf den dann die Wahl fällt, den anberaumten Verhandlungstermin aufgrunddessen selbst verschieben?


Nein, dafür müssen Sie selbst sorgen.


6. Können die Anwälte zudem die Übernahme nicht auch selbst ablehnen, oder müssen sie sich das vom Gericht aufzwingen lassen?


Offensichtlich muss ja dann der eine die Arbeit des anderen für den Null-Tarif übernehmen, oder wie sehe ich das?


Ja, das wäre die nicht logische Konsequenz aus der Sache.


Meine Bedenken sind, dass bei der in Kürze anberaumten Verhandlung keiner der Anwälte ausreichend genug informiert ist, um mich ordentlich vertreten zu können. Insofern soll es bei beiden bleiben, andernfalls kann ich mir das nur mit einer Terminsverschiebung vorstellen.


Auch noch die Frage, muss man als Zeuge unbedingt aus anderer Stadt anreisen, um nochmal mündlich zu wiederholen, was man bereits schriftlich bezeugte? Oder kann man als Zeuge auch auf einer schriftlichen Aussage bestehen? - Es geht um Zivilrecht / Amtsgericht.

Ja.

Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

aufgrund einer routinemäßigen Überprüfung haben wir festgestellt, dass Sie Ihre o.a. Frage nun beantwortet erhalten haben.

Bei weiteren Fragen an unseren Experten nutzen Sie bitte den Button "dem Experten antworten", andernfalls geben Sie bitte Ihre Bewertung ab. Vielen Dank.

Gern können Sie sich mit uns in Verbindung setzen unter "[email protected]" oder "Tel.: 0800(###) ###-####quot; Montag bis Freitag von 10:00-18:00. Vielen Dank.

Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr RA Schwerin,

vielen Dank für die Antwort, jedoch bitte ich dies bei den Einfügungen bitte auch für mich verständlich zu tun.

Vielen Dank ***** ***** und freundliche Grüße

1. Für mein Verständnis muss auch dem Anwalt, dem die letzten Stellungnahmen der Gegenseite nicht zugesandt wurden (das Gericht hatte ihn versehentlich aus dem System gelöscht) eine Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt werden, bevor es überhaupt weiter / zur Verhandlung geht?

Ja, das ist richtig. Es bleiben weiterhin beide Anwälte beauftragt und somit müssen auch Beiden die Schriftsätze zugestellt werden.

Die Zustellung ist geschehen, jedoch die Beantwortung unterblieben.

Muss die nachgeholt werden? Bislang ist hierfür weder Aufforderung, noch Frist ergangen.

2. Für mein Verständnis hätte das Gericht dies dann sofort mit der Zusammenlegung beider Verfahren verlangen müssen, nicht jedoch erst jetzt?

Ja, in der Regel wird dies sofort gemacht. Aber es gibt dafür keine konkreten Fristen im Prozessrecht.

3. Die Aufforderung, mich nur noch für einen zu entscheiden resultiert nun ausschließlich daraus, dass das Gericht einen der beiden vergessen hat und diesem in letzter Zeit weder Unterlagen noch Ladung zugingen.

Ist das Verlangen des Gerichts, mich nun bzw. daraufhin nur noch für einen zu entscheiden zulässig?

Nein, das war nicht rechtens.

Wenn es nicht rechtens ist, muss ich mich also auch nicht entscheiden.
Es gibt doch sicher einen §, auf den ich mich berufen kann, den wüsste ich gern.

4. Was passiert, wenn ich mich nicht entscheide?

Es bleiben beide Anwälte im Verfahren beteiligt. Aber nur für einen Anwalt wird PKH bezahlt.

Wenn die Entscheidung ohnehin nicht rechtens ist, ergibt das für mich keinen Sinn.

5. Falls es bei der Entscheidung für einen bleibt, muss das Gericht da nicht aufgrund dessen, dass beide keinen Einblick in den Fall des anderen haben, erst mal die Unterlagen zur Verfügung stellen und ebenso eine Einarbeitungszeit gewähren? Bzw. kann der Anwalt, auf den dann die Wahl fällt, den anberaumten Verhandlungstermin aufgrunddessen selbst verschieben?

Nein, dafür müssen Sie selbst sorgen.

6. Können die Anwälte zudem die Übernahme nicht auch selbst ablehnen, oder müssen sie sich das vom Gericht aufzwingen lassen?

Offensichtlich muss ja dann der eine die Arbeit des anderen für den Null-Tarif übernehmen, oder wie sehe ich das?

Ja, das wäre die nicht logische Konsequenz aus der Sache.

Was genau ist die Konsequenz?

Die Übernahme ist klar, die Ablehnung nicht.

Also kann einer der beiden Anwälte auch sebst ablehnen?

Meine Bedenken sind, dass bei der in Kürze anberaumten Verhandlung keiner der Anwälte ausreichend genug informiert ist, um mich ordentlich vertreten zu können. Insofern soll es bei beiden bleiben, andernfalls kann ich mir das nur mit einer Terminsverschiebung vorstellen.

