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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 16354
Erfahrung:  18Jahre Anwaltserfahrung
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verwaltungsrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

wenn ich bei hannover einen fischweiher von 1 ha gepachtet

Kundenfrage

wenn ich bei hannover einen fischweiher von 1 ha gepachtet habe, aber in kaiserslautern wohne muss es doch möglichsein bei 423 lm entfernung eine fischerhütte inangemessenem umfang zu errichten die von mIr nach ablauf des vertrages wieder entfernt wird.. zumindest ist das auch so bei jagdhütten oder
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verwaltungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


wollen Sie die baurechtlichen Voraussetzungen wissen, oder macht Ihnen der Verpächter Schwierigkeiten ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

wollte nur die baurechtlichen Vorschriften wissen der Verpächter selbst ist damit einverstanden.

mir ist ein schreibfehler unterlaufen, der Teich ist nicht nur 1 ha gross sondern 16 ha, also schon ein grosses Gewässer. zudem mss ich auch Geräte etc unterbringen um dieses Gewässer vernünftig bewirtschaften zu können.

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihren Nachtrag.


Bauen im sog. Außenbereich nach § 35 BauGB ist grundsätzlich untersagt es sei denn es liegt ein sog. privilegiertes Vorhaben vor.

Außenbereich sind alle Grundstücke , die nicht in einem im Zusammenhang bebauten Ortsbereich liegen und auch nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.


Privilegierte Vorhaben sind grundsätzlich zulässig, es sei denn ,es stünden öffentliche Belange entgegen.


Solche Vorhaben sind zB Vorhaben die



  • einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen
  • einem Betrieb der gartenbaulichen Erzeugung dienen
  • der öffentlichen Versorgung mit Elektrizität, Gas, Telekommunikationsdienstleistungen, Wärme und Wasser, der Abwasserwirtschaft oder einem ortsgebundenen gewerblichen Betrieb dienen,
  • wegen ihrer besonderen Anforderungen an die Umgebung, wegen ihrer nachteiligen Wirkung auf die Umgebung oder wegen ihrer besonderen Zweckbestimmung nur im Außenbereich ausgeführt werden sollen,
  • der Erforschung, Entwicklung oder Nutzung der Wind- oder Wasserenergie dienen,
  • der energetischen Nutzung von Biomasse im Rahmen eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes oder eines Intensivtierhaltungsbetriebes dienen,
  • der Erforschung, Entwicklung oder Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken oder der Entsorgung radioaktiver Abfälle dienen,
  • der Nutzung solarer Strahlungsenergie in, an und auf Dach- und Außenwandflächen von zulässigerweise genutzten Gebäuden dienen.

Wenn in Ihrem Fall eine bestehende Bebauung bereits vorhanden ist und es nur noch um deren Erweiterung geht kommt zudem eine zulässig Nutzungsänderung nach § 35 IV BauGB in Betracht:

die Änderung der bisherigen Nutzung eines Gebäudes im Sinne des Absatzes 1 Nr. 1 unter folgenden Voraussetzungen:
a)
das Vorhaben dient einer zweckmäßigen Verwendung erhaltenswerter Bausubstanz,
b)
die äußere Gestalt des Gebäudes bleibt im wesentlichen gewahrt,
c)
die Aufgabe der bisherigen Nutzung liegt nicht länger als sieben Jahre zurück,
d)
das Gebäude ist vor mehr als sieben Jahren zulässigerweise errichtet worden,
e)
das Gebäude steht im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der Hofstelle des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs,

Nach alledem dürfte die Genehmigung der Fischerhütte kein Problem sein.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie Schiessl

Rechtsanwältin und

Fachanwältin für Arbeitsrecht

Fachanwältin für Familienrecht

Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung

Vielen Dank

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