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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 26196
Erfahrung:  über 16 Jahre Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Rechtsanwälte, habe vor einigen Jahren extra

Kundenfrage

Sehr geehrte Rechtsanwälte,
habe vor einigen Jahren extra eine Versicherung abgschlossen, die von meiner Ex-Frau nicht zu pfänden ist.Versicherung wurde extra so zugeschnitten und geschrieben. Jetzt wurde sie doch gepfändet (15000.-) und ich habe ein Gerichtsverfahren am Hals.

Auch eine BU wurde nicht von dieser Versicherung akzepptiert, obwohl 2 Gutachten und alle gefordeten Unterlagen vorgelegt wurden. Man hat mir eine arglistige Täuschung vorgeworfen, und mich bedroht.
Was und wie, kann ich gegen diese Leute unternehmen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wer hat die Versicherung auf Sie zugeschnitten? Ein Versicherungsvermittler oder ein unabhängiger Berater?

Warum wirft man Ihnen arglistige Täuschung vor? Haben Sie vor Vertragsabschluss angeblich falsche Angaben gemacht?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort.

 

Die Versicherung wurde vom damaligen Versicherungsberater selber zugeschnitten, der wußte von meinen Problemen mit der Scheidung, und den anderen Pfändungen.

Ich war in diesem und im letzten Jahr ca. 6-8 mal bei dem Nachfolger des Versicherungsberaters und habe immer wider nachgefragt, ob die Versicherung so sicher ist, weil mitlerweile auch meine Konten und Gehälter gepfändet wurden. Man hat mir immer wieder gesagt, ich brauch mir keine Sorgen machen, es ist alles so abgesichert. Hätte man mir gesagt, dass hier ein Problem bestehe, hätte ich das Geld noch rechtzeitig rausnehmen können, jetzt ist es weg.

Ich möchte die Versicherung auf Schadenersatz verklagen, wie muss ich vorgehen?

 

Bei der arglistigen Täuschung soll ich Angaben verschwiegen haben, was aber nicht stimmt und man hat ja auch meinen Hausarzt damals angeschrieben, und sich vorher über meinen Gesundheitszustand informiert.

Jetzt versucht die Versicherung, mir die Schuld in die Schuhe zu schieben, damit sie nicht zahlen muss.

Vielen Dank im vorraus für Ihre Bemühungen

 

 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn Sie der Berater falsch beraten hat, so haben Sie einen Schadensersatzanspruch nach § 280 BGB.

Wenn Sie Ihn auf Schadensersatz verklagen wollen, so müssen Sie eine Klageschrift fertigen. Soweit Ihr Schaden über 5.000 EUR liegt, muss die Klage beim Landgericht durch einen Anwalt eingereicht werden.

Bei der Klageeinreichung müssen Sie dem Gericht die Beratung des Gegners genau darstellen und unter Beweis stellen. Sie müssen dem Gericht vortragen und unter Beweis stellen, dass Ihr Auftrag an den Berater war, Ihre Versicherung Pfandfest zu gestalten. Weiter müssen Sie dem Gericht vortragen und unter Beweis stellen, dass der Berater diesen Auftrag fehlerhaft erledigt hat.

Zur Anfechtung durch die Versicherung

Die Versicherung kann den Versicherungsvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten, wenn Sie bei Vertragsschluss auf Fragen der Versicherung relevante Angaben über Ihren Gesundheitszustand verschwiegen haben. Nach Ansicht der Rechtsprechung haben Sie die sogenannte Obliegenheit (vertragliche Nebenpflicht) der Versicherung alle gefahrerhöhenden Umstände (Krankheiten,..) mitzuteilen.

Wenn eine solche Täuschung nicht vorliegt, so müssen Sie die Versicherung auf Zahlung verklagen. In dieser Zahlungsklage stellt dann das Gericht fest ob die Anfechtung des Vertrages rechtmäßig war oder nicht.

Dabei muss die Versicherung beweisen, dass Sie arglistig getäuscht haben.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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