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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Wirtschaftsrecht
Zufriedene Kunden: 26595
Erfahrung:  Banken- und Kapitalanlagerechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag Mir ist aufgefallen, dass meine Hausbank etwaige

Kundenfrage

Guten Tag

Mir ist aufgefallen, dass meine Hausbank etwaige Rücklastschriften nicht auf den Kontoauszügen aufführt. Es wird lediglich bei einer Rücklastschrift eine Info schriftlich an mich gesandt mit der Begründung das würde reichen. Nun sind mir aber wohl einige Briefe nach mehreren Einbrüchen abhanden gekommen oder aus dem Briefkasten gestohlen worden, so dass ich Mahnungen von Versicherungen etc und auch o.g. Schreiben der Bank wohl nicht erhalten habe. Aus diesem Grunde habe ich für das gesamte letzte Jahr Kontoauszüge meiner Hausbank angefordert um die Vollständig Uebersicht über meinen Zahlungsverkehr zu haben. Meine Frage an Sie: ist die Hausbank nicht verpflichtet auch versuchte Lastschriften oder Rücklastschriften auszuweisen?

Danke XXXXX XXXXX Anwort
S. Hauser-Hug
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Wirtschaftsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Grundsätzlich ist die Bank verpflichtet, Sie über jede Belastungs, Stornierungs- oder Berrichtigungsbuchung unverzüglich zu unterrichten. Wie diese Benachrichtigung allerdings erfolgt, bliebt der Bank überlassen. Wichtig ist nur, dass sich die Bank bei einer unterlassenen Benachrichtigung schadensersatzpflichtig macht (Kümpel, Bank- und Kapitalmarktrecht 2. Teil Nr. 2.421).

Wenn allerdings die Bank die Rücklastschriften nur per Brief und Ihnen keine Buchungen auf den Kontoauszügen mitteilt, so muss Sie dann auch beweisen, dass Sie die Mitteilung erhalten haben. Genau dass dürfte jedoch das Problem der Bank sein.

Ist die Mitteilung der Bank nicht von der Bank beweisbar und ist Ihnen durch die unterlassene Mitteilung ein Schaden entstanden, so haftet die Bank dafür.

Es dürfte also im Interesse der Bank sein, Ihnen gegenüber nachzuweisen, dass entsprechende Mitteilungen über Rücklasten an Sie übermittelt wurden.

Diese Betrachtungsweise sollten Sie bei Ihrer Bank ansprechen und auf die Schadensersatzpflicht hinweisen. Ich gehe davon aus, dass die Bank dann sehr gerne die Dokumentation von Rücklastschriften herausgeben wird.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Wirtschaftsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielenn Dank Herr Schiessl für Ihre schnell Antwort, die mir sicherlich weiterhilft.

Eine Frage hätte ich noch....

 

Was heisst es genau, die Bank muss die Zustellung beweisen? Etwa durch Einschreiben?

 

Danke für die Antwort

S. Hauser-Hug

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zum Beispiel ja.

Wenn die Bank ein Schreiben an Sie per einfachem Brief versendet, dass gibt es keinen Beweis, dass Sie dieses Schreiben erhalten haben. Ein solcher Beweis kann nur durch Einschreiben, Boten oder ähnliches geführt werden. Die Mitteilung einer Buchung allein durch einfaches Anschreiben ist daher für die Bank das Mittel der ersten Wahl.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt