So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 26386
Erfahrung:  über 16 Jahre Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Zivilrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich benötige eine Auskunft in Bezug auf Meineid.

Kundenfrage

Guten Tag,

ich benötige eine Auskunft in Bezug auf Meineid.

Vor einem Jahr habe ich einen Kostenvoranschlag bei einer KFZ-Werkstatt angefordert. Mein Fahrzeug stand vor meiner Haustür, weil es einen Kupplungsschaden hatte. Da ich mich mit solchen Dingen gut auskenne, habe ich es nicht begutachten lassen, sondern sofort Preisangebote von 3 Werkstätten eingeholt. Die Vertragswerkstatt war die teuerste. Nach 3 Monaten bekam ich eine Rechnung von denen, das ich die bestellte Kupplung zu zahlen hätte, weil das Teil extra für mich bestellt worden sei. Und das, obwohl ich keinen Auftrag erteilt hatte.
Dies landete vor Gericht. Der Richter konnte sich nicht entscheiden und lies mich und den Werkstattmeister als Zeugen vorladen. Der Meister log ganz offen, so dass ich die Verhandlung verloren habe.
Er behauptete, dass er eine Probefahrt gemacht habe mit meinem Fahrzeug, und so festgestellt habe, dass die Kupplung defekt ist. Daraufhin hätte ich den Auftrag erteilt, weswegen die Teile bestellt wurden. (Im Urteil steht: Aufgrund der Zeugenaussage wurde einwandfrei ermittelt, dass ein Auftrag zustande kam nach Besichtigung des Fahrzeugs)

Nun möchte ich diesen Werkstattmeister wegen Meineid anklagen. Das Urteil gegen mich kann ich nicht anfechten, da es ein vereinfachtes Verfahren war unter 600€ Streitwert.
Ich habe zwei schriftliche Zeugenaussagen. Einmal von meiner Frau, dass sie mich an diesem Tag zur Werkstatt gefahren hat, du deswegen keine Probefahrt des Meisters hat stattfinden können, da mein Fahrzeug zuhause stand. Und dann eine von meinem Arbeitskollegen, der mich in diesen 2 Wochen mit zur Arbeit genommen und nach Hause gefahren hat.

Meine Frage:
Kann ich eine solche Klage einreichen und damit sehr gute Chancen haben dies zu gewinnen?
Und kann ich als Gegenstand der Klage die Kosten ansetzen, die mir aufgrund des Urteils entstanden sind (welches ich ja nur verloren habe, weil der Meister gelogen hat)?

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie können den Meister auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, das Sie aufgrund seiner falschen Aussage den Prozess verloren haben und die Rechnung zahlen mussten.

Als Schaden können Sie dabei die Hauptforderung (600 EUR nebst Zinsen) und auch die angefallenen Verfahrenskosten geltend machen.

Ihre Chancen hängen davon ab, ob Sie dem Gericht beweisen können, dass der Meister gelogen hat und kein Auftrag zustandegekommen ist. Das bedeutet, Sie brauchen einen Zeugen der bei dem Gespräch mit dem Meister zugegen war.

Allein der Umstand dass die Probefahrt nicht stattgefunden hat, erschüttert zwar die Glaubwürdigkeit des Meisters, beweist jedoch noch nicht, dass keine Auftrag vergeben wurde.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Zivilrecht