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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Wirtschaftsrecht
Zufriedene Kunden: 21597
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Meine Tochter hat einen Jahresvertrag mit einer 3-monatigen

Kundenfrage

Meine Tochter hat einen Jahresvertrag mit einer 3-monatigen Kündigungsfrist bei einer PR-Agentur, der erst Ende des Jahres ausläuft, jetzt hat sie ein ein neues Job Angebot bekommen und könnte am 1.10. dort anfangen. Wie kommt sie aus ihrem Vertrag raus?
Mit freundlichen Grüßen
Margitta Düver
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Wirtschaftsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich ist Ihre Tochter leider an die Einhaltung der Kündigungsfrist gebunden.

Das gilt aber nur, wenn die Vereinbarung der dreimonatigen Kündigungsfrist wirskam ist, denn grundsätzlich beträgt die Kündigungsfrist eines Arbeitnehmers nach § 622 Absatz 1 BGB vier Wochen.

Eine Verlängerung dieser Kündigungsfrist ist nur unter den Voraussetzungen des § 622 Absatz 6 BGB möglich:

Für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer darf keine längere Frist vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber.

Hat sich der Arbeitgeber selbst also zu einer Kündigungsfrist von drei Monaten verpflichtet, und findet sich in dem Arbeitvertrag eine Gleichstellungsklausel, die diese Kündigungsfrist auch für Ihre Tochter als maßgeblich erklärt, wäre die Vereinbarung einer dreimonatigen Kündigungsfrist wirskam.

Ist das der Fall, kann Ihre Tochter eine vorzeitge Entlassung aus dem Arbeitsverhältnis durch Abschluss eines Aufhebungsvertrages erreichen.

Einen Anpruch auf Abschluss eines Aufhebungsvertrages gegenüber dem Arbeitgeber hat Ihre Tochter aber grundätzlich nicht. Vielmehr setzt ein Aufhebungsvertrag gegenseitiges Einvernehmen hinsichtlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses voraus.

Ihre Tochter sollte daher unter Schilderung ihres Anliegens bei ihrem Arbeitgeber um den Abschluss eines einvernehmlichen Aufghebungsvertrages nachsuchen. Dabei müsste Ihre Tochter die Verhängung einer Sperrzeit bei dem Bezug von ALG I nicht befürchten, da sie ja bereits eine neue Stelle in Aussicht hat.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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