Gibt es hierfür keine Antwort?

Kann man eine Terminsverlegeung verlangen?

Auch noch die Frage, muss man als Zeuge unbedingt aus anderer Stadt anreisen, um nochmal mündlich zu wiederholen, was man bereits schriftlich bezeugte? Oder kann man als Zeuge auch auf einer schriftlichen Aussage bestehen? - Es geht um Zivilrecht / Amtsgericht.

Ja.

Meint was? Man muss erscheinen, oder kann auf schriftl. Äußerung bestehen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.

1. Für mein Verständnis muss auch dem Anwalt, dem die letzten Stellungnahmen der Gegenseite nicht zugesandt wurden (das Gericht hatte ihn versehentlich aus dem System gelöscht) eine Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt werden, bevor es überhaupt weiter / zur Verhandlung geht?

Ja, das ist richtig. Es bleiben weiterhin beide Anwälte beauftragt und somit müssen auch Beiden die Schriftsätze zugestellt werden.

Die Zustellung ist geschehen, jedoch die Beantwortung unterblieben.



Muss die nachgeholt werden? Bislang ist hierfür weder Aufforderung, noch Frist ergangen.



Das Gericht muss dafür Sorge tragen, dass beide Anwälte auf dem aktuellen Stand sind.



2. Für mein Verständnis hätte das Gericht dies dann sofort mit der Zusammenlegung beider Verfahren verlangen müssen, nicht jedoch erst jetzt?

Ja, in der Regel wird dies sofort gemacht. Aber es gibt dafür keine konkreten Fristen im Prozessrecht.

3. Die Aufforderung, mich nur noch für einen zu entscheiden resultiert nun ausschließlich daraus, dass das Gericht einen der beiden vergessen hat und diesem in letzter Zeit weder Unterlagen noch Ladung zugingen.

Ist das Verlangen des Gerichts, mich nun bzw. daraufhin nur noch für einen zu entscheiden zulässig?

Nein, das war nicht rechtens.

Wenn es nicht rechtens ist, muss ich mich also auch nicht entscheiden.
Es gibt doch sicher einen §, auf den ich mich berufen kann, den wüsste ich gern.



§ 84 ZPO
Mehrere Prozessbevollmächtigte

Mehrere Bevollmächtigte sind berechtigt, sowohl gemeinschaftlich als einzeln die Partei zu vertreten. Eine abweichende Bestimmung der Vollmacht hat dem Gegner gegenüber keine rechtliche Wirkung.





4. Was passiert, wenn ich mich nicht entscheide?

Es bleiben beide Anwälte im Verfahren beteiligt. Aber nur für einen Anwalt wird PKH bezahlt.


Wenn die Entscheidung ohnehin nicht rechtens ist, ergibt das für mich keinen Sinn.


Das ist ein Unterschied. Sie können 2 Anwälte haben, aber es besteht kein Anspruch darauf. Daher wird auch nur für einen Anwalt PKH bezahlt.



5. Falls es bei der Entscheidung für einen bleibt, muss das Gericht da nicht aufgrund dessen, dass beide keinen Einblick in den Fall des anderen haben, erst mal die Unterlagen zur Verfügung stellen und ebenso eine Einarbeitungszeit gewähren? Bzw. kann der Anwalt, auf den dann die Wahl fällt, den anberaumten Verhandlungstermin aufgrunddessen selbst verschieben?



Nein, dafür müssen Sie selbst sorgen.





6. Können die Anwälte zudem die Übernahme nicht auch selbst ablehnen, oder müssen sie sich das vom Gericht aufzwingen lassen?

Offensichtlich muss ja dann der eine die Arbeit des anderen für den Null-Tarif übernehmen, oder wie sehe ich das?

Ja, das wäre die nicht logische Konsequenz aus der Sache.




Was genau ist die Konsequenz?



Die Übernahme ist klar, die Ablehnung nicht.



Also kann einer der beiden Anwälte auch sebst ablehnen?



Ja, auch das ist möglich.





Meine Bedenken sind, dass bei der in Kürze anberaumten Verhandlung keiner der Anwälte ausreichend genug informiert ist, um mich ordentlich vertreten zu können. Insofern soll es bei beiden bleiben, andernfalls kann ich mir das nur mit einer Terminsverschiebung vorstellen.





Gibt es hierfür keine Antwort?



Kann man eine Terminsverlegeung verlangen?



Ja.



Auch noch die Frage, muss man als Zeuge unbedingt aus anderer Stadt anreisen, um nochmal mündlich zu wiederholen, was man bereits schriftlich bezeugte? Oder kann man als Zeuge auch auf einer schriftlichen Aussage bestehen? - Es geht um Zivilrecht / Amtsgericht.





Ja.







Meint was? Man muss erscheinen, oder kann auf schriftl. Äußerung bestehen?

Man muss erscheinen.

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