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MechanikerTom
MechanikerTom, Kfz-Mechaniker
Kategorie: Volkswagen
Zufriedene Kunden: 361
Erfahrung:  Mechaniker
26559809
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MechanikerTom ist jetzt online.

Hallo, ich besitze einen Golf plus V Bj. 2006. Im April

Kundenfrage

Hallo,

ich besitze einen Golf plus V Bj. 2006. Im April dieses Jahres habe ich ganz normal Winter und Sommerreifen wechseln lassen bei ATU. Nach ca. 14 Tagen habe ich festggestellt, dass ich ab 120 km/h ein starkes vibrieren im Lenkrad hatte. Bin wieder zu ATU. Dort sind meine Sommerreifen neu gewuchtet worden. Danach bin ich nach Holland gefahren und habe gemerkt, dass es nicht besser wurde. Ich bin dann in einer Fachwerskstatt gewesen. Dort wurde festgestellt, dass meine Vorderreifen einen Höhenschlag haben und ansonsten wurde kein mechanischer Fehler gefunden. Ich habe dann 2 neue Reifen aufziehen lassen der selben Marke + neue Bremsbeläge vorne. Kurz nach verlassen der Werkstatt bin ich sofort auf die Autobahn gefahren um zu testen, ob der Fehler behoben ist. Das Lenkrad vibrierte wieder ab 120 km/h. In Absprache mit der Werkstatt habe ich dann meine Winterreifen abgeholt und aufziehen lassen, um zu testen ob es wirklich an den Reifen liegt. Nachdem die Winterreifen aufgezogen waren habe ich zusammen mit dem Meister ein Probefahrt unternommen. Ergebnis wie vorher, ab 120 km/h Vibrationen. Nun ist man mit dem Latein am Ende. Haben sie vielleicht eine Idee?
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Lorenz
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Volkswagen
Experte:  MechanikerTom hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Ratsuchender,

vorweg sei gesagt, Vibrationen im Bereich 100 - 120 km/h kommen grundsätzlich von der Vorderachse, Vibrationen im Bereich 120 - 140 km/h von der Hinterachse.
Wurden alle Räder auf Höhenschlag geprüft und ordnungsgemäß gewuchtet? Ich kann mir nicht vorstellen, dass beide Räder hinten ob Sommer oder Winter gleich Höhenschlag haben. Damit hätten Sie 4 eirige Räder gleichzeitig????

Ich würde nach Ihrer Beschreibung mal auf andere Sachen tippen, die ich allerdings nicht wirklich von ATU beheben und testen lassen würde. Kurz erklärt:
Die Eigenstabilisierung des Rades kann durch verschiedene Sachen beeinflusst werden.
Oft ist ein Kugelgelenk an Spurstange, Querlenker oder Druckstange verschlissen und hat Spiel. Wird nämlich ein Rad im kritischen Drehzahlbereich seitlich verdrückt und dadurch zum Flattern angeregt, dann kann das Rad nicht durch Mittelachse und Reifenaufstandspunkt stabilisiert werden, weil die Kugel in ihrem verschlissen Lager hin und her schlackert. Das aendert sich erst wieder, wenn die Drehzahl des Rades verringert wird und es sich wieder stabilisieren kann.
Das Schlackern der Kugel wird auf die gesamte Vorderachse und die Lenkung übertragen.
Das gleiche passiert, wenn die Gummilager der Druckstreben ausgeleiert sind. Gummi verhärtet sich wenn es älter wird und verliert seine Elastizität
und damit die federnden Eigenschaften

Das Anregen zum Flattern/Zittern kann also auch von:

defekten Kugelgelenken,
ausgeleierten Gummilagern,
Unwucht der Reifen immer noch, wenn Zentrierringe benötigt werden, hier FEINWUCHTEN lassen, 5 g machen eine Menge aus
Seitenschlag oder Schlag der Bremsscheibe,
festgefressenem Bremskolben
defektes Radlager und
falsche Spureinstellung

kommen. Ich würde hier mal in eine Fachwerkstatt/Reifenspeziallist fahren, leider machen Werkstätten immer nur das, was sie bisher getan haben.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und stehe natürlich für weitere Rückfragen zur Verfügung. Ich würde mich über eine kleine Bewertung Ihrerseits sehr freuen.

Gruß Thomas Hildebrandt