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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

sehr geehrte damen und herren, meine anfrage lautet ich

Kundenfrage

sehr geehrte damen und herren, meine anfrage lautet:

ich arbeite seit 2001 in einer filiale eines großen unternehmens, habe in der zeit 2 kinder bekommen und arbeite nun seit jan.09 2 ganze Tage d.h. 9.30-19.30 uhr.nun habe ich vor ca 5 monaten die anfrage gestellt ob ich meine stundenzahl auf 3 tage von 9.30-15.00 uhr umverteilen könnte und werde von meinem boutiquechef ständig vertröstet und unsere retailmanagerin reagiert gar nicht auf meine schriftliche anfrage. nun meine anfrage habe ich irgendwelche rechtlichen möglichkeiten?
mfg michaela sprick
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich steht Ihrem Arbeitgeber gem. § 106 GewO ein sog. Direktionsrecht zu. Das heißt, dass ihm eine Weisungskompetenz zukommt. Diese erstreckt sich auch auf die Einteilung der Arbeitszeit.

Dieses Weisungsrecht ist jedoch beschränkt, und zwar durch den Arbeitsvertrag und ggf. Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen, soweit solche bestehen, Gesetze usw.

Innerhalb dieser Begrenzungen ist der Arbeigeber jedoch relativ frei in seiner Entscheidung, wie er das Direktionsrecht ausübt. Dabei hat er sein Weisungsrecht jedoch nach billigem Ermessen auszuüben. Es sind die Belange des Arbeitgebers und die des Arbeitnehmers gegeneinander abzuwägen.

Aus alledem folgt, dass Ihr Arbeitgeber Ihre Arbeitszeit nach billigem Ermessen frei bestimmen kann, solange er dabei die Grenzen des Arbeitsvertrages bzw. anderer in Betracht kommenden Rechtsquellen nicht überschreitet. Entsprechend können Sie einen Anspruch auf Änderung der Arbeitszeiten nur dann geltend machen, wenn die Ausübung des Ermessens durch Ihren Arbeitgeber nur dann billig wäre, wenn er der Umverteilung der Arbeitszeit zustimmt.

Ob das der Fall ist, kann ich Ihnen per "Ferndiagnose" leider nicht sagen. Sowohl in Ihrer Person als auch in der Ihres Arbeitgebers können eine Vielzahl relevanter Umstände vorliegen, welche die Interessensabwägung in die eine oder andere Richtung ausgehen lassen können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage geben. Sollten Sie eine Nachfrage zu meine Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen Knopf anklicken.

Beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann oder soll. Das Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)