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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 19830
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Zivilrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

15 Monate nach Neubaubezug massiver Wasserschaden ( 100.000

Kundenfrage

15 Monate nach Neubaubezug massiver Wasserschaden (> 100.000 Euros), der auf massiv fehlerhafte Rohre (gutachterlich) zurückzuführen ist. Haftet der Spengler, der sie eingebaut hat oder der Hersteller der fehlerhaften Rohre !!?? [email protected]
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

In der zivilrechtlichen Haftuung ist Ihnen gegenüber zunächst der Wervertragsunternehmer, der die Rohre eingebaut hat, denn damit hat dieser eine mangelhafte Werkleistung erbracht, die grundsätzlich entsprechende Ersatzansprüche auslöst.

Soweit die eingetretenen Schäden - ausweislich der gutachterlichen Feststellungen, die Sie erwähnen - auf einen nachweislichen Materialfehler zurückzuführen sein sollten, ist der Hersteller dem Werkvertragsunternehmen seinerseits in der Regresspflicht.

Sie müssen sich aber zunächst an Ihren Vertragspartner halten, und das ist der Werksunternehmer, der die Rohrarbeiten ausgeführt hat.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Lieber Herr RA Hüttermann,

 

danke für die Antwort. Natürlich akzeptiere ich.

 

Für meine "Nach"frage detailliere ich wie folgt:

 

UND FRAGE SIE, GILT IHRE ANTWORT AUCH JETZT NOCH NACH DETAILLIERTER DARSTELLUNG!!!

 

Ich habe als Augenarzt komplett neu renovierte (Erstbezug wie Neubau) mit komplett neuen Installationen ausgestattete Praxis bezogen. 15 Monate später waren die Heizungsrohre so undicht, dass zwei Stockwerke durchfeuchtet wurden (während Weihnachtsferien) und es buchstäblich in der Praxis auf die Geräte regnete (haben filme, zeugen und fotos)... Ist aber auch alles unstreitig... Die Handwerkskosten: neues Parkett, Maler, Fliesen, Estrich, Trocknungsarbeiten hat der Spengler (mein BEKLAGTER !!??) allesamt für insgesamt ca 20.ooo Euros auf Druck des Bauträgers, der mein Vermieter ist, bezahlt !! Das von der Bayer. Vers. kammer beauftragte Gutachten sagt ... massiver Materialfehler... ebnso wie der Schadensbericht der Trockenlegungsfirma !!!

 

Durch den Wasserschaden habe ich unstreitig 6 Wochen Praxisausfall, unstreitig Geräteschaden von etwa 100.000 €.

 

Jetzt werde ich der Bayer Vers. Kammer, bei der der Spengler aber nicht der Hersteller haftpflichtversichert ist, und dem Spengler, die Schadensaufstellung mit den Gutachten der Firma Zeiss (mein Gerätehersteller) und dem Gutachten meiner kassenärztlichen und privatärztlichen Abrechnungsstellen zusenden und im Falle keiner befriedigenden Antwort klagen... Oder lachen die dann darüber, da der Richter sagt ... hättest Dich an Hersteller wenden sollen !! ... PRODUKTHAFTUNGSGESETZ !!??

 

LG

 

Dr. Andreas Bayer

Marienplatz 11

82362 Weilheim

 

[email protected]

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihren Nachtrag und die präzisierenden Informationen.

Es gilt stets der Grundsatz der so genannten "Relativität der Schuldverhältnisse".

Dies bedeutet, dass Leistungsstörungen in vertraglichen Austauschverhältnissen sowie hieraus folgende Regressansprüche immer in dem jeweiligen Vertragsverhältnis abzuwickeln sind, in dem die Leistungsstörungen auftreten.

