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Dr. C. Scholl
Dr. C. Scholl, Dr.med.dent.
Kategorie: Zahnmedizin
Zufriedene Kunden: 56
Erfahrung:  allgemeine Zahn-Medizin, Aesthetik, Zahnersatz, Implantologie
33191438
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Dr. C. Scholl ist jetzt online.

Hallo, Hintergrund meiner Frage : nach der Extraktion vor

Kundenfrage

Hallo,
Hintergrund meiner Frage :
nach der Extraktion vor ca. 2 Monaten des 27 (fehlgeschlagene Wurzelbehandlung)
gibt es Probleme mit dem 26 (Druck- und Aufbissempfindlichkeit, nächtliche Schmerzen).
Aufgrund eines DREIDIMENSIONALEN Röntgenbildes wurde eine Pulpitis (bis auf ganz neue Entzündungen) definitiv ausgeschlossen.
Frage:
Wie zuverlässig ist eine 3D-Röntgendiagnostik im Rahmen der Endodontie (und ab wann sollten sich neue Entzündungen zeigen)?
MfG Danke XXXXX XXXXX!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Zahnmedizin
Experte:  Dr. C. Scholl hat geantwortet vor 5 Jahren.

Dr.med.dent Christian Scholl
ueber 15-jaehrige internationale Praxiserfahrung
Fragen akzeptiert in Deutsch, Englisch, Spanisch und Niederlaend

 

Sehr geehrte Patientin,

 

eine 3D Roentgenaufnahme ist zur Diagnostik einer Pulpitis eher ungeignet, da sich in diesem Entzuendungsstadium des Zahns noch keine roentgenologisch sichtbaren Veraenderungen im Knochenbereich der Wurzelspitze zeigen. Eine Pulpitis macht sich durch heftigen Zahnschmerz und eine Hypersensibilitaet auf Kaelte, z.B. bei der Vitalitaetspruefung bemerkbar.

Nachdem der Zahn nekrotisch (abgestorben) ist wird auch der Wurzelspitzenbereich infiziert und es kommt zur Demineralisierung des Knochens in diesem Bereich. Dies ist dann auf einer Roentgenaufnahme sichtbar aber erst nach einiger Zeit.

Die Aubiss und Druckempfindlichkeit des Zahns 26 laesst auf eine Entzuendung des Knochens an der Wurzelspitze (endodontische Ursache) oder im Bereich des Knochens um die Zahnwurzel in der Naehe des Zahnfleischsaums (parodontale Ursache) schliessen. Dies muesste ihr Zahnarzt dann roentgenologisch und klinisch durch Vitalitaetspruefung und Beurteilung des Zahnfleisches und des Parodontalbefundes diagnostizieren.

Sollten sie Nachfragen haben beantworte ich diese gerne.

 

Mit freundlichem Gruss,

 

Dr. med. dent. Christian Scholl

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. Scholl,

Welche Therapien sind aufgrund der beiden möglichen Ursachen fällig:
Bei der endodontischen Ursache wahrscheinlich eine Wurzelbehandlung, was würde man im Falle der paradontalen Ursache machen (hatte bereits insgesamt 4 Antibiosen)?

Noch kurz ein paar weitere Infos zu meinen Beschwerden:
° bestehen seit ca.5 Wochen (Beginn 3 Wochen nach Ziehung durch Kieferchirurg unter Antibiose)
° weitere Antbiose vor ca. 3 Wochen beseitigte die Beschwerden kurzfristig, seitdem sind sie auch weniger heftig und "kommen (vor allem abends und nachts) und gehen"
° Vitalitätsprüfung mit Kälte: Zahn reagiert noch, aber verzögert
° Zahn ist nur wenig klopfempfindlich
° auch das letzte ZWEIDIMENSIONALE Röntgenbild (vor einer Woche) zeigte scheinbar keine sichtbaren Auffälligkeiten
° Zahn hat seit 15 Jahren eine Teikrone
° Zahnfleisch ist stark zurückgegangen (Putzdefekt)

Nun meine Frage:
Kann eine akute Pulpitis demnach ausgeschlossen werden, wie sieht es mit einer chronischen oder einer ganz anderen Ursache aus?
Und vor allem: Welchen konkreten nächsten Schritt würden Sie empfehlen (habe zurzeit nämlich wieder akute leichte Schmerzen)??

Mit freundlichen Grüßen
"Ihre" Patientin



Experte:  Dr. C. Scholl hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Patientin,

 

aufgrund der Reaktion des Zahns auf den Kaeltetest kann man eine akute Pulpitis ausschliessen. Die verzoegerte Reaktion auf Kaelte kann durch die Vorbehandlung (Teilkrone vor 15 Jahren) bedingt sein da sich der Zahnnerv nach Zhndentinverlust nach beschleifen bzw. entfernen einer Karies durch verstaerkte Sekundaerdentin-Bildung schuetzt und damit weiter in das Zahninnere zurueckzieht. Damit dauert es laenger bis der Kaeltereiz die Zahnpupa (den Nerv) erreicht.

Das starke Zurueckgehen des Zahnfleisches weist auf einen Parodontalen Prozess hin, der Putzdefekt in der Wurzeloberflaeche beguebstigt die Absammlung von Plaque d.h. Speiseresten in diesem Bereich was wiederum zu parodontaler Entzuendung fuehrt. Diese Parodontitis wiederum fuehrt zu einer Druck und Aufbissempfindlichkeit des Zahns.

Zunaechst sollte der Putsdefekt durch eine Zahnhalsfuellung geschuetzt und rekonturiert werden und wenn noetig lokale Zahnfleischbehandlung durchgefuehrt werden mit evtl Einnahme von Entzuendungshemmenden Medikamenten wie z,B. Ibuprofen oder Diclofenac (Voltaren), dies sind keine Antibiotika.

Auch sollte der Zahn auf einen moeglichen Fruehkontakt hin untersucht werden und ggf. okklusal eingeschliffen werden. Sollten die Beschwerden nach diesen Behandkungsmassnahmen nicht zurueckgehen muss eine Wurzelbehandlung in Erwaegubg gezogen werden.

 

Mit freundlichem Gruss,

 

Dr. med.dent. Christian Scholl

 

Experte:  Dr. C. Scholl hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Patientin,

 

ich entschuldige mich fuer einige Rechtschreibfehler, da ich den Text nicht korrigieren konnte weil ich zu einem Notfallpatienten gerufen wurde.

Sollten sie weitere Anmerkungen oder Nachfragen haben helfe ich gerne weiter!

 

Mit der Bitte um Verstaendnis,

 

Dr. med. dent. Christian Scholl

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