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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 16567
Erfahrung:  19 Jahre Erfahrung als Rechtsanwältin
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Zivilrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo wie kann ich die Hochzeit des Mannes mit einer Anderen

Kundenfrage

Hallo
wie kann ich die Hochzeit des Mannes mit einer Anderen verhindern obwohl ich ein Eheversprechen ,auch schriftlich ,habe
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantwerten möchte:

Leider gilt hier § 1297 des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Danach kann leider aus einem Verlöbnis ( Eheversprechen) nicht auf die Einhaltung der Ehe geklagt werden.

Auch das Versprechen einer Strafe für den Fall, dass die Ehe nicht eingegangen wird ist nichtig.


Allerdings trifft den Verlobten nach § 1298 BGB eine Ersatzpflicht.

Diese besagt, dass er den Schaden ersetzen muss, der dadruch entstanden ist, dass in Erwartung der Ehe Aufwendungen genmacht wurden, oder aber Verbindlichkeiten eingegangen wurden.


Wenn Sie also wegen des Verlöbnisses finanzielle Aufwendungen haben, können Sie diese ersetzt verlangen.


Ich bedauere sehr, Ihnen keine angenehmere Auskunft geben zu können aber nach dem klaren Willen des Gesetzgebers ist die Eingehung der Ehe nicht erzwingbar.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank
ClaudiaMarieSchiessl und 4 weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,ich will nicht die Ehe einklagen ich will die andere Ehe verhindern.Wie kann ich das tun und welche Gründe sind dafür nötig?
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für den Bonus und die nette Bewertung.

Hier sind die rechtlichen Möglichkeiten, wie folgt:


Ehevoraussetzungen sind Volljährigkeit ( § 1303 BGB) und Geschäftsfähigkeit ( § 1304 BGB)

Die Ehegatten müssen sich also beide in einem Zustand befinden, der eine freie Willenbestimmung zulässt. Es dürfen keine geistigen Defekte vorliegen, die dazu führen, dass die Bedeutung der Ehe nicht bewusst wird.


Weiterhin sind zu nennen:


§ 1306 BGB wonach eine Doppelehe verboten ist
§ 1307 BGB wonach enge Verwandte nicht heiraten dürfen
§ 1308 BGB Annahme als KInd



§ 1314 BGB schließlich beinhaltet Aufhebungsgründe für die geschlossene Ehe

§ 1314
Aufhebungsgründe

(1) Eine Ehe kann aufgehoben werden, wenn sie entgegen den Vorschriften der §§ 1303, 1304,1306, 1307, 1311 geschlossen worden ist.

(2) Eine Ehe kann ferner aufgehoben werden, wenn

1.ein Ehegatte sich bei der Eheschließung im Zustand der Bewusstlosigkeit oder vorübergehender Störung der Geistestätigkeit befand;
2.ein Ehegatte bei der Eheschließung nicht gewusst hat, dass es sich um eine Eheschließung handelt;
3.ein Ehegatte zur Eingehung der Ehe durch arglistige Täuschung über solche Umstände bestimmt worden ist, die ihn bei Kenntnis der Sachlage und bei richtiger Würdigung des Wesens der Ehe von der Eingehung der Ehe abgehalten hätten; dies gilt nicht, wenn die Täuschung Vermögensverhältnisse betrifft oder von einem Dritten ohne Wissen des anderen Ehegatten verübt worden ist;
4.ein Ehegatte zur Eingehung der Ehe widerrechtlich durch Drohung bestimmt worden ist;
5.beide Ehegatten sich bei der Eheschließung darüber einig waren, dass sie keine Verpflichtung gemäß § 1353 Abs. 1 begründen wolle


Leider gibt es nicht mehr Gründe.


Wenn Ihnen einer dieser Gründe bekannt ist sollten Sie ans zuständige Standesamt schreiben.


Entschieden wird dann vom Personenstandsgericht.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht















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