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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo! Ich habe eine ebay-Frage und hoffe, dass ich bei Ihnen

Kundenfrage

Hallo! Ich habe eine ebay-Frage und hoffe, dass ich bei Ihnen richtig bin.
Folgendes Problem:

Ich habe Ende Juni bei Ebay 2 Konzerttickets in Höhe von 212 € verkauft. In der Artikelbeschreibung habe ich angegeben, dass der Artikel nur versichert versendet wird und habe ergänzt, dass ich versichert per Einschreiben verschickt.
Nun ist die Ware auf dem Postweg verloren gegangen. Ich habe einen Nachforschungsantrag bei der Post gestellt, der Brief ist leider nicht mehr aufgetaucht und ich habe dem Käufer die Versicherungssumme von 20 € + Versandkosten erstattet.
Dieser war nun bei seinem Anwalt und behauptet, dass ich als Verkäufer dazu verpflichtet bin, die Ware in angemessener Höhe zu versichern und fortert mit Fristsetzung den Restbetrag zurück.
Ich habe allerdings mich genau an mein ebay-Angebot gehalten und er hätte mir ja mitteilen können, dass er eine andere Versicherungsmethode wünscht.
Ich habe auch den Einlieferungsbeleg.
Wer ist nun im Recht? Muss ich Ihm sein Geld auszahlen?
Für eine rasche Hilfestellung wäre ich sehr dankbar!
Mfg
Nicole Gaschler
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Es handelt sich um einen sogenannten Versendungskauf. Nach § 447 BGB geht die Gefahr des "Unterganges" mit Aufgabe bei der Post auf den Käufer über.

Nach § 447 Abs. 2 BGB haftet der Verkäufer nur, wenn er von einer etwaigen besonderen Anweisung des Käufers hinsichtlich der Versandes abweicht.

Dies dürfte im vorliegenden Fall nicht gegeben sein. Angeboten wurde versicherter Versand per Einschreiben. Der Käufer hat keine andere Anweisung gegeben. Dass dieser sich darüber geirrt hat, dass die Versicherungssumme höher ist, geht nicht zu Lasten des Verkäufers, sondern ist Obliegenheit des Käufers sich diesbezüglich zu informieren.

Der Anspruch ist zurückzuweisen.



Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
troesemeier und weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Danke für Ihre rasche Antwort. Ich war nur verunsichert, da er geschrieben hat, dass ich als Verkäufer verpflichtet bin, die Ware in angemessener Höhe zu versichern. Wie stehen Sie dazu?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sie haben dem Käufer versicherten Versand per Einschreiben angeboten. Dieses beeinhaltet eine Versicherungssumme von 20 €. Hätte der Käufer dies nicht gewollt, hätte er eine andere Anweisung zur Art des versicherten Versandes erteilen müssen. Hat er aber nicht.

Womöglich - das habe ich in meiner ersten Antwort schon angedeutet - hat der Käufer gemeint, die Versicherungssume würde den Wert der Karten erfassen, aber dies ist ein Irrtum der m.E. nicht zu Ihren Lasten geht.

MfG