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RA Staemmler
RA Staemmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Wettbewerbsrecht
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  Als Rechtsanwalt berate und vertrete ich Sie u.a. auf dem Gebiet des Wettbewerbsrecht.
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RA Staemmler ist jetzt online.

meine lebensgefährtin hat seit mai etwa 1000 euro für apps

Diese Antwort wurde bewertet:

meine lebensgefährtin hat seit mai etwa 1000 euro für apps bei conceptmedia , gobeil und blackbean bezahlt!
trotz telefonischer kündigung werden die rechnungen stets teurer.
sie hat mir versichert dass sie bei diesen firmen nichts heruntergeladen hat.
was müssen wir tun???

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

werden die "Apps" über die Mobilfunkrechnung abgerechnet oder separat?

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

über mobilfunk


Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

davon ausgehend, dass Ihre Frau die Abos nicht abgeschlossen hat, sollte Sie umgehend schriftlich per Einschreiben mit Rückschein widerrufen und hilfsweise die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung erklären. Hierzu reicht folgendes

... erkläre ich in Bezug auf den Vertrag .... (oder Abo) das ein Vertrag nicht zustande gekommen ist. Eine diesbezügliche Willenserklärung wurde nicht abgegeben. Hilfweise erkläre ich den Widerruf. Dieser ist mangels Belehrung noch fristwahrend. Hilfsweise erkläre ich ebenfalls die Anfechtung wegen arglisitiger Täuschung. ...

Die erklärung sollte an den Mobilfunkanbieter geschickt werden, da Sie mit der Drittfirma keinen Vertrag haben. Dies gilt nur, wenn Ihre Frau nirgens willentlich einen Vertrag geschlossen hat. Eine Kopie sollte an den Drittanbieter gesendet werden. Telfeonischer Kontakt sollte gemieden werden, da die Gespräche meist nicht mehr nachgwiesen werden können.

Problematisch könnte es werden, dass Geld für die Vergangenheit zurück zu buchen. Hier sollten Sie der Mobilfunkrechnung widerrsprechen und einen qualifizierten Prüfbericht anfordern ob die Dienste überhaupt erbracht wurden.

Je nach Tarif kann eine Zahlungspflicht ebenfalls ausgeschlossen sein. Wurde Ihre Frau z.B. nicht belehrt, dass das Mobiltelefon unbemerkt Kontakt zum Internet aufnimmt, was leider oft vorkommt, würde etwa eine Zahlungspflicht hinsichtlich der Internetgebühren entfallen (LG München Az. 6 S 93/10).

Sie sollten Ihren Mobilfunkanbieter eine Frist zur Rückzahlung des Betrages stellen. 10-14 Tage sollten hier ausreichend sein. Nach Fristablauf sollten Sie sich an einen Anwalt wenden und mit diesem die Beträge einklagen.



Sollten Sie Nachfragen haben, weitere Erläuterungen wünschen oder sonstige Hilfe benötigen, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben und mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Staemmler und weitere Experten für Wettbewerbsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.