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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung:  allgemeines Zivilrecht
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K. Severin ist jetzt online.

Mein Sohn wird von seiner Exfreundin und deren Mutter fertig

Kundenfrage

Mein Sohn wird von seiner Exfreundin und deren Mutter fertig gemacht. Sie erzählen in seinem Freundeskreis dass er drogensüchtig ist, seine ehemalige Freundin entführt, geschlagen und vergewaltigt hat. Regelmäßig wird die Polizei eingeschalten. Mein Sohn musste wegen dieser Hetzkampagne bereits die Fachoberschule verlassen, war in Bezirkskrankenhaus, ist in therapeutischer Behandlung und kann seine Ausbildung über eine Akademie nicht mehr fortsetzen, da seine ehemalige Freundin ebenfalls dort ist und er Angst vor Ihr hat. Wie können wir uns wehren. Wie können wir den erlittenen Schaden geltend machen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

 

aufgrund des von Ihnen vorgetragenen Sachverhalts schlage ich folgende Vorgehensweise gegen die ehemalige Freundin ihres Sohnes und deren Mutter vor:

 

1. Ihr Sohn sollte wegen der unwahren Tatsachenbehauptungen, er sei drogensüchtig und habe seine frühere Freundin entführt ,geschlagen und vergewaltigt eine Strafanzeige wegen übeler Nachrede gemäß § 186 StGB oder wegen Verleumdung gemäß § 187 StGB gegen diejenige Person stellen, die diese unwahren Tatsachenbehauptung aufgestellt hat. Da diese Straftaten gemäß § 194 Aba.1 StGB nur auf Antrag strafrechtlich verfolgt werden, muss ihr Sohn als Verletzter einen schriftlichen Strafantrag stellen, am Besten bei der nächsten Polzeidiesntstelle in der Nähe des Wohnortes, an dem er gemeldet ist.

 

2. Zivilrechlich stehen ihrem Sohn verschiedene Ansprüche gegen die ehemalige Freundin und/oder deren Mutter zu:

 

a. Zunächst hat ihr Sohn einen Anspruch auf Schadensersatz wegen übeler Nachrede aus § 823 Abs.1 BGB in Verbindung mit § 186 StGB. Der Schadensersatzanspruch richtet sich auf Ersatz der Vermögensschäden, die ihr Sohn durch zuvor dargestellte Straftat erlitten hat sowie gegebenfalls auf entgangenen Gewinn. Konkret müssen ihm deshalb die Kosten für die Behandlung im Bezirkskrankenhaus sowie die Therapiekosten ersetzt werden. Darüber hinaus müssen ihm die Kosten für die Berufsakademie ersetzt werden, sofern diese kostenpflichtig gewesen ist.

 

b. Ihr Sohn hat einen Anspruch auf Widerruf der Ehrverletzung infolge übeler

Nachrede oder Verleumdung sowie einen Unterlassungsanspruch bei Wiederhohlungsgefahr aus § 1004 Abs.1 Satz 1 BGB in Verbindung mit § 823 Abs.1 BGB, §§ 186 bzw. 187 StGB.

 

c. Zuletzt kann ihrem Sohn für das psychische Leid, das ihm durch die Verletzung seiner Ehre und Gesundheit infolge der Straftaten seiner ehemaligen Freundin und deren Mutter entstanden ist, ein Schmerzensgeldanspruch aus § 823 Abs.1 BGB, § 253 Abs.1 BGB zustehen. Die Höhe des Schmerzensgeldes wird durch das Zivilgericht festgestellt und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Art und Weise der Beeinträchtigung, Dauer und Schwere.

 

d. Schließlich verweise ich auf die Vorschrift des § 840 Abs.1 BGB. Danach haften mehrere Schädiger als Gesmtschuldner, wenn diese für den eingetretenen Schaden nebeneinander verantwortlich sind. Für die Schadensersatzansprüche ihres Sohnes folgt daraus, dass die ehemalige Freundin ihre Sohnes sowie deren Mutter nach dessen Wahl für den gesamten Schaden in Anspruch genommen werden können, wenn beide an der Schadensentstehung durch die jeweilige Verwirklichung des Straftatbestandes der übelen Nachrede gemäß § 186 StGB oder der Verleumdung gemäß § 187 StGB beteiligt gewesen sind. Dies ist von Vorteil für ihren Sohn, weil durch diese Vorschrift zwei verschiedene Vermögen als Haftungsgrundlage für dessen deliktischen

Entschädigungsansprüche zur Verfügung stehen.

 

4. Die zivilrechtlichen Anprüche müssen durch Klage vor dem sachlich und örtlich zuständigen Zivilgericht durch ihren Sohn geltend gemacht werden. Ich rate Ihnen in diesem Zusammenhang dringend, einen Rechtsanwalt mit der gerichtlichen Durchsetzung der zivilrechtlichen Ansprüche ihres Sohnes zu beauftragen. Dieser nimmt dann als Prozeßvertreter ihres Sohnes dessen Interessen vor dem Zivilgericht wahr und sorgt dafür, dass für diesen ein optimales Ergebnis erzielt wird.

 

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben und

verbleibe mit freundlichen Grüßen, KSRecht

 



Verändert von KSRecht am 15.11.2009 um 18:06 Uhr EST
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung: allgemeines Zivilrecht
K. Severin und weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Jetzt noch folgendes: Leider machte mein Sohn den Fehler, dass er sein Erlebnis mit seiner Ex im Internetportal in einem persönlichen Tagebuch niederschrieb und dieses Tagebuch nicht gesperrt hat. Mit der Folge dass der Text gelesen wurde und er nun selbst eine Anzeige wegen Verleumdung bekommen hat. Inhaltlich sind die Ausführungen alle korrekt, er hat nichts gelogen. Was kommt auf Ihn zu?
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, wenn die Tagebuchveröffentlichungen ihres Sohnes über das Verhältnis zu seiner ehemalige Freundin im Internet der Wahrheit entsprechen, liegt keine Verleumdung nach § 187 StGB vor. Das Verfahren müßte dann durch die Staatsanwaltschaft gemäß § 178 Abs.2 StPO eingestellt werden. Es wäre aber aus meiner Sicht sehr wichtig, dass Sie einen Rechtsanwalt aufsuchen, um mit ihm dieses Problem zu erörtern. Dieser kann dann, falls Ermittlungen gegen ihren Sohn aufgrund der Strafanzeige wegen Verleumdung eingeleitet werden sollten, auf die Einstellung des Strafverfahrens hinwirken.

 

Ich hoffe Ihnen helfen diese Ausführungen weiter.

 

Mit freundlichen Grüßen, KSRecht



Verändert von KSRecht am 15.11.2009 um 20:28 Uhr EST

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