Konkret: Haben Sie lediglich mit dem Handwerker (Spengler) einen Vertrag über die Ausführung der Werkarbeiten abgeschlossen, so können Sie entsprechende Ansprüche auch nur in diesem Vertragsverhältnis geltend machen. Der Spengler hat dann - soweit er mit fehlerhaftem Material seitens des Herstellers beliefert wurde - seinerseits Rückgriffsansprüche gegen den Hersteller.

Haben Sie dagegen das fehlerhafte Rohrmaterial unmittelbar bei dem Hersteller bezogen - wovon ich nach Ihren Ausgangsangaben nicht ausgehe -, so haben Sie Ihre Ansprüche in diesem Vertragsverhältnis anzumelden.

Die Produzentenhaftung ist hier nicht einschlägig, da es vertragliche Ersatzansprüche gibt und diese die deliktischen aus der Produzentenhaftung grundsätzlich verdrängen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihren Nachtrag und die präzisierenden Informationen.

Es gilt stets der Grundsatz der so genannten "Relativität der Schuldverhältnisse".

Dies bedeutet, dass Leistungsstörungen in vertraglichen Austauschverhältnissen sowie hieraus folgende Regressansprüche immer in dem jeweiligen Vertragsverhältnis abzuwickeln sind, in dem die Leistungsstörungen auftreten.

Konkret: Haben Sie lediglich mit dem Handwerker (Spengler) einen Vertrag über die Ausführung der Werkarbeiten abgeschlossen, so können Sie entsprechende Ansprüche auch nur in diesem Vertragsverhältnis geltend machen. Der Spengler hat dann - soweit er mit fehlerhaftem Material seitens des Herstellers beliefert wurde - seinerseits Rückgriffsansprüche gegen den Hersteller.

Haben Sie dagegen das fehlerhafte Rohrmaterial unmittelbar bei dem Hersteller bezogen - wovon ich nach Ihren Ausgangsangaben nicht ausgehe -, so haben Sie Ihre Ansprüche in diesem Vertragsverhältnis anzumelden.

Die Produzentenhaftung ist hier nicht einschlägig, da es vertragliche Ersatzansprüche gibt und diese die deliktischen aus der Produzentenhaftung grundsätzlich verdrängen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Besteht hierzu noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten. Der Sachverhalt ist mit einem für Sie positiven Resultat rechtlich maximal ausgeschöpft. Kostenlose Rechtsberatung ist zudem nach zwingendem Recht nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

GILT DIES SO AUCH ....

 

Auch wenn ich (KLÄGER) beim Hausbesitzer miete, also beim Vermieter, der als Bauträger zuvor das Gebäude komplett renoviert hat und dabei den SPENGLER (Beklagter) zuvor beauftragt und bezahlt hat und ich natürlich kein Vetragsverhältnis mit dem SPPENGLER habe bzw. hatte !?

 

Trotzdem halte ich mich per Klage

 

nicht an ROHRHERSTELLER oder VERMIETER sondern an

 

SPENGLER !!??

 

R I C H T I G.

 

 

LG

Andreas Bayer

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag und die zusätzlichen Informationen.

Unter den ergänzend vorgetragenen Bedingungen stellt sich die Rechtslage wiederum anders dar, denn wenn der Vermieter (als Bauträger) in vertraglichen Beziehungen zu dem Spengler steht, hat auch der Vermieter die Ansprüche gegen diesen geltend zu machen - und zwar für Sie.

Es liegt hier ein Fall des Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter vor: Da Sie nicht Vertragspartner geworden sind, aber gleichwohl einen Schaden an Ihren Rechtsgütern erlitten haben, haben Sie einen Anspruch gegen Ihren Vermieter, dass dieser Ihren Schaden bei dem Spengler (also dem Vertragspartner des Vermieters) geltend macht.

Sie sollten daher den Vermieter auffordern, seine ihm gegen den Spengler zustehenden Ersatzansprüche anzumelden und durchzusetzen. Kommt der Vermieter Ihrer Aufforderung nicht nach, so müssten Sie diesen notfalls gerichtlich in Anspruch nehmen